: Hermann Heinemann

nrw: Schröders letzter Mann

Peer Steinbrück soll am 22. Mai die Macht in Nordrhein-Westfalen verteidigen - eine aussichtlose Schlacht? Unterwegs mit einem Nahkämpfer, der schon als Kind nur eines wollte: Unbedingt gewinnen

vor der Zeit nach Rau: Faust in der Tasche

DÜSSELDORF. – Das Buch, das dieser Tage auf den Markt kommt, liest sich wie ein Abgesang. "Johannes Rau. Lebens-Bilder" heißt es und enthält Texte, die der nordrhein-westfälische Landesvater in vierzig Jahren verfaßt hat, von seinen ersten journalistischen Arbeiten für die Westdeutsche Rundschau ("Ist der Mensch nur ein Rädchen?") bis zu einer Rede vor der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer ("Nordrhein-Westfalen auf dem Weg in das Jahr 2000").

Sturz nach Drehbuch

Vielleicht ist ein Kabinettsrevirement Johannes Raus geringste Sorge. Es gibt Krankheiten und Lebenswünsche, die sind mit dem Amt eines Ministerpräsidenten nicht zu vereinbaren.

Krankenversicherung: Falsche Zähne

Dat jeht nit", sagt Heinz Walberberg mit Nachdruck ins Telephon. "Dat jeht eenfach nit. Isch dun, wat isch kann, mie kann isch nit maache.

Opium fürs Volk

Politiker und Ärzte feiern die Kunstdroge Methadon als Wundermittel gegen die Rauschgiftsucht

Nur ein halber Skandal

Wohlfahrtsverbände und Kirchenkreise in Nordrhein-Westfalen müssen sich unversehens massiver Kritik stellen. Schuld daran ist ein 167 Seiten umfassender Bericht des Landesrechnungshofes an das Düsseldorfer Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales.

Subventionsschwindel an der Ruhr

Der Düsseldorfer CDU-Generalsekretär Helmut Linssen sprach von "einem der größten Subventionsschwindel in der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen", Sozialminister Hermann Heinemann (SPD) kündigte "schonungslose Aufklärung" an: An Rhein und Ruhr hat der Landesrechnungshof "Unregelmäßigkeiten" in den Abrechnungen der Verbände der freien Wohlfahrtspflege und der Kirchen festgestellt.

Helmut Laakmann: So richtig in Rage

Ruhige Minuten hat Helmut Laakmann derzeit nicht viele. Unablässig klingelt bei ihm zu Hause das Telephon, wird er zu Podiumsdiskussionen oder Versammlungen eingeladen.

Blüm macht Wirbel im roten Revier

Der neue CDU-Chef in Nordrhein-Westfalen ist ein gefährlicher Herausforderer für den sieggewohnten Ministerpräsidenten Johannes Rau

Auf Vorschlag der Jungen Union: Kämpfer fürs Leben

Als ich ihn vor anderthalb Jahren in der Düsseldorfer Aids-Hilfe zum ersten Mal sah und interviewte, wollte er noch anonym bleiben: kein Photo, ein anderer Name – ich solle ihn nur Steve nennen, schlug Scott damals vor.

Mancher Gernegroß hat mitgeschubst

Ich stehe für diese Abart von Auseinandersetzung nicht mehr zur Verfügung ... ich verlasse die Brücke, aber ich gehe nicht von Bord.

"Verhetzung der Menschen"

Ein Minister wurde von Vertriebenen niedergebrüllt – weil er aus der Rede Richard von Weizsäckers zum 40. Jahrestag des Kriegsendes zitiert hatte.

Überstunden: Verbieten?

Sie hat auch ihre gute Seite, die Diskussion um den gesetzlich verordneten Abbau von Überstunden. Zeigt sie doch immerhin, daß Politiker, Verbandsfunktionäre und Unternehmer sich allmählich mit der Massenarbeitslosigkeit befassen.

Die komplexe Arena

Unter Europas größtem Dach: Sportler, Künstler und Politiker fühlen sich wohl in der Westfalenhalle

Rebellion gegen Brandt?

Wie eine Rebellion gegen Willy Brandt mußte es wirken, als Annemarie Renger Unterschriften von Sozialdemokraten unter das Sechs-Thesen-Papier des Berliner Professors Richard Löwenthal zur Identität der SPD zu sammeln begann.

Rote Rosen für die Ministerin

Das sind keine sommerlichen Divertimenti mehr, sondern schon Proben auf die Herbstdissonanzen. Hans-Dietrich Genscher versucht den großen Paukenschlag mit seinem fast ultimativen Rat an die Sozialdemokraten, die Ergänzungsabgabe endlich im Sommerloch verschwinden zu lassen.

SPD-Debatte um die Nachrüstung: Der Kanzler geht aufs Ganze

Das Motto für das Wochenende des Kanzlers hatte Hermann Heinemann, der Vorsitzende des SPD-Bezirks Westliches Westfalen, gefunden: „Helmut, mach Dampf!“ Es galt nicht nur für die Rede Schmidts in Recklinghausen vor altgedienten Funktionären des mächtigsten SPD-Bezirks, sondern auch für den Auftritt auf dem Parteitag der bayerischen SPD in Wolfratshausen.

Vor der Mühsal der kleinen Schritte

Gäbe es Dortmund nicht, die SPD müßte es gründen. Stünde dort keine Westfalenhalle, die Partei sollte sie bauen. Wären die Sozialdemokraten von Ratlosigkeit heimgesucht, die Bierbrauerstadt würde ihre Siegeszuversicht stärken.

Beim Parteitag in Hannover steckten die Sozialdemokraten ihren Kurs in die Zukunft ab. Auf dieser und der folgenden Seite ziehen ZEIT-Redakteure eine Bilanz der personellen und politischen Entscheidungen: Der Sturz vom Partei-Olymp

Mehr als ein Drittel seiner Schlußansprache in Hannover hat Willy Brandt auf Lob und Trost jener Parteifreunde verwendet, die dem neuen SPD-Vorstand entweder aus eigenem Entschluß nicht mehr angehören oder bei den Wahlen durchgefallen waren.