: Helmut Haussmann

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Deutsche Geschäftsleute halfen dem Irak bei der Herstellung von Waffen

Bonner Kulisse

Wie leichtfertig Bonn bei der Weitergabe von High-Tech an den Irak vorgegangen ist, hat der SPD-Abgeordnete Ernst Schwanhold in der vergangenen Woche bei der Verabschiedung der neuen Rüstungsexportkontrollen noch einmal deutlich gemacht.

Manager und Märkte

Die haben keine Ahnung von politischen Entscheidungsprozessen", hält Horst Teltschik, bis vor einem Jahr Helmut Kohls außenpolitischer Berater und seither Geschäftsführer der Gütersloher Bertelsmann-Stiftung, den deutschen Topmanagern vor.

Der Fortschritt ist eine Schnecke

Das größte Experiment der deutschen Wirtschaftsgeschichte währt nun ein Jahr, und immer noch ist ungewiß, ob es gelingen wird.

Krieg der Nadelstiche

Wirtschaftsminister Jürgen Möllemann versucht, Finanzminister Theo Waigel in die Ecke zu drängen

Manager und Märkte

Computerindustrie: Trojanisches Pferd in Brüssel Handel: Osten schlägt Westen Informationstechnik: Fehlschaltung beim Amt?

Waffenlieferungen: Was wußte die Regierung?

Für die Abgeordneten Vera Wollenberger und Gerd Poppe vom Bündnis 90/Grüne ist klar: Nur ein Untersuchungsausschuß des Bundestages kann Art, Umfang und Hintergründe deutscher Rüstungsexporte in den Irak voll aufklären.

Atomindustrie: Teuflische Alternative

Um 1.24 Uhr trat der Ernstfall ein, den vorher alle aus ihrer Phantasie verdrängt hatten: Als in der Nacht vom 25. zum 26. April 1986 der Reaktorblock vier des sowjetischen Kernkraftwerkes Tschernobyl für ein Experiment abgeschaltet wurde, brannten alle Sicherungen durch.

Zum Sündenbock gestempelt

In der Woche vor Ostern stellte Detlev Rohwedder, der Präsident der Berliner Treuhandanstalt, im Gespräch nüchtern fest: Seine Behörde sei in den vergangenen Monaten zum "Watschenmann der Nation" geworden.

Bonner Kulisse

Als Exbundeswirtschaftsminister Helmut Haussmann kurz nach der Bundestagswahl im Dezember das Handtuch warf, aus Frust über viel Kritik wie auch aus Frust über die eigenen beschränkten Möglichkeiten, beschied er Neugierigen, er werde wieder einfaches MdB sein und im übrigen in der freien Wirtschaft jobben.

Bonner Kulisse

Bis zur Bundestagswahl am 2. Dezember war Otto Schlecht seiner Sache sicher: Sobald das neue Kabinett gebildet sei und der Wirtschaftsminister seine Ernennungsurkunde erhalten habe, wollte er seinen Posten als Staatssekretär im Bonner Wirtschaftsministerium aufgeben.

Schlechte Gewohnheit

Wenn in einem großen Unternehmen Führungspositionen zu besetzen sind, dann ist Sachkompetenz aus gutem Grund eines der zentralen Kriterien bei der Entscheidung für oder gegen einen Kandidaten oder eine Kandidatin.

Bonner Kulisse 1990

Das Jahr der deutschen Einheit: Niemand konnte im Januar ahnen, daß zwölf Monate später von der "ehemaligen DDR" und von den "fünf neuen Bundesländern" die Rede sein würde.

BUCH IM GESPRÄCH: Wer Bagdad aufrüstete

Wenn der irakische Staatschef Saddam Hussein nicht bald seine Truppen aus Kuwait abzieht, wird im Januar wohl jenes Szenario ablaufen, das Hans Leyendecker und Richard Rickelmann auf Seite 77 ihres jüngst erschienenen Buches "Exporteure des Todes" beschrieben haben: Die von den USA bei der Bundeswehr ausgeliehenen ABC-Spürpanzer "Fuchs" werden dann ihre Fährte aufnehmen können.

Eine unglückliche Liebe

Der Pressetermin im Konferenzsaal des Bonner Wirtschaftsministeriums glich einer Betriebsversammlung. Die Journalisten sahen sich umringt von wehmütig dreinblickenden Sekretärinnen und ungläubigen Mitarbeitern Helmut Haussmanns.

Politik im Glück

Der westdeutschen Wirtschaft geht es so gut wie noch nie – aber die Bundesregierung hat wichtige Weichenstellungen versäumt