: Kosmetik

REISESPIEGEL

Die Niederbayern haben genug vom deutschen Wald. Die staatliche Aufforstungspolitik ist ihnen unheimlich. Links der Donau bis zur tschechischen Grenze droht die restlose Bewaldung der Landschaft durch endlose Reihen grüner Fichten.

Schönheit verkauft sich gut

Wer sehen will, sieht es ihnen an: Vom Scheitel bis zur Sohle wirken sie gepflegter, die Deutschen; und sie sind es auch. Denn sie tun mehr dafür, und zwar um so viel mehr, als sie früher nur wenig oder gar nichts dafür getan haben, außer sich mit guter Kernseife zu waschen.

Werbung: Madisons liebste Kinder

Die amerikanischen Unternehmer rühren die Werbetrommel von Jahr zu Jahr lauter. Die Summe aller Werbebudgets für dieses Jahr wird auf etwa 16 Milliarden Dollar geschätzt.

Mode-Mobile aus Rom

Zu einer Mitternachtsparty mit Kerzen lud der in Mailand lebende Amerikaner Ken Scott ins Casino Valadier am Pincio. Anlaß: die dritte Kollektion mit Ken-Scott-Drucken auf Banlon-Jersey.

REISESPIEGEL

Die Briten haben den Schleier gelüftet. Der Stolz der Seefahrernation, die Nachfolgerin für das letzte Schiff der Queen-Serie, wurde der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wie verpönt ist die Schminke noch?

Wer reichlich kosmetische Artikel anwendet, setzt sich hierzulande immer noch dem Verdacht aus, mit unechten Mitteln – besonders auf die Männer – wirken zu wollen, anstatt echt und deutsch durch Natürlichkeit und "unverbildete" Persönlichkeit zu wirken.

Gold und Silber von Kopf bis Fuß

Wie Rauschgoldengel werden modische Mädchen am Jahresende aussehen! Termingerecht ist alles noch rechtzeitig vor Weihnachten eingetroffen.

Porträt: Helmut Schröder: Verlobung mit Margarete

Wahrlich hatte sich die Schwiegermutter von Wilhelm Boelcke, – dem Bruder des bekannten Kampffliegers aus dem Ersten Weltkrieg – nicht träumen lassen, daß ihr Name auf Lippenstiften, Nagellacken und Gesichtspuder in aller Welt bekannt würde.

Tratschke fragt:: Wer war’s?

Liebe, meinte sie; indem sie den Ausspruch eines französischen Schriftstellers übernahm, "Liebe ist kein anständiges Gefühl".

007 vor Gericht

Die Nacht ist dunkel, und auch der Pappkarton hat eine tiefschwarze Farbe. Da ein Lichtschein! Zwei Augen sehen dich an! Aus der Nacht – und aus dem Pappkarton.

Männer mit Make-up

Duftend kommt es über den Atlantik: ein Kosmetik-Sortiment von bisher nicht geahnter Vielseitigