: Joseph Goebbels

Ein makabres Zeitbild

Ob es wirklich ernst gemeint ist, wenn heute zuweilen ein Zeitgenosse äußert, man brauche „einen Goebbels“, um den Massen in unserem Volke die Notwendigkeiten und den Sinn der politischen Entscheidungen verständlich zu machen? Wer die sogenannte Volksaufklärung jener Jahre des Hitler-Regimes so wertet, der hat nicht begriffen, was damals geschah.

Rot war nicht gleich Braun

Politische Gewalttätigkeit war während der gesamten Dauer der Weimarer Republik an der Tagesordnung. In den letzten Jahren der Republik erreichte sie allerdings ihren Höhepunkt.

Die Mördergrube

Früher, das heißt vor langer, langer, langer Zeit, stiegen die Besucher Berlins am Potsdamer Platz aus ihren bunten Berolina-Bussen um auf ein hohes Aussichtsgerüst und schauten über die Mauer nach drüben.

Der ganze Goebbels

Eine Woche bevor sich die Berliner Mauer öffnete, kam die Freie Universität Berlin mit einer für die Wissenschaft sensationellen Ankündigung heraus: Ihr Institut für Kommunikationsgeschichte und angewandte Kulturwissenschaften sei in der Lage, die Lücken in den Tagebüchern des Nazi-Propagandaministers Joseph Goebbels zu füllen.

Fernseh-Vorschau: Filmgeschichte

ARD, Sonntag, 4. November, 17.45 Uhr: „Laterne Teutonica – Fußnoten zur Geschichte des deutschen Tonfilms“ von Roman Brodmann – erste Folge einer siebenteiligen Serie, die im Abstand von 14 Tagen zu sehen sein wird.

Bonns jüngster Staatssekretär

Im Garten des Einfamilienhauses Grüner Weg26 zu Bad Godesberg steht ein Kaninchenstall; hinter dem Maschengitter mümmelt ein silbergrauer Chinchilla bedächtig vor sich hin.

Das Einmaleins der Propaganda

Seit Joseph Goebbels von der Berliner Wilhelmstraße aus über Presse und Rundfunk herrschte, seit seine Stimme über die „Goebbels-Schnauzen“ bis in die letzte Hütte Großdeutschlands drang, seitdem sind wir empfindlich geworden gegen Propaganda und horchen mißtrauisch auf, wenn verdächtige Töne anklingen.

Der wildgewordene Stilpe

„Jede Pflichtgewohnheit ist gemein, also auch das Lügen, welche Kunst ich jetzt gewerbsmäßig und, wie ich mir sagen darf, nicht ohne Begabung, aber ich will ja hier ehrlich sein: also mit ungewöhnlichem Talent betreibe.

Die Worte des Kanzlers

Heute von entarteter Kunst zu sprechen, Herr Erhard, heißt allen, die während der Nazizeit litten, abermals ins Gesicht zu schlagen.

Der Ruin der Kultur

die Rede, dem doch bei genauerem Zusehen einer der vorderen Plätze in der Rangliste der neuerschienenen Literatur über den Nationalsozialismus zugesprochen werden muß.

Fernseh-Kritik: Man mopst und duckt sich

Die Kolonnen marschierten, und die weißgekleideten Angehörigen der oberen Stände tanzten im Leinwandmärchen: Adolf Hitler und die Blume von Hawaii Korporierte Jungmannen, die studentische Herren-Elite, hielten Wache, während die braunen Burschen Bücher ins Feuer warfen: Sigmund Freud neben Ernst Glaeser – Hauptsache, es brannte! Joseph Goebbels begann seine Ansprache mit dem Wort: „Kommilitonen“; Hitler kündete die Vernichtung der Gegner an; Joseph Schmidt, der lyrische Tenor, durfte, wenngleich Jude, die Premiere seines Films „Ein Lied geht um die Welt“ miterleben.

Berliner Sportpalast: Das Tollhaus der Nation

Benny Goodman, auch nicht mehr der Jüngste, wird mit seiner Band auftreten; und dann ist Schluß. Das Jazzkonzert wird die letzte große Veranstaltung im Berliner Sportpalast sein.

"Adolf Hitler, ich liebe Dich"

Bei Bermann-Fischer in Stockholm erschien 1939 in der Schriftenreihe "Ausblicke" ein Essay des nach Cambridge, Mass. emigrierten Österreichers Erich Voegelin mit dem Titel "Die politischen Religionen".

Verteidigungslügen

Gründe, sich mit dem deutsch-sowjetischen Krieg auseinanderzusetzen, gibt es zur Zeit jede Menge. Erstens ist da die Reformpolitik Gorbatschows, die altes Feindbilddenken brüchig werden läßt und zu der Frage führt, ob die bisherige Einschätzung der Sowjetunion wirklich der Realität entspricht.

Vom Ballast befreit

In Bonn bleibt alles beim alten – zufrieden registrieren es die einen, zähneknirschend finden sich die anderen damit ab. Die Regierung bleibt: Das ist das innenpolitische Ergebnis der Landtagswahlen in Hessen und Bayern.

Als Hitler den Massenmord prophezeite

Am 30. Januar 1939 wurden die europäischen Juden, zwei Drittel aller Juden der Welt, zu Geiseln erklärt. In der traditionellen Rede zum Tag seiner Machtergreifung drohte Adolf Hitler dem europäischen Judentum die Ausrottung an, falls der europäische Krieg, den er zur Neuordnung des Kontinents zu führen gedachte, zu einem Weltkrieg erweitert würde.

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