: Heinz Kühn

Koalition in Düsseldorf: Schlechte Laune

Kalte Füße hat die SPD/FDP-Koalition unter Heinz Kühn wieder einmal bekommen, und der Winter ist noch lange nicht vorbei. Diesmal trat die Verkühlung durch den offenen Streit zwischen Ministerpräsident und Innenminister Weyer auf.

Nach der Wahl in Düsseldorf:: Denkpause im Busch

Kühns kühler Kopf entwirrte in knapp sieben Tagen die ärgsten Kalamitäten in der SPD und in der Koalition. Trotz aller Widerstände durch zu viele Ministerbewerber, landsmannschaftliche Eifersüchteleien und die Meuterei-Ankündigung rechtskonservativer FDP-Veteranen vom Schlage des Wuppertaler Landtagsvizepräsidenten Schneider wurde das Düsseldorfer Kabinett in Windeseile neu zementiert.

Neuer Aufschwung für die Wirtschaft

ZEIT: Herr Bundeskanzler, Sie sind nach den Wahlniederlagen Ihrer Partei in Bayern und Hessen nach Moskau gefahren. Sie haben dort schwierige Verhandlungen geführt.

Wenn die Luise von Rhein-Preußen kommt

Ihr könnt gegen mich sagen, was Ihr wollt, ein Feigling bin ich nicht“, rief Heinz Kühn in die tobende Bergarbeitermenge von Dortmund-Huckarde, aber die 15 000 um ihre Arbeitsplätze Bangenden, rote und schwarze Fahnen schwenkend, waren nicht zu beruhigen.

Artige Diener

Die „Hörzu“-Leser gingen auf die Barrikaden. „Mit diesem Politterror muß endlich Schluß sein“, forderte einer von ihnen Anfang November und meinte nicht anarchistische Bombenleger, sondern die beiden deutschen Fernsehanstalten, die, wie ein anderer Leser meinte, „kaum Unterhaltung, dafür aber Politik im Überfluß“ bringen.

Worte der Woche

„Ich bin gegen jede Hexenjagd, aber auch gegen jede Hexenfurcht, auch wenn es sich um die Hexe Heidemarie Wieczorek-Zeul handelt, die gelegentlich auf dem Besen ihrer Ideologien durch die Seiten wirklichkeitsfremder Resolutionen reitet.

Nur der Not gehorchend?

Die Szene ist noch gegenwärtig: Im Bonner Parlament gibt Präsidentin Renger die Voten zur Kanzlerwahl bekannt. Als Helmut Schmidt gewählt ist, dreht sich Willy Brandt mit ernstem Gesicht zu ihm um, steht auf, drückt ihm die Hand, lächelt, wie nur er lächeln kann.

Aus der zeitungslosen Zeit

Die Kommunalwahlen am Sonntag in Schleswig-Holstein und Bayern fielen für die SPD teils enttäuschend, teils befriedigend aus.

Kein Düsseldorfer Tragi-Kommödchen

Wieder einmal hatte es, nicht ohne eigenes Verschulden, ein heftiges Gerangel um seine Nachfolge gegeben: Posser oder Rau, Halstenberg oder Farthmann? Damals feierte Heinz Kühn, dienstältester SPD-Ministerpräsident im bevölkerungsstärksten Bundesland, seinen 65.

Rückzieher vom Rechnungshof

Ende 1974 hatte der Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen auf Wunsch von Ministerpräsident Heinz Kühn einer außerplanmäßigen „Verpflichtungsermächtigung“ von 1,3 Millionen Mark und überdies einer Haushaltsüberschreitung von nahezu 400 000 Mark zugestimmt.

Staatspreise – nicht nur für Staatspreiser

In der letzten Ausgabe der ZEIT interviewte Nina Grunenberg den Schriftsteller H. GünterWallraff, der im letzten Jahr den Düsseldorfer Fördererpreis für Literatur erhalten hatte.

Alle warten auf Kühn

Die gewünschte Melodie ertönte; ein Knopfdruck hätte genügt. „Weder in Bonn noch in Düsseldorf“ gehe die CDU auf Abwertung aus, gab Oppositionschef Heinrich Köppler aus, als Herbert Wehner mitten in die Oster-Beschaulichkeit hinein vor der Neuauflage eines „Überraschungs-Coups“ warnte, wie ihn die CDU bei dem Ministerpräsidentenwechsel in Niedersachsen gelandet habe.

Kühns Ast

Ursprünglich hatte sich Heinz Kühn, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, die Sache ganz anders gedacht: Im kommenden Jahr wollte er in Pension gehen.

Der Zweikampf in der Ruhrschmiede: Einer wird gewinnen

Vizekanzler Brandt lud seinen Kanzler Kiesingert ein: „Nach drei Jahren Regierung Kiesinger/Brandt wäre es gewiß kein Fehler, wenn sich die beiden Repräsentanten dieser Bundesregierung zum Dialog stellen würden, beispielsweise in einigen Großveranstaltungen des Ruhrgebietes.

Spekulationsflut um Scheels Nachfolge

Die nächsten Fixsterne am flimmernden Himmel der Mutmaßungen über die bevorstehende Kabinettsumbildung sind der Dienstag und Freitag der kommenden Woche.

Der lange Abschied

Was haben Heinz Kühn und mancher exotische Potentat gemeinsam? Sie müssen mit Ärger zu Hause rechnen, sobald sie ihrem Lande den Rücken gekehrt haben.

Die Zeche zahlt der Bund

Der Streit wirkt so, als sollte man ihn ernst nehmen: Genossen balgen sich mit Genossen, Liberale mit Liberalen, Politiker des Bundes mit Politikern der Länder und Gemeinden.

Manager und Märkte

Franz Burda, nach schwerer Krankheit wieder voll genesen, wurde am Dienstag dieser Woche 73 Jahre alt und (fast) Ruheständler.

Zwischen allen Stühlen

Das Pensionärsdasein des früheren nordrhein-westfälischen Finanzministers Hans Wertz neigt sich offenbar seinem Ende zu. Nach vielen Irrungen und Winningen hat Ministerpräsident Heinz Kühn die Weichen so gestellt, daß Wertz gute Aussichten hat, Präsident der Landeszentralbank in Nordrhein-Westfalen zu werden.

Was kostet der Dom?

Im dritten Stock des Generalvikariats in Osnabrück sitzt ein Mann an einer Aufgabe, um die er wahrhaftig nicht zu beneiden ist.

Ehrenmal für Abgeordnete

Den Kindern wird der Spielplatz, den Alten der Ruhesitz und allen Anwohnern in der Innenstadt am Graf-Adolf-Platz die Idylle einer Parkanlage weggerissen.

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