: Karl Schiller

Willy Brandts dreifache Bürde

Mit der Höflichkeit der König; hält sich der erste Mann der SPD an Zeit und Ort der Verabredung. Er bittet den Gast nur um eine Minute Geduld – für ein dringendes Telephongespräch.

Zu neuen Ufern...

Es ist beinahe schon beängstigend. Nach der grundsätzlichen Übereinstimmung in der Außenpolitik hat sich zwischen den Regierungsparteien und der SPD jetzt auch auf dem Felde der Innenpolitik eine weitgehende Annäherung der Standpunkte vollzogen, bis hin zur Wirtschaftspolitik.

Wirtschaftspolitische Perspektiven

Wirtschaftliches Wachstum ist keineswegs ein selbstverständlicher, von allen vorbehaltlos anerkannter Wert. Etwa eine weitere fünfprozentige Zunahme unseres Sozialprodukts von Jahr zu Jahr, was nach der Zinseszinsrechnung in 15 Jahren eine Verdoppelung, in 29 Jahren eine Vervierfachung unserer gesellschaftlichen Leistungsergebnisses bedeuten würde, das ist eine Perspektive, die nicht überall von vornherein als verlockend angesehen wird.

Nach Kuba: Was nun?

Antworten und Argumente auf dem dritten Kongreß der Atlantikbrücke in Berlin

Berlin: Schönheit gilt noch etwas

125 Jahre Berliner Konfektion – das umgreift den Lebenslauf dieser Stadt von der provinziellen Residenz zur Reichshauptstadt, zur Metropole der "goldenen zwanziger Jahre" bis hin zu den heutigen Tagen, da Berlin ein Platz der Entscheidung und Bewährung für die Freiheit der ganzen westlichen Welt geworden ist.

Der erfahrene Neuling

Leute, die ein Amt haben, kommen häufig in die Lage, daß man Reden von ihnen verlangt. Wenn sie dabei starke Worte benutzen – Worte etwa, wie sie zu Beginn dieser Woche der Berliner Wirtschaftssenator in seinem Bericht über die Lage der Berliner Wirtschaft und die Maßnahmen zu ihrer Weiterentwicklung gebrauchte – dann sieht man hier und dort wohl zuweilen ein leises Abwinken und hört die Bemerkung: "Ja, bei dem Amt muß er ja wohl so reden.

Aufschwung mit neuer politischer Handschrift

Ein Besuch in den USA anläßlich des Washingtoner Gesprächs der Atlantik-Brücke veranlaßte den Hamburger Ordinarius für Volkswirtschaftslehre, dem amerikanischen "Young Deal" in seiner wirtschaftspolitischen Aktivität etwas nachzuspüren.

Fr. Schiller, verzogen

Schiller muß weichen, weil Heuss nach Hamburg kommt" – so hört man es gegenwärtig in der Stadt raunen, und die Leute setzen dabei ein verschmitztes Lächeln auf und denken an einen Vorgang, der Schilda eher anstünde als der Freien und Hansestadt zwischen Elbe und Alster.

Hamburg: US-Bienenhaus am Rothenbaum

Zuweilen fährt man mit der Eisenbahn durch kleine Landstädte, sieht an der Strecke Fassaden, die aus vielen verschiedenfarbigen Quadraten bestehen.

KARL SCHILLER:: Mehr akademische Freiheit!

Wo unsere Wissenschaft und Forschung heute steht und vor allein, wie man sie aus ihrer augenfälligen Notlage herausführen kann – das ist eines der wichtigsten Themen unserer gegenwärtigen öffentlichen Diskussion.

Zuviel Staat?

Seitdem der Staat sich immer mehr aus dem "Nachtwächter" der Bürger in ihren Vormund zu verwandeln droht, ist die Frage, ob man der Staatsgewalt Grenzen setzen könne, zu einem der Grundprobleme der freiheitlichen Welt geworden, Es gehört Courage dazu, ein solches Thema zum Gegenstand der Diskussion zu machen.

Der Boom und seine Bändigung

Die Aufgabe eines stetigen wirtschaftlichen Wachstums bei Vollbeschäftigung und stabilen Preisen ist heute noch lösbar

Bavaria – Hammonia

Ein "Hamburg-Tag" im Rahmen der Deutschen Verkehrsausstellung München bot die treffliche Gelegenheit, die geschichtlichen, wirtschaftlichen und menschlichen Beziehungen zwischen der Freien und Hansestadt und dem Land Bayern zu würdigen und zu vertiefen.

Devisenbringer

Die industrielle Bedeutung der Freien und Hansestadt Hamburg steht in der Welt – und leider oftmals auch in Deutschland – im Schatten des Ruhms, den Hamburg als Hafen und Handelsplatz genießt.

Marktwirtschaft von links

Werden wir nun klüger werden? Die SPD wird ihrem Parteitag in Dortmund ihr wirtschaftspolitisches "Aktionsprogramm" vorlegen, das vor Wochen im Entwurf veröffentlicht worden ist.

INLAND

Westdeutschlands Treibstoff verbrauch betrug 1951, nach Mitteilungen des Mineralölwirtschafts Verbandes e. V., Hamburg, rund 3 Mill.

Das Tor zur Welt

Viele Beobachter sagten Hamburgs Wirtschaft mit dem Ende der trügerischen Schein-Vollbeschäftigung eine ungünstige Entwicklung nach der Währungsreform voraus.

Hamburgs Fischwirtschaft

Die deutsche Fischwirtschaft hat in den letzten Monaten infolge des ungünstigen Zusammentreffens hoher Frischfisch-Importe mit starken Eigenanlandungen eine schwere Krise durchgemacht, die auch jetzt noch nicht als überwunden gelten kann.

Hie Erhard – hie Schiller

Die Rede, mit der Prof. Erhard, Semlers Nachfolger in der Leitung der Verwaltung für Wirtschaft, dieser Tage vor dem Frankfurter Parlament sein Programm entwickelt hat, brachte keinerlei Überraschung.