: Helmut Becker

Auf den Fersen des Gilgamesch

Im irakischen Uruk spielt das erste Epos der Weltliteratur. Was lange als fiktive Schilderung galt, entdecken deutsche Forscher nun als verblüffend reales Stadtporträt

Aliens im Weinberg

Gene aus der Gerste sollen den Riesling stärken - die Gegner formieren sich

Bonner Kulisse

Ob das Eigenkapitalmodell für junge ostdeutsche Unternehmen noch zu einem neuen Wahlschlager im Osten der Republik wird, wie es sich der Berliner Finanzsenator Elmar Pieroth (CDU) vorstellt, bleibt noch abzuwarten.

Bonner Kulisse

Nachdem die FDP das verunglückte Motto "Wir sind die Partei der Besserverdienenden" hastig zurückgezogen hatte, wollte FDP-Chef Klaus Kinkel alles tun, um seine Partei im Wahlkampf als Hüterin liberaler Freiheitsrechte zu profilieren und das Image einer Wirtschaftspartei abzustreifen.

Diäten: Probat

Das kann nur ein Abgeordneter fordern, der nicht wiedergewählt werden will: Die Diäten der Mitglieder des Deutschen Bundestages sollten von 10 000 auf 14 000 Mark im Monat angehoben werden, meint Helmut Becker (SPD), Vizepräsident des Hohen Hauses.

Kuhhandel statt Freihandel

Nach dem Bush-Besuch: Nippons Konzernbosse müssen den Großen Drei aus Detroit unter die Arme greifen

Daimler/Mitsubishi: Der lange Abschied

Gestandene Manager, zumal der durchgegerbten japanischen Sorte, lassen sich selten öffentlich so frivol vernehmen: "Ich habe an einem Feiertag auf der Ginza eine wunderschöne Frau getroffen und weiß nicht, welche Folgen die Begegnung haben wird", scherzte der 71jährige Yotaro Iida im Frühling vergangenen Jahres über das erste Meeting von Topmanagern der beiden Weltkonzerne Mitsubishi und Daimler-Benz in Singapur.

Immer neue Skandale um Banken, Broker und Börse haben Tokios Ruf als eines der führenden Finanzzentren der Welt schwer erschüttert. Japans Insider-Kapitalismus ist am Ende.: Falschspieler auf allen Bühnen

Die Ausrede des Kichiro Takao war so simpel wie entlarvend. Der erst vor drei Monaten als Sanierer berufene neue Präsident des drittgrößten japanischen Wertpapierhauses Nikko wußte sich nicht anders zu verteidigen als mit diesem Eingeständnis: "Wir mußten uns an den langfristigen Geschäftsbeziehungen mit unseren Kunden orientieren.

Konkurrenz der Städte: Neidisch auf Berlin

Kaum hatte der Bundestag Berlin zur künftigen deutschen Regierungshauptstadt erkoren, da passierte es auch schon: Das Industrieunternehmen Knorr-Bremse drohte massiv, München zu verlassen und nach Berlin zu gehen.

Japanische Banken: Giganten in Not

Uns ist die Braut vor dem Altar davongelaufen", grämte sich Ende November Kenji Mizutani, Vorstandsmitglied der mächtigen Tokai Bank.

Zahlmeister wider Willen

Der Sandsturm der Golfkrise hat das Getriebe der hohen Politik in Tokio erreicht", kommentiert die japanische Tageszeitung Mainichi Shimbun die "plötzliche Großzügigkeit" der Regierung in Tokio.

Der Lebensstandard der Japaner soll steigen, der Export in die USA sinken – Ende des Handelskrieges?: Toiletten statt Fabriken

Endlich ist das Drama über die Bühne." Dieser Seufzer der Erleichterung stammt aus der japanischen Tageszeitung Asahi Shinbun und galt dem Abschluß einer amerikanisch-japanischen Marathon-Verhandlung mit fünf Gesprächsrunden in zwölf Monaten am vergangenen Donnerstag in Tokio, "der größten Konfrontation zweier Staaten in Friedenszeiten", wie das Blatt meinte.

Japan: Untergehende Sonne

Die einst so siegessichere Wirtschaft Nippons ist von Selbstzweifeln geplagt

Tokio: Flüchtiges Geld

Der Mythos der Unverletzlichkeit unseres Aktienmarktes ist dahin", sorgte sich Teruhiko Mano. Der Chefberater des Präsidenten der Bank of Tokyo sieht gegenwärtig ganz schwarz: "Wir sind in einem Teufelskreis gefangen, der mit steigenden Zinsen, sinkenden Aktienkursen, einem schwachen Yen und Kapitalflucht beginnt.

Japan: Das große Geld wählt mit

Was Eishiro Saito zu sagen hat, nehmen Japans Unternehmensführer ernst, denn er ist Vorsitzender der allmächtigen Vereinigung der Wirtschaftsorganisationen des Landes (Keidauren).

Automobilindustrie: Pfusch am laufenden Band

Ihr atemberaubender Siegeszug rund um die Erde hat sicher damit zu tun: Japans Autoindustrie litt in den letzten Jahren höchst selten unter dem Vorwurf, mangelhafte Konstruktionen mit schlechter Verarbeitungsqualität auf die Räder zu stellen.