: Joseph von Westphalen

Überschaubare Illusionen

Richard David Precht und Bernd Cailloux werfen einen erhellenden Blick auf die 68er-Zeit

Du intrigantes Schwein!

Auch politisch ist das Schwein ein Nutztier. Eine deutsche Geschichte der Beschimpfung, der Ausgrenzung und der Pöbelei

Luxusartikel Zeit

Der Tempowahn macht die Langsamkeit begehrenswert. Viele Menschen haben es satt, miteinander um die Wette zu leben und zu konsumieren

Für 69 Mark

Die erotischen Jazz-Tipps des Joseph von Westphalen

sprachlupe: Harry schälte eine Mandarine

Kaum schreib’ ich eine Glosse über das "Wir", wimmeln direkt danach Wir-Sätze besonders stur durch den Blätterwald. Und kaum gucken innerhalb meiner Zitatcollage "Walter sah auf die Uhr" alle erreichbaren Romanfiguren auf die Uhr, erblicke ich in "Kevin – allein zu Haus" von Todd Strasser den Satz: "Harry schaute auf die Uhr.

Zeit zum Hören

Der Traum bleibt: Radiosendungen, Musikzusammenstellungen, die man bedenkenlos auf Kassetten aufnehmen könnte, in eben dieser Reihenfolge, ohne störende Zwischenkommentare, zusammengestellt von Leuten, deren Geschmack man vertrauen kann – von Alan Bangs über Joseph von Westphalen bis Greil Marcus.

Richard Ellmanns Biographie über Oscar Wilde: mehr als ein Plädoyer für den großen Dandy: Erfolg ist vulgär

Was hat Oscar Wilde mit der neuen Vergangenheitsbewältigung zu tun? Keine Wortmeldung? Er hat. Angenommen, Richards Ellmanns voluminöse Biographie des Dichter-Dandys wäre schon vor 20, 25 Jahren erschienen (in der Zeit begann Ellmann mit den Recherchen) – das Anderthalb-Kilo-Buch hätte vermutlich eher Kopfschütteln erzeugt als das Wohlwollen, das ihm jetzt entgegenschlägt.

Weltverachtung, pauschal

Joseph von Westphalens radikale Verdrossenheit und sein Roman "Im diplomatischen Dienst"

Zeitmosaik

Der ständige Bedarf nach etwas ganz Neuem und gleichzeitig Erlosendem (das die Jagd nach dem Neuen beendete) bestimmt die hiesige Kulturszene seit mindestens zwei Jahrzehnten.

Da lachen ja die Elche

Der deutsche, linksliberale Intellektuelle hat den Humor für sich entdeckt. Etwas Schlimmeres konnte ihm nicht zustoßen, dem Humor.

Wir sind nah

Das Land der Deutschen mit der Seele suchen: Eindrücke von der DDR auf der Leipziger Buchmesse