: Hisbollah

Hoffen auf die Vergangenheit

Die Explosion, die am 7. Juli 1994 das Rivoli-Haus an der Place de Martyr in die Luft jagte, sollte dem Wiederaufbau gelten.

Deutsche Finnen machen, in Teheran gute Geschäfte. Dem Iranischen Geheimdienst stehen in Bonn alle Türen offen. Obwohl die Ayatollahs Hunderte von Oppositionellen foltern und töten,gedeihen die deutsch-iranischen Beziehungen. Geht Gewinn, vor Menschenrecht?: Handel mit den Henkern

Natürlich geht das Leben weiter. Und sei es im Konjunktiv. Hätte Shoreh Baddi in den Tagen vor jenem 17. September 1992 nur beschwörender auf ihren Mann Nun Dehkurdi eingeredet, das Treffen im Berliner Lokal "Mykonos" wäre geplatzt.

Rechenschaft

Der Leiter des jüdischen Dokumentationszentrums für Naziverbrechen, Simon Wiesenthal, hat in einem bewegenden J’accuse die westliche Welt aufgerufen, die Not der verzweifelten 300 000 in Sarajevo eingeschlossenen, Hungers sterbenden Menschen zur Kenntnis zu nehmen.

Israel setzt auf Härte gegen die Hisbollah-Rebellen: Auge um Auge

Es ist absurd. Am Grünen Tisch von Washington kommen die Widersacher in Nahost einander näher. Den Regierenden in Israel und in Syrien, im Libanon, in Jordanien und in der PLO erscheint der Friede endlich als der beste Ausweg aus dem jahrzehntealten Zwist.

Salman Rushdie: Vier Jahre – und ich lebe noch

Weil ich am 14. Februar 1989, als ich die Nachricht aus Teheran hörte, sofort dachte: Ich bin ein toter Mann. Ich mußte an ein Gedicht eines Freundes denken, des amerikanischen Dichters Raymond Carver.

Der Zedernstaat zwischen Krieg und Frieden: Warten auf die Wiedergeburt

Der Mann ist konzentriert. Ruhig liegt die Waffe in seiner Hand. Nun drückt er ab. Getroffen. – Diese Bilder vom Biathlon-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen von Albertville flimmern auf dem Fernsehschirm im Büro von Rafic Chélala, dem Chef der libanesischen Nachrichtenagentur.

Weltbühne: Die zweite Erpressung

UN-Generalsekretär Peréz de Cuéllar hegt Zuversicht, der Chef des syrischen Geheimdienstes im Libanon verspricht Gewißheit: "Die Frage ist nicht mehr, ob die Geiseln freigelassen werden, sondern wann sie freigelassen werden.

Ein Volk will endlich leben

Monsieur Nicolas ist der beste Führer von Baalbek. Er ist auch der einzige. Nur noch ganz selten hat der alte Mann im eleganten, aber abgetragenen Anzug Gelegenheit, Fremde durch die Ruinen der römischen Tempel zu geleiten.

Kampf um Beirut: Krieg den Kirchen und Minaretten

Beirut liegt im Koma. Die "Stadt ohne Hoffnung" brennt. "Nächte des Wahnsinns und des Todes", nannte eine christliche Radiostation die endlosen Artillerie-Duelle, in denen Schulen, Hospitäler, Wohnungen und Geschäfte in Flammen aufgehen.

Geiseldrama in Nahost: "Die Sache wird lange dauern"

Als das israelische Kabinett am Sonntag nach Beratungen über den Stand der Geiselaffäre auseinanderging, war den Teilnehmern klar, daß die Lösung des Problems Wochen, Monate oder gar ein Jahr in Anspruch nehmen kann.

Worte der Woche

"Da das verbrecherische Amerika und der zionistische Feind unseren Beschluß, den US-Spion Higgins hinzurichten, nicht ernst nahmen und da Scheich Abdul Karim Obeid und seine beiden Brüder nicht zum festgesetzten Termin freigelassen wurden, fand die Hinrichtung des Spions Higgins durch Erhängen genau um 15.

Zahn um Zahn

Der Galgentod des US-Obersten William Higgins in Beirut löst Grauen und Empörung aus. Nirgends in der zivilisierten Welt kann solch feiger Geiselmord auf Verständnis hoffen.

Weltbühne: Schulen des Todes

Der "Hinrichtungsbefehl" steht fest, der Tag seiner Vollstreckung ist noch ungewiß. Die Extremistenorganisation Hisbollah, eine libanesische Terrorfiliale des iranischen Revolutionsführers Chomeini, läßt keinen Zweifel daran, daß sie des Ajatollahs Mordauftrag ausführen und den anglo-indischen Schriftsteller Salman Rushdie für seine "Satanischen Verse" bestrafen wird.