: Indira Gandhi

ZEITSPIEGEL

Teile von Fernsehfilmen westlicher Korrespondenten, die vor der Besetzung Ostpakistans durch westpakistanische Truppen aufgenommen, später aber von den Besatzern konfisziert worden waren, tauchten jetzt überraschend wieder auf – als Propagandafilm der Regierung in Islamabad, der ein friedliches Bild vom Leben im Ostteil des Landes vermitteln soll.

Gewehr bei Fuß

Ein neuer Krieg zwischen Indien und Pakistan, wie er von den Propagandisten beider Seiten an die Wand gemalt wird, wäre ein sinnloses Unternehmen – so sinnlos wie der letzte Krieg vor sechs Jahren.

Dokumente der ZEIT

"Beide Seiten äußerten sich besorgt über die ernste Situation, die auf dem indischen Subkontinent infolge der jüngsten Ereignisse in Ostbengalen entstanden ist, und äußerten ihre Entschlossenheit, die Anstrengungen in Richtung auf eine Einhaltung des Friedens in diesem Gebiet fortzusetzen.

Indien-Pakistan: Heftige Vorwürfe

Die Spannungen zwischen Indien und Pakistan haben sich erneut verschärft. Nachdem sich beide Staaten wechselseitig der militärischen Grenzverletzung beschuldigt hatten, drohte die indische Ministerpräsidentin Indira Gandhi zu Wochenbeginn mit "einseitigen Maßnahmen", um das Flüchtlingsproblem zu lösen.

Pakistan klagt Indien an

Der ostpakistanische Bürgerkrieg droht eine neue Krise zwischen Indien und Pakistan heraufzubeschwören. Die pakistanische Zentralregierung war in den letzten acht Tagen Indien mehrfach vor, sich in die Kämpfe einzumischen, die „Insurgenten“ durch Waffen und Freiwillige zu unterstützen und im indischen Staat Westbengalen Truppen zu massieren.

Neue Spannungen um Ostpakistan

In den blutigen Konflikt in Ostpakistan hat sich das sowjetische Staatsoberhaupt Podgorny eingeschaltet. Er appellierte an den pakistanischen Präsidenten Yahya Khan, „unverzüglich Maßnahmen zu treffen, um das Blutvergießen und die Repressalien gegen die Bevölkerung von Ostpakistan zu beenden und zu Methoden einer friedlichen politischen Regelung überzugehen“.

Triumph einer Revolution

Niemand hatte Indira Gandhi und der Kongreß-Partei einen so gewaltigen Sieg vorausgesagt. Wenn man es jetzt hinterher bedenkt, hätte einen vielleicht schon der erstaunliche Ausgang der pakistanischen Wahl aufmerken lassen sollen.

Triumphaler Erfolg für Indira Gandhi

Einen unerwartet hohen Sieg errang die indische Ministerpräsidentin Indira Gandhi bei den Parlamentswahlen. Ihre Kongreßpartei erhielt mit 350 der 518 Sitze die Zweidrittelmehrheit; stärkste Opposionspartei wurden die (nach Peking orientierten) Marxisten mit 22 Mandaten.

Kein Rivale für die Präsidentin

Als Indien vor knapp 24 Jahren aus dem britischen Empire entlassen wurde, verabschiedete sich ein hoher Kolonialbeamter von Freunden in Delhi mit den Worten: "Sollte es.

Atempause in Kalkutta

Bengalen 1970 erinnert einen Deutschen der jüngeren Generation an das, was er über die letzten Jahre der Weimarer Republik gehört hat.

Kraftprobe mit den Konservativen

Der Tag, an dem Indira Gandhi endgültig aufhörte, "nur" die Tochter Nehrus zu sein, läßt sich jetzt genau fixieren. Es war der 16.

Indira Gandhi triumphierte

In einen persönlichen Triumph verwandelte Indiens Ministerpräsidentin Indira Gandhi die bisher schwerste Bewährungsprobe, die sie seit ihrem Amtsantritt im Januar 1966 zu bestehen hatte.

