: Horst Krüger

Mit der Nase um die Welt

Die Letzten ihrer Art (5): Seine Liebe gehört dem Rohkaffee: Horst Krüger ist Quartiersmann in der Hamburger Speicherstadt- seit fünfzig Jahren

Fern und doch daheim

Kreuzfahrer haben es gern bequem und begnügen sich mit Tagesausflügen in die fremden Länder

Gottes Segen lag nicht darüber

Kein Mensch in Westeuropa, vermute ich, kennt dieses Nest. Das schönste Dorf des deutschen Ostens, so will es mir scheinen. Ich will ihm ein kleines Denkmal setzen.

Was feiern wir am 23. Mai 1999?: Die Jubilitis greift um sich

Ein neuer Zug geht durch unsere Zeit. Ist er eine Mode, eine Marotte, eine Sucht unserer etwas sinnentleerten späten achtziger Jahre? Sollte es sich um eine Erkrankung des Zeitgeistes handeln, so würde ich sein Zustandsbild "Jubilitis" nennen.

Erinnerung an Richard Huelsenbeck: Einmal Dada und zurück

Blauer Dunst allenthalben; die Luft kann man schneiden, der Lärm ist beträchtlich. In einer kleinen Kaschemme, vor einem Publikum aus Studenten, Künstlern und Bohemiens baut er sich auf, Monokel im Auge, um den Mund ein ironisches Zucken.

Meine lieben Tele-Götter

Indem ich darüber nachsinne, was es denn sein könne, wird mir bewußt, was für eine wunderliche und deutlich abartige Natur ich offenbar bin.

Wo liegt eigentlich Deutschland?

Mein Gott, was für ein schönes Land!" Heinz Ohff, Feuilletonchef des Berliner Tagesspiegel, ist im August 1983 auf den Spuren Eichendorffs in unser altes, verlorenes Schlesien gefahren, im Sommer, zur Erntezeit: "Lerchen steigen in den tiefblauen, wolkenlosen Schlesien Die Felder schimmern wie Gold.

Fernseh-Kritik: Sechs-Wochen-Karenz

Eigentlich sollte an dieser Stelle die Rezension des "Plädoyers für eine verrufene Stadt" stehen – Horst Krügers Verteidigung seiner Wahlheimat Frankfurt am Main.

DDR-Autoren in der Bundesrepublik: im Exil oder zu Hause?: Falsche Fremde

Ich bin ja gespannt, was euch diesmal einfallen wird, um mich am Lesen zu hindern", sagt Karl-Heinz Jakobs und setzt sich so unglücklich schräg neben das Mikrophon, daß man nur mit Mühe seiner "Theatergeschichte" folgen kann, in der ein Autor nicht den Weg auf die Bühne des Theaters findet, wo ein unsichtbares Publikum sein soeben uraufgeführtes Stück bejubelt.

Geschichtsschreibung: Mit der deutschen Seele vertraut

Bei seinen Gängen über den schönen Campus der Universität Stanford im kalifornischen Städtchen Palo Alto sprach Gordon Craig gelegentlich davon, daß er seiner "Deutschen Geschichte von 1866-1945" gern ein "Deutsches Alphabet" folgen lassen wolle: von "A" wie Adenauer bis "Z" wie Zeppelin, von "B" wie Bach bis "W" wie Richard Wagner und Wirtschaftswunder.

Er lebt, und wie!

Die Antwort nennt zwar auch Horst Krüger nicht auf seine Frage, aber sein Film, den István Bury mit ihm zusammen gemacht hat, gibt eine: "Der Kurfürstendamm", hört man da, "ist nicht tot, er lebt, und wie!" Daß er nun ganz anders lebt, als es der Glanz seiner Gründerjahre und vor allem der an diesem Platze Berlins wirklich "goldenen zwanziger Jahre" erhoffen ließ, gehört zum Thema dieses stimmungsvollen, ehrgeizigen, auch nicht eine Minute lang überflüssig wirkenden Films.

Landesgartenschau: Rote Zahlen

Fröhlich, heiter und unvergeßlich" sollten die 199 Tage Landesgartenschau Baden-Württemberg in die Geschichte der Stadt Baden-Baden eingehen.

Stille Fabeln

Am 26. Januar 1981 wurde Christoph Meckel der Bremer Literaturpreis der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung verliehen. Horst Krüger in seiner Laudatio über Meckel: "Er hat um vor Augen geführt, was Literatur auch heute noch vermag.