: Hermann Kasack

Rudolf Engen: ABM 2000

Immer wenn über Arbeit und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen diskutiert wird, denkt Direktionsassistent Dr. Günter P. von der Europäischen Management- und Marketing-Agentur (EMMA) an die Problemlösung, die Hermann Kasack schon vor einem halben Jahrhundert für "Die Stadt hinter dem Strom" gefunden hat.

Hermann Kasack

Wenn der Name Hermann Kasack im Bewußtsein des lesenden Publikums heute vor allem mit einem Romantitel („Die Stadt hinter dem Strom“, 1947) und mit einem Amt verknüpft ist (er war von 1953 bis 1963 Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt gewesen), so entspricht dies tatsächlich der Zweigleisigkeit seines Werks und Wirkens.

Der Hörfunk im Zeitalter des Fernsehens

Als der Rundfunk, 1923, zu senden begann, hatten schon seit mehr als zweihundert Jahren die Komponisten für ihn komponiert, seit zweitausend Jahren die Geschichtenerzähler für ihn fabuliert.

Zeitmosaik

Büchner-Preis für Nossack Im Einvernehmen mit dem Land Hessen und der Stadt Darmstadt hat die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung den Georg-Büchner-Preis 1961 dem Schriftsteller Hans Erich Nossack zugesprochen.

Mein Gedicht: Der Tod

„Mein Gedicht?“ – Aber das sind tausend Gedichte. Ich greife das erste beste heraus, das mir gerade in den Sinn kommt, eines der kürzesten meiner tausend Gedichte, nur vier Verse, von einem der liebenswürdigsten deutschen Poeten.

Brauchen wir Dichterschulen?

Niemand stellt sich mehr die Dichter in nächtlich kahlen Dachkammern den Einwirkungen guter (oder böser) Geister ausgesetzt vor.

Eine große Dichterin

Von einer Frau soll hier gesprochen werden, die beinahe schon vergessen worden wäre; von einer Frau, die noch als 34jährige aussah wie ein junges Mädchen, das auf bestürzende Weise nicht altert: dunkles Haar, dichte Augenbrauen, volle, nicht ganz geschlossene Lippen, eine starke, aber gerade geformte Nase – und Augen, die von unbeschreiblicher Schönheit gewesen sein müssen, obwohl man ihre Farbe auf der Photographie nicht erkennen kann.

"Ich bin milde geworden"

Der Genius nahm Gestalt an in Oskar Loerke und teilte mit uns Menschen die sterbliche Zeit von 1884 bis 1941. Kind in Westpreußen, studierte Loerke in Berlin, machte einige Reisen und verdiente sich sein Brot als Verlagslektor.

Festspiele um jeden Preis

Im blühenden Wiesbadener Musik-Mai eine schwarze Oper – wo soll das hinführen?" Unsere Frage vom Vorjahr beantwortete Friedrich Schramm mit einer zweiten "schwarzen Oper".

Wir sind nicht verloren

Ist die deutsche Literatur provinziell? "Die Literatur" ist freilich ein schrecklich allgemeiner Begriff; wahr ist aber, daß – zumindest nach 1945 – nur ganz wenige deutsche Schriftsteller in ihren Werken jenen großen Atem verrieten, der nötig ist, damit die Welt aufhorcht.

Kritik der Kritik

Die "Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung" – bis jetzt mehr durch interne Streitigkeiten, denn durch Arbeit an der deutschen Literatur ins Bewußtsein der Öffentlichkeit gelangt, hatte in Hannover zu einer Tagung Buchkritiker deutscher Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkanstalten zu einem Diskussionsthema "Kritik der Kritik" eingeladen.

Alles beim alten

Die Hauptversammlung des deutschen PEN-Zentrums der Bundesrepublik, die in München stattfand, wählte das bisherige Präsidium wieder, so daß Erich Kästner als Präsident, Kasimir Edschmid als Generalsekretär und Richard Friedenthal als Schatzmeister in ihrer Wiederwahl einen Beweis des Vertrauens zu ihrer Tätigkeit sehen konnten.

Funk für Anspruchsvolle

Die Stunden zwischen sieben und neun Uhr abends sind die Zeit, in der am meisten Rundfunk gehört wird. Der Inhalt des Programms muß sich hier, anders als in den späten Abendstunden, im allgemeinen der Aufnahmebereitschaft einer sehr großen Hörerzahl anpassen, und deren Willigkeit hat ihre Grenzen.

Funk für Anspruchsvolle

Die Düsseldorfer Ausstellung hat einige neue Programmtypen für den Fernsehfunk zum erstenmal erprobt, die nun wohl ständige Einrichtung werden sollen: Dagmar Spaeth, Deutschlands zweiter Televisionstar neben dem Fernsehkoch Clemens Wilmenrod, interviewt Prominente, die das Publikum auf dem Bildschirm zu sehen wünschte.

Modell des Jüngsten Gerichts

In dünner Luft sinkt der Siedepunkt. Man kommt mit geringerem Feuer aus, wenn man kodiert will. So wählt Hermann Kasack in seinem neuen Roman einen hochgelegenen Standpunkt, um aus ironischer Distanz die heutige Wirklichkeit einer mitteldeutschen Kleinstadt einem Experiment zu unterwerfen, das auf den Erfahrungen unserer Gegenwart beruht.

Ein blinder Seher

Besuchte man den Dr. jur. und Dr. phil. Wilhelm Ahlmann in seiner Berliner Wohnung ohne Wissen um seine Blindheit, so mochte man ihm diese kaum glauben.

Geträumte Siege

In Hermann Kasacks „Stadt hinter dem Strom“ gibt es ein Lager für die gefallenen Soldaten. Da sitzen die Helden aus den abendländischen Kriegen und erzählen sich ihre Geschichten.

Das Schicksal aufbewahren

Es ist Nacht. Das breite Fenster des Arbeitszimmers gibt den Blick auf ein riesiges Lichtermeer frei. Man glaubt sich südlich der Alpen, denkt an Genua, träumt sich die offene Bucht, das Meer dazu, aber es ist eher ein zusammengerücktes Rom.