© Ben Knabe/ZDF

Jan Böhmermann: Was darf Satire?

  • Wegen eines satirischen Gedichts wurde der Moderator Jan Böhmermann im April 2016 vom türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan verklagt. Die Staatsanwaltschaft Mainz ermittelte wegen Beleidigung. Im Oktober 2016 schloss sie das Verfahren ab. Böhmermann konnten keine strafbaren Handlungen nachgewiesen werden.
  • Der umstrittene Paragraf 103 StGB wurde aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Seit dem 1. Januar 2018 ist die Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes in Deutschland nicht mehr strafbar.
  • In einem zweiten, zivilrechtlichen Verfahren entschied das Landgericht Hamburg im Februar 2017 gegen Böhmermann. Nach diesem Urteil darf er große Teile seines Gedichts weiterhin nicht öffentlich wiederholen. Kläger war auch hier Erdoğan, diesmal als Privatperson.
  • Sowohl Böhmermann als auch Erdoğan legten Berufung gegen dieses Urteil ein. Das Oberlandesgericht Hamburg wies Böhmermanns Berufung am 15. Mai 2018 ab. Damit bleiben wesentliche Teile seines Gedichts verboten. Böhmermann wollte erreichen, dass das gesamte Gedicht wiederholt werden darf, der türkische Präsident fordert ein komplettes Verbot.
  • 2017 erhielt Böhmermann den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Unterhaltung Late Night.

William Cohn: Küss die Hand

© Nikita Teryoshin für DIE ZEIT

Als Ansager bei Böhmermann wurde William Cohn zur Kultfigur: mit bunten Pullis und fiesen Sprüchen. Dann hat er ein Buch über gutes Benehmen geschrieben.

Geschichten: Das war erst der Anfang

Der Filmstar im Unterhemd, die Beichte eines IS-Heimkehrers und der Hintern von Böhmermann: Das sind die Geschichten hinter den Geschichten aus zehn Jahren ZEITmagazin.

Blog Teilchen

Jan Böhmermann: Von Marionetten und Reichsbürgern

©Screenshot/YouTube/NeoMagazinRoyale

Jan Böhmermann parodiert Xavier Naidoo, dem eine Nähe zu Reichsbürgern vorgeworfen wird. Der Satiriker präsentiert das neue Fake-Album der "Hurensöhne Mannheims".

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