: Joseph Haydn

Simon Rattle: Der Januskopf

Nach 16 Jahren verlässt Simon Rattle die Berliner Philharmoniker. Was wird von ihm bleiben?

Franz Koglmann: Kein Freund des Lauten

Franz Koglmann ist als Musiker nie stehengeblieben: Erst Klassik, Konservatorium, dann Free Jazz. Der wirtschaftliche Erfolg war stets zweitrangig.

M U S I K : Die Ideen spielen Orchester

Zu ihrer Zeit waren alle drei Außenseiter: Joseph Haydn buchstäblich, denn er arbeitete hinter den sieben Bergen auf Esterháza, bevor er in London weltberühmt wurde. Mozart glänzte als Wunderkind, schrieb sich aber allzubald ins Abseits anspruchsvoller Musik. Und Beethoven, der respektlose, taube Einzelgänger, wurde in Wien gleich gar nicht öffentlich gespielt. Heute bilden sie das Zentrum abendländischer Musik, das "klassische" Dreigestirn. - Drei biografische Studien zur Klassik

Götter des Stadions

Die ungarische Aufschrift: Athletikai Europa Bajnokság, darüber die stilisierte Figur eines Hammerwerfers in Franz-Marc-Blau auf schwarzem Grund mit einem Wurfkreis in den rot-weiß-grünen Landesfarben – das war das Plakat der achten Leichtathletik-Europameisterschaften, die vom 30.

DIE NEUE SCHALLPLATTE

Sechs Stücke zwischen drei und zwölf Minuten lange Inventionen, Toccaten, Fugen, Variationen, stilistisch zwischen Max Reger, Marcel Dupré und Nepomuk David, also spätromantisch mit leichten harmonischen Extravaganzen.

Funk für Anspruchsvolle

Das „Dritte Programm“ ist kein deutsches Monopol. Auch London, Paris und Rom haben „Dritte Programme“. Diese Einrichtung, die man eine lautlose Revolte gegen allzu große Anspruchslosigkeit nennen könnte, setzt sich mehr und mehr auch in den deutschen Rundfunkanstalten durch.

Funk für Anspruchsvolle: Rowohltiaden...

Ein Mann, der mit der Literatur, von der Literatur und für die Literatur lebt, ein röhrender Riese, einer, der seit je einen Riecher für Manuskripte und eine Faible für trinkfeste Autoren hat: das ist Ernst Rowohlt, der Verleger, dem auch seine Feinde jenes Prädikat nicht absprechen werden, das knapp lautet: „starke Persönlichkeit“.

Funk für Anspruchsvolle

Der Fernsehfunk feiert die Sommerferien durch Wiederholungen. Am Donnerstag, 20.45 Uhr, kann man noch einmal Joseph Haydns Operneinakter „Der Apotheker“, am Sonnabend, 20.

Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

In dieser unkomplizierten, hier lächelnden, dort melancholischen, manchmal auch grotesken Musik des bedeutendsten englischen Barock-Komponisten dominiert eine überragende Sängerin in einem hervorragenden Ensemble: Janer Baker, die mit ihrer großen, in allen Lagen wohlausgewogenen Stimme der Gestalt der Dido eine tragisch-erhabene Würde gibt.

Neue Schallplatten:: Import großer Künstler

Die Bereicherung des deutschen Repertoires durch ausländische Marken nimmt ihren Fortgang: Neben der Prager Supraphon Gesellschaft, über die wir bereits berichtet haben, wird jetzt auch die amerikanische Firma Westminster bei uns heimisch.

LITERARISCHE ZEIT: Bach und Haydn

Noch einmal gibt es eine späte Ausstrahlung des Bach-Gedenkjahres 1950 in Gestalt eines literarischen Nachzüglers. Aber nicht immer ist das Recht zu so verzögertem Einsatz in den Chorus der Festredner so einleuchtend wie im Fall des Buches von Fred Hamel, „Johann Sebastian Bach.

Wer nicht zum Bund geht...

Noch immer sind die „Zivis“ die billigsten und willigsten Arbeitskräfte. Mit ihren Problemen läßt man sie allein.

Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

Joseph Haydn: „Die Schöpfung“; Janowitz, Ludwig, Wunderlich, Krenn, Fischer-Dieskau, Berry, Wiener Singverein, Berliner Philharmoniker, Leitung: Herbert von Karajan; Deutsche Grammophon Gesellschaft 643 515/16, 38,– DM (Subskriptionspreis bis 30.

Schallplatten

Nachdenkliche Hörer fordert Nikolaus Harnoncourt am meisten heraus, auch bei diesem brillanten Live-Mitschnitt aus dem Wiener Konzerthaus (vom vergangenen Frühjahr), in dem er freilich das eigentliche Überraschungsmoment bis zum Ende des Werkes aufspart: Wohl im Bewußtsein, daß der vom Komponisten in der noch ungetrübten Naturbetrachtung des 18.

Musik aus der Bibliothek: Neue Stücke von Haydn, Beethoven, Fanny Hensel: Bekannt, aber verschollen

Man hätte eine Stecknadel fallen hören – so still war es in der mit viel Prominenz besetzten Bonner Beethovenhalle, als der Pianist David Levine eine bislang verschollene Komposition des jungen Beethoven, das rokokohaft graziöse „Andante per il clavicembalo“ uraufführte: fünfunddreißig Takte (nicht nur fünfundzwanzig – wie das Programmheft mitteilte) aus der Bonner Zeit.

Schallplatten

Nackte Überlebensangst hatte den 1770 in Prag geborenen Antonin Rejcha (so die tschechische Schreibweise) als Halbwaisen nach Schwaben verschlagen.