: Heinz Kühn

ZEITSPIEGEL

Mit gemischten Gefühlen sieht das Verteidigungsministerium dem 23. April entgegen, an dem zum ersten Male Bundeswehrsoldaten mit Hippie-Frisuren und in Lederjacken mit Oster-, marschemblemen auftreten werden.

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Männer haben in der Küche nichts zu suchen. So jedenfalls wollen es die Hersteller der „Haushandschuhe London Special“. Die Gebrauchsanweisung klärt darüber auf: „Dieser seidenweich gefütterte Haushandschuh ist besonders zum Abwaschen geeignet, darum nur in Damengrößen erhältlich.

Worte der Woche

„Macht die Tore weit auf für Christus, öffnet die Staatsgrenzen, die wirtschaftlichen und politischen Systeme, die weiten Reiche der Kultur, der Zivilisation, des Fortschritts.

Von der Seele geschrieben

Private Aufzeichnungen zur Bilanzierung des eigenen Wirkens oder über persönliche Erinnerungen gibt es viele, ohne daß die Öffentlichkeit etwas von ihnen erfährt.

Worte der Woche

„Wer glaubt, auf den brodelnden Kessel unserer Probleme den Deckel eines reaktionären Verfassungsverständnisses stülpen zu können, der rettet gar nichts, sondern er riskiert nur, daß ihm irgendwann einmal der Topf um die Ohren fliegt.

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„Im Kaninchenblick verstörter Professoren, die zur Unpolitik erzogen worden sind und infolgedessen zwischen unsubstantiierter Lümmelei und politischem Aufbegehren für vertretbare Ziele nicht zu unterscheiden vermögen, nimmt sich selbst diejenige studentische Schlange noch als Kobra aus, die in Wirklichkeit eine Blindschleiche ist.

Große Koalition

Wer seiner Partei Knüppel zwischen die Beine werfen will, bedient sich in der Bundesrepublik des Zeitungsinterviews. Auch Heinz Kühn, der Landesvorsitzende der SPD in Nordrhein-Westfalen, benutzte diese Methode.

Thaddens Pleite

Mit der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands geht es zu Ende. Ein Verbot, wie es dieser Tage wieder der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Heinz Kühn forderte, ist gar nicht mehr nötig.

Neue Polit-Herberge gesucht: Saft statt Sekt

Die Düsseldorfer Kabinettsrunde traute ihren Ohren nicht. Innenminister Willi Weyer überbrachte dem regierungsamtlichen Kollegium eine ungewöhnliche Offerte: Der Kaufhaus-Millionär Helmut Horten, vor etlicher Zeit von Düsseldorf in die Schweiz umgezogen, bietet dem Land seine Luxusvilla mit allem Drum und Dran am nördlichen Stadtrand Düsseldorfs zum Verkauf an.

Rundfunk-Kumpanen

Der mächtigste Rundfunk- und Fernsehsender in der Bundesrepublik, der Westdeutsche Rundfunk in Köln (WDR), wird parteipolitisch regiert und kontrolliert.

Mit Moral im Marschgepäck

Er hatte seine Rede vor dem Bundesrat am Mittwoch vergangener Woche noch nicht beendet, als in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens bereits das Telephon schrillte.

Personen-Nahverkehr: Umsteigen auf Probe

Als die Jungsozialisten vor Jahr und Tag den Null-Tarif im öffentlichen Nahverkehr propagierten, faßten sich die Experten aller Lager an den Kopf: „Verrückt!“ Als obendrein ein erster Versuch in Frankfurt/Main schiefging, weil die umworbenen Fahrgäste doch lieber mit dem eigenen Wagen weiter in die Stadt fuhren, schien das Projekt für alle Zeit gestorben zu sein.

Paukenschlag nach langem Schweigen

Nun wird auch die SPD von Führungsproblemen heimgesucht. Brandts Donnerwort, er könne nicht die Verantwortung dafür tragen, wenn sich die SPD von ihrem Wahlprogramm entferne, und Wehners Erklärung, er wolle sein Amt als stellvertretender Parteivorsitzender abgegeben, haben Freund und Feind aufgeschreckt.

Bismarck in der Löwengrube

Von den Heiterkeitsausbrüchen der Kollegen hört Werner Höfer schon die Sendeanstalten von der Isar bis zur Schlei widerhallen.

Startlöcher zugestaubt

Der Zeitpunkt seiner unverhofften und deswegen auch für ihn so schmerzlichen Niederlage ist schlimmer als das ganze Debakel an sich, kommentieren besorgte Freunde die Abwahl ihres John van Nes Ziegler.

Auf des Messers Schneide

Vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein: Über den Sieger entscheidet die FDP

Weyers Krieg

Die Neuordnung der Verwaltung Nordrhein-Westfalens, erklärtes Regierungsziel des Ministerpräsidenten Heinz Kühn, entspricht dem allgemeinen Fortschrittstempo in der Bundesrepublik – schneckenartig, wie Günter Grass im anderen Zusammenhang wehklagte.