: Klaus Liesen

Treffen mit Aussicht

Noch vor Weihnachten wollen die Spitzen von General Motors und VW ihren Streit beilegen

Volkswagen: Im mittleren Management formiert sich Widerstand gegen den Konzernchef Ferdinand Piech: Aufstand der Feiglinge

Von Softies im Management hält Ferdinand Piëch wenig. "Ich bin sicherlich nicht der väterliche Typ, bei dem man sich ausweint", gestand der ehrgeizige und machtversessene Vorstandsvorsitzende des Volkswagen-Konzerns kürzlich und fügte an die Adresse seiner Führungscrew hinzu: "Manager, die das erwarten, entsprechen nicht meinen Maßstäben.

Volkswagen: Sind Piëch und López noch zu halten? Haben die Kontrolleure versagt? Ein ZEIT-Gespräch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Liesen: "Jeder Manager ist ersetzbar"

ZEIT: 1,6 Milliarden Mark Verlust im ersten Halbjahr, über 15 000 Arbeitsplätze weniger bis Jahresende, gewaltige Absatzeinbrüche, dazu ein angeschlagener Vorstandsvorsitzender und das wichtigste Vorstandsmitglied, der Kostenkiller José Ignacio López, unter dem Verdacht der Industriespionage – die Supermänner, die VW retten sollten, haben die größte Krise heraufbeschworen.

MANAGER UND MÄRKTE

Das Ende kam nicht unerwartet, aber plötzlich. Wie meistens bei solchen Anlässen erschien der Chef höchstpersönlich. In diesem Fall verkündete Peter Tamm, Vorstandsvorsitzender des in Berlin und Hamburg firmierenden Axel Springer Verlages (Bild, Welt, Hörzu), in der morgendlichen Redaktionskonferenz das Aus der jüngsten Kreation des Hauses, der Zeitungsillustrierten Ja.

Erdgas: Komplott mit den Bürgermeistern

Adolf Schmidt, der Vorsitzende der IG Bergbau und Energie, schwenkte die Photokopie eines Artikels aus der Frankfurter Neuen Presse in der Luft und forderte die "freiwillige Selbstbeschränkung derer, die heute Tausend-Mark-Scheine verteilen".

Energie: Eine Steuer auf Erdgas?

Die beiden Herren mögen sich offensichtlich. Jedenfalls sagt der Ruhrgas-Vorstandsvorsitzende Klaus Liesen über den Veba-Chef: "Sie wissen, daß ich Herrn von Bennigsen außerordentlich schätze, nicht nur als Person, sondern auch als Unternehmer.

Gas aus der UdSSR: Schadenfreude in Washington

Es ist schon rührend, wie sich unsere amerikanischen Freunde um uns sorgen. Zunächst einmal wollten sie verhindern, daß sich die Europäer und im besonderen die Bundesrepublik bei der Erdgasversorgung zu sehr an die Sowjetunion binden.

Manager und Märkte

Ein Konsortium aus sieben europäischen Gasgesellschaften hat mit der staatlichen norwegischen Öl- und Gasgesellschaft Statoil vereinbart, daß von 1986 an jährlich 3,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus der nördlichen Nordsee nach Westeuropa geliefert werden, davon 1,5 Milliarden Kubikmeter für die Bundesrepublik.

Ein Schuß nach hinten

Zwei von insgesamt 47 Kompressoren sind bei AEG-Kanis in Essen schon fertig – bis auf die Turbinenläufe, die ursprünglich vom US-Konzern General Electric zugeliefert werden sollen.

Ruhrgas: Falsche Elle

Klaus Liesen, der Vorstandsvorsitzende der Ruhrgas AG, scheut sich eigentlich nie, sein Unternehmen in ein gutes Licht zu setzen.

Energie-Vasall Bundesrepublik?

Sowjetisches Erdgas gegen deutsche Röhren: Bonn setzt auf russische Profit-Interessen und europäische Not-Reserven