: Konrad Lorenz

In Kürze

Kunstgeschichte ist ein Fach, dem man sehr viel Liebe entgegenbringen, in das man große Hoffnungen setzen kann. Heinrich Dilly schreibt davon in seinem Vorspann zu einer neuen Einführung in diese Disziplin.

Graugänse

Konrad Lorenz, mit Sicherheit differenziertester Kenner der Graugans, schrieb das Vorwort zu diesem Photobilderbuch für Kinder.

Labor Auschwitz

Von der Datensammlung über Aussonderung zum Massenmord: der Sündenfall einer politisierten Wissenschaft

Verfolgter im nassen Revier

Weil es kaum noch saubere Gewässer gibt, findet der Fischotter keinen Lebensraum

Adam und die Detektive

Das Ende einer wissenschaftlichen Legende: Margaret Meads Samoa ist doch kein Paradies

Carroll im Elfenland: Tagtraumdichtung

Zeit wäre es wahrlich dazu..." seufzte Arno Schmidt 1966, denn: "Carrolls nun wirklich wichtigstes (& ergo scheinbar; d. h., ‚im Anfang, kompliziertestes) Stück, eben unser ,Sylvie & Bruno‘ hier, ist überhaupt noch niemals ins Deutsche übertragen worden!" Nun: jetzt ist es ins Deutsche übertragen worden, und wie mir scheint sehr anständig.

Die geheime Verführbarkeit

Seelenspionage mit Hilfe der Biologie – In Saarbrücken erforschen Wissenschaftler, wie manipulierbar wir sind

Ein Kind des Weltalls

Als wir uns vor ziemlich genau elf Jahren in seinem Haus im Odenwald zum erstenmal trafen, da hatte ich ihm nur eines voraus – den Kinnbart.

Gänsevögel und Gattentreue

Bei dem Wort Verhaltensforschung dürften die meisten an Konrad Lorenz denken, beim Namen Konrad Lorenz an Graugänse, und wenn ich das öffentliche Sentiment richtig entziffere, denken sie an Graugänse gar nicht so gern.

Unsere alte Natur

Ende der sechziger Jahre reiste der amerikanische Anthropologe Colin Turnbull in den Norden Ugandas, um dort einen unerforschten Norden schen Jägerstamm zu erkunden.

Keine Angst vorm Wolf

Einst heulte er wirklich mit den Wölfen. Wenn in klaren Nächten der Vollmond über dem Nationalpark Bayerischer Wald stand, dann hockte der Verhaltensforscher Eric Zimen inmitten seines Wolfsrudels, um die Reaktionen der Tiere aus nächster Nähe zu beobachten.

Herzige Bambis

Es war keine rechte Zier für den wackeren Waidmann. Er legte an, zielte schnell, drückte ab, es krachte, doch der Schuß ging nach hinten los.

Kritik in Kürze

"Der Wolf ins uns", von Robert Ardrey. Dem amerikanischen Anthropologen geht es nicht bloß um Fragen der natürlichen Selektion, dieser unkritische Verehrer des Verhaltensforschers Konrad Lorenz spekuliert auch über das Sexualleben unserer frühgeschichtlichen Vorfahren: "Der weibliche Orgasmus sorgte wegen des gesteigerten weiblichen Verlangens für eine weitere Garantie, daß die Männer von der Jagd nach Hause zurückkehrten In seinem vierten, nicht sehr anschaulich gestalteten Sachbuch (Untertitel: "Die Jagd als Urmotiv menschlichen Verhaltens") macht Ardrey wieder Anmerkungen zu umstrittenen natur- und sozialwissenschaftlichen Problemen.

ZEIT-Kritik

Kein Buch, sondern ein kompliziertes Labyrinth voll von ungeordneten Gedanken, skurrilem Humor, brillanten Ideen, Thesen, Plänen, Traktaten: Arbeitsunterlagen und Gedächtnisprotokolle, hingeworfene Notizen, lange theoretische Exkurse und Drehbuchentwürfe (keineswegs nur zur "Gelegenheitsarbeit einer Sklavin", die aber gleich in mehreren Varianten).

...über Verhaltensforschung: Tierisches Erbe

Das Buch schöpft aus dem vollen: 34 Beiträge international bekanntgewordener Verhaltensforscher sind in ihm vereinigt. Natürlich steht Konrad Lorenz’ mittlerweile sprichwörtliches Graugansküken Martina als Aufmacher am Anfang, aber der Gefahr, ins Episodische abzugleiten, ist die Herausgeberin dadurch entgangen, daß sie die einzelnen Beiträge historisch-systematisch geordnet hat und sie wie ein Moderator durch überleitende Zwischentexte in einen Sinnzusammenhang bringt.

Das wirklich Böse

Jeder, der sein Verhalten an der Trieb-Hypothese der Aggression orientiert, so wie sie Konrad Lorenz vor zwölf Jahren in seinem Buch „Das sogenannte Böse“ dargelegt hat, muß wahrscheinlich umdenken.