Kluft im Kongreß

Nur zwei Monate dauerte der Burgfrieden in der indischen Regierungspartei. Der kurze Waffenstillstand, der nach der Wahl des Staatspräsidenten Vankata Giri vereinbart worden war, brach am vergangenen Wochenende in der Führung der Kongreßpartei wieder offen aus: Zwischen dem progressiven Parlamentarierflügel um Ministerpräsident Frau Indira Gandhi und dem orthodoxen Flügel um Parteichef Siddhavanalli Nijalingappa scheint keine Einigung mehr möglich.

Wieder auf Nehrus Kurs

Die Krise im Kongreß ist gelöst." Wie aus heiterem Himmel kam am Montag diese Kunde, nach Wochen schärfster Auseinandersetzungen zwischen Ministerpräsidentin Indira Gandhi und den im "Syndikat" vereinten mächtigen Führern des rechten Flügels ihrer Pirtei.

Krise im Kongreß

Indien wählte am vorigen Wochenende einen neuen Staatspräsidenten. Die 4000 Wahlmänner des Bundes- und der Länderparlamente traten am vergangenen Samstag in Neu-Delhi und in den Hauptstädten der 17 Unionsstaaten zusammen, um den Nachfolger des am 3.

Machtkampf in Delhi

Indien, zuweilen als die "größte Demokratie der Erde" bezeichnet, hat dramatische Tage hinter sich. Am 13. Juli nominierte die Delegiertenversammlung der Kongreßpartei entgegen dem Vorschlag der Ministerpräsidentin Indira Gandhi den bisherigen Parlamentspräsidenten Gandhi Reddy, einen Mann des rechten Parteiflügels, zum Präsidentschaftskandidaten.

Absage an den Kongreß

Frau Indira Gandhi, der indische Premierminister, hat das bislang von ihr mitverwaltete Außenministerium an den Handelsminister Dänisch Singh abgegeben – so als wolle sie sich künftig ganz den inneren Problemen ihres Landes widmen.

Namen der Woche

Marcello Caetano (62), Dekan der juristischen Fakultät in Lissabon, soll bereits zum Nachfolger des portugiesischen Ministerpräsidenten Salazar designiert worden sein, dessen Zustand weiter als kritisch gilt.

Die falschen Götter Indiens

Der Hochofen ist Herzstück der ersten Erweiterung des in der indischen Ostprovinz Orissa mit deutscher technischer und finanzieller Hilfe erbauten modernsten Stahlwerks Südostasiens.

Ein Minister lebt gefährlich

Geweihe mittlerer Güte säumen den Kasernenkorridor, der zu Hermann Höcherls Amtszimmer führt. Im Hause eines Mannes, von dem auf den Bonner Hintertreppen gemunkelt wird, er stehe auf der Abschußliste, mußte die Kalauer-Frage unterdrückt werden, wer aus der Dynastie der Landwirtschaftsminister, von Niklas über Lübke bis Höcherl, diese Böcke geschossen habe.

Reden machen keinen satt

Reden ist billiger als helfen. Es ist auch einfacher als eine zielstrebige Politik. Wie schwierig es ist, sich über die Notwendigkeit politischer Maßnahmen zu verständigen, wenn es keine klaren Zielvorstellungen gibt, zeigt sich wieder einmal in diesen Tagen in Neu-Delhi.

Keine Antwort in Delhi

Was den Armen nicht freiwillig gegeben wird, könnten sie sich eines Tages mit Gewalt holen. Mit dieser düsteren Mahnung eröffnete Ministerpräsident Indira Gandhi die zweite Welthandelskonferenz der UNO in Neu-Delhi.

Kanzlerreise nach Asien: Station Indien

Mit Nehrus Tochter Indira Gandhi lenkt derzeit eine Politikerin die Geschicke der Nation, deren wichtigste Qualifikation die enge Vertrautheit mit dem politischen Geschehen der letzten drei Jahrzehnte ist.

Von ZEIT zu ZEIT

Trotz zunehmenden Popularitätsverlustes bekannte sich der amerikanische Präsident Lyndon B. Johnson zu einer Fortsetzung seines innen- und außenpolitischen Kurses.

Vorherige Seite