: Klaus Naumann

BUCH IM GESPRÄCH: Sicherheitspolitischer Quickie

Klaus Naumann ist nicht nur Generalinspekteur und damit der führende Soldat der Bundeswehr, er ist auch einer ihrer führenden Köpfe, ein aufgeklärter Konservativer mit Sinn für Formen, zugleich ein politischer Macher mit dem Wunsch nach Wirkung.

Die Bundeswehr der Zukunft auf dem Reißbrett: Verteidigungsminister Rühe und die Koalition vermeiden die harten Fragen: Auf Sand gebaut

Der Verteidigungsminister wurde zurückgepfiffen und strotzt trotzdem vor Selbstvertrauen. Sein Weißbuch, Anfang April veröffentlicht, wurde als Hochglanzbroschüre abgetan, seine "Konzeptionelle Leitlinie", für Ende April angekündigt, wurde nicht verabschiedet, weil die Hauruckmethode des Ministers den Widerstand seiner Partei- und Koalitionspartner mobilisierte.

BUCH IM GESPRÄCH: Wird Berlin Weimar?

Eins steht jetzt fest: Bonn war nicht Weimar. Aber was wird Berlin werden? Die Frage nach der politischen Stabilität der heraufziehenden Berliner Republik beschäftigt Friedbert Pflüger, CDU-Bundestagsabgeordneter und längjähriger Pressesprecher (1984 bis 1989) des Bundespräsidenten.

Bundeswehr: Eine interne Studie deckt die Verschwendung von Milliarden auf: Die Generäle mauern

Brigadegeneral Lorenz Huber hatte eigentlich alles, was er für einen gedeihlichen Job als Sonderbeauftragter zur Rationalisierung der Landesverteidigung brauchte: die schwerste Finanzkrise der Bundeswehr, genügend Sachverstand, zwei externe Unternehmensberater von gutem Ruf, dazu auch noch das Wohlwollen und den Auftrag seines obersten Dienstherren Volker Rühe, einen Sparkurs für die Bundeswehr zu unterstützen.

Blei in der Luft

um erstenmal seit 1945 will eine deutsche Regierung wieder in einen Krieg eingreifen. Die Offiziere in den Awacs-Maschinen sind nur der Anfang, morgen sollen "Blauhelme" losgeschickt werden, übermorgen – wenn es nach dem Willen der CDU/CSU und der Bundeswehrführung ginge – auch Kampftruppen.

"Psychologie des Völkermords": Robert Jay Lifton und Eric Markusen über das prekäre Verhältnis von Zivilisation und Barbarei: Die moderne Ausrottungsmentalität

Das Verhalten der Nazi-Ärzte führt uns zu den Anfängen einer Psychologie des Völkermords." Mit dieser These hatte der amerikanische Psychiater und Psychohistoriker Robert Jay Lifton vor vier Jahren ein Buch über jene Mediziner abgeschlossen, die aktiv an den Vernichtungsaktionen des NS-Regimes teilgenommen hatten ("Ärzte im Dritten Reich", Klett-Cotta: Stuttgart 1988).

Eine Armee ohne Gegner sucht nach neuen Aufgaben: Im Frieden kampfbereit?

Das Ziel, das am Ende des langen Rückzuges der Bundeswehr aus dem Kalten Krieg stehen soll, hat ein Luftwaffengeneral auf Nato-Deutsch so formuliert: "Wir brauchen eine friedensüberlebensfähige Bundeswehr mit hoher job satisfaction – eine Streitmacht, die auch im Frieden ihre Rechtfertigung behält und in der es zugleich Spaß macht, Soldat zu sein.

Die schwierige Suche nach Maßstäben für den binnendeutschen Ausgleich: Soll der Osten sich bescheiden?

KÖLN. – Verteilungsgerechtigkeit? – Na klar! Aber wieviel Gleichheit verträgt die so ungleiche doppeldeutsche Ökonomie? Angleichung der Lebensverhältnisse? – Was sonst? Aber halten Umwelt und Zukunft das aus? In den Osten exportiert wird schließlich nicht nur unsere hocheffiziente Marktwirtschaft, sondern zugleich auch die ebenso leistungsstarke Vergeudungs- und Verschwendungsordnung.

Eine deutsche Mogelpackung

KÖLN. – Von der DDR-spezifischen Unfähigkeit zu trauern ist in diesen Wochen viel die Rede. Der staatlich verordnete, ritualisierte Antifaschismus hat es nicht vermocht, eine zeitgerechte und lebensnahe Verarbeitung der NS-Vergangenheit anzustoßen.

Warum nicht nach Bitterfeld?

Ist es selbstverständlich, daß die Bundesanstalt für Arbeit ihr unabänderliches Heimatrecht in Nürnberg erworben hat? Gegenüber den neuen Bundesländern werden symbolische Handlungen verlangt.