: Konrad Porzner

recht: Reichlich schattig

Bespitzeln Geheimdienstler bis heute Journalisten? Es gebe eine "Grauzone", räumt der BND-Chef ein

Beinahe täglich werden in der Bundesrepublik illegale Geschäfte mit waffenfähigem Nuklearmaterial aufgedeckt. Gleichzeitig wächst weltweit der Drang zu chemischen und biologischen Waffen. Ein Lagebericht des BND: Gefahr aus dem Krisenbogen

Wer in der Welt besitzt bereits ABC-Waffen? Welche Länder streben nach Massenvernichtungsmitteln? Wie kann sich Europa schützen? In einer Rede vor dem Wirtschaftsausschuß des Deutschen Bundestages gab der Chef des Bundesnachrichtendienstes, Konrad Porzner, im Mai eine vertrauliche Einschätzung der Lage.

Alles sehen, alles hören, nichts wissen

Nichtwissen entläßt zwar nicht aus ihr, erschwert aber augenscheinlich die Haftbarmachung. "Wir waren nicht unterrichtet", behaupten unisono die Spitzen von Kanzleramt, Verteidigungsministerium und Bundesnachrichtendienst, nachdem der Versuch, ostdeutsches Kriegsgerät nach Israel zu verschieben – und zwar entgegen einem Beschluß des Bundessicherheitsrats –, ausgerechnet an jenem Wochenende aufflog, da in Madrid die erste Nahost-Friedenskonferenz tagte.

Schwerter zu Pflugscharen

Beamte der Wasserschutzpolizei entdeckten die heiße Fracht des israelischen Frachters Palmah II kurz vor der Verschiffung nach Haifa im Hamburger Freihafen.

Kurzportrait: Konrad Porzner: Sporen verdient

Einen Tag vor der deutschen Wiedervereinigung wird der Bundesnachrichtendienst einen neuen Chef bekommen: den sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten Konrad Porzner.

Hart, diskret und undogmatisch

Die Wahl Konrad Porzners und Gerhard Jahns zu neuen Geschäftsführern der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion gehört zur Vorbereitung jener "Frühjahrsoffensive", mit der die SPD aus dem Kessel ausbrechen will, in den sie durch die politischen und wirtschaftlichen Widrigkeiten, durch schwere Wahlniederlagen, Verzagtheit und den andauernden Streit in den eigenen Reihen geraten ist.

Karriere im Matrosenanzug

Das Ereignis machte schnell die Runde; Zeitungen, Fernsehen und Rundfunk berichteten darüber: Hans Apel habe während einer Pressekonferenz geschwiegen.

Muß Bonn helfen?

Krisen-Branchen fordern Unterstützung ans der Staatskasse – doch die Regierung wartet noch

Alles für die Katz?

Auch in der Koalition glauben nur noch wenige an die Steuerreform / von Dieter Piel

Bohrer

Einen Schildbürgerstreich unterstützten die Beamten im Finanzamt Nürnberg-Nord. Während Staatssekretär Konrad Porzner vom Bundesfinanzministerium erst jüngst erklärte, Bonn habe die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um den Mißbrauch mit Steuervorteilen bei Kapitalanlagen auszuschließen, erteilten sie dem Nürnberger Makler Fritz Berger mit seiner "Pegasos GmbH & Co KG" eine Genehmigung, auf Kosten des Steuerzahlers in den bayerischen Wäldern nach Öl zu bohren.

Abschreibungstricks: Neue Fluchtwege in Steueroasen

Es klang wie ein Sieg der Bundesregierung über die Abschreibungsbranche, als Staatssekretär Konrad Porzner aus dem Bundesfinanzministerium im November verkündete, Bonn habe die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um den Mißbrauch mit Steuervorteilen bei Kapitalanlagen auszuschließen.

Zeit spart Geld

Das Essener Bankhaus Centrale Credite AG hat seine Zinssätze für Spareinlagen und Sparbriefe weiter heraufgesetzt. Für Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigung werden jetzt 7 1/2 (bisher 6) Prozent geboten, bei vereinbarter Kündigung von 12 Monaten nunmehr 8 1/2 (bisher 7) Prozent und bei vierjähriger Laufzeit 9 1/2 (bisher 8) Prozent.

Beim Parteitag in Hannover steckten die Sozialdemokraten ihren Kurs in die Zukunft ab. Auf dieser und der folgenden Seite ziehen ZEIT-Redakteure eine Bilanz der personellen und politischen Entscheidungen: Der Sturz vom Partei-Olymp

Mehr als ein Drittel seiner Schlußansprache in Hannover hat Willy Brandt auf Lob und Trost jener Parteifreunde verwendet, die dem neuen SPD-Vorstand entweder aus eigenem Entschluß nicht mehr angehören oder bei den Wahlen durchgefallen waren.

Entwicklungspolitik: Die Ärmsten gingen leer aus

Der Bundesrepublik oberster Entwicklungshelfer zweifelt am eigenen Tun: "Wenn wir in einem Entwicklungsland eine hochmoderne Kunstfaserfabrik aufbauen, erhöht sie ohne Zweifel das Bruttosozialprodukt des Landes, zugleich kann es sehr wohl passieren, daß durch die Fabrik mehr Menschen ihre Arbeit verlieren, als Arbeitsplätze geschaffen werden.