: Joachim Kaiser

Joachim Kaiser: Der Häuptling

Joachim Kaiser war der Musikpapst der Nachkriegsrepublik, einer der ganz großen deutschen Feuilletonisten. Leidenschaftlich und konservativ. Ein Nachruf

Musikkritiker: Joachim Kaiser ist tot

Der langjährige Feuilletonchef der "Süddeutschen Zeitung" war einer der einflussreichsten Musikkritiker Deutschlands. Joachim Kaiser starb im Alter von 88 Jahren.

Wunderkind: Alma spielt

Sie ist zehn, schreibt Opern und tritt mit Orchestern in der ganzen Welt auf. Sie geht nicht zur Schule, liest aber Bücher über Newton. Darf Alma auch noch Kind sein?

© dpa

Justus Frantz: "Ich war kein Popstar"

Der Pianist Justus Frantz, gerade 70 Jahre alt geworden, mag die Elbphilharmonie nicht, sagt, was er von Marketing in der Klassik hält – und verteidigt Wladimir Putin.

Das Letzte

Bei 14 Grad Celsius und Sprühregen

Funk für Anspruchsvolle

Etwa eine halbe Million Menschen in der Bundesrepublik und der Schweiz hat am vorigen Freitag die Fernsehfassung von Carl Zuckmayers neuem Drama „Das kalte Licht“ gesehen – ein-Vielfaches der Gesamtzuschauerzahl in allen Theatern, die jetzt das Werk spielen, und wieder ein Hinweis auf die Breitenwirkung und die dadurch bedingte empfindliche Verantwortung des Fernsehens.

Gruppe 47 in Princeton

Auf den ersten Blick sieht es absurd genug aus, und auf den zweiten auch noch: daß deutsche Schriftsteller, um sich gegenseitig neue Arbeiten vorzulesen, einen Ozean überqueren, daß sie Orkane durchstehen, daß sie – eine irritierende teutonische Invasion – einen amerikanischen Universitätscampus aus vornehmer Ruhe aufstören, daß an einer amerikanischen Autostraße (US 1) vor einem Motel („your host from coast to coast“) ein nachts erleuchtetes Reklameschild verkündet: WELCOME GRUPPE 47.

Bansin als geistige Lebensform

Aus dem Schriftsteller Hans Werner Richter nur einen zu machen, der jene Postkarten schrieb, mit denen man zu den Tagungen der Gruppe 47 eingeladen wurde: das möchte – und das hat – so manch einem gefallen.

Zeitmosaik

Normale Autoren veröffentlichen normale Bücher und freuen sich, samt ihren Verlagen, wenn möglichst bald möglichst sinnvolle, eingängige Reaktionen und Rezensionen herauskommen.

J.M-M.: Der Verriß

Die Kompetenz von Joachim Kaiser, dem prominenten Redaktionsmitglied der Süddeutschen Zeitung, kann nicht angezweifelt werden.

„Wer Peter Steins ‚Tasso‘-Inszenierung heute sieht, dem geht auf: 1968, das war die Jugend der Bundesrepublik. Man kann die Jugend fürchten, auch hassen: aber hätte dieses Land nicht seine Jugend, und noch so spät, nachgeholt – es wäre ein wüstes Land.“: Der schöne Haß

Goethe, zu dessen vorherrschenden Tugenden Dankbarkeit nicht gehörte, zeigte sich, so Eckermann, „sehr gut und liebevoll“, als ein junger, verblüffend junger Mann die „Fähigkeit“ bewies, „sogar das zu sehen, was ich nicht ausgesprochen und was sozusagen nur zwischen den Zeilen zu lesen war.

Vorsicht Schußwaffen!

I Hamburg, 5. März 1983: Gegen zwei Uhr morgens beobachtet ein Zivilfahnder der Hamburger Polizei, wie der 18jährige Alf Heins und dessen Freund Christian auf einem Parkplatz im Stadtteil Lurup mit einer Taschenlampe in fremde Autos hineinleuchten.

Wie einer Schriftsteller wurde

Schicksal, Zufall oder Modell? Der Weg eines unbekannten Dorfschullehrers zum Autor von acht Büchern mit einer Gesamtauflage von 200 000 Exemplaren

Ich bin ein mutiger Mensch

Ich würde unser Gespräch gern mit einem Kapitel Theatergeschichte beginnen. Damit meine ich nicht die Histörchen der letzten Wochen: also – was hat Herr Klose Herrn Gobert versprochen und was nicht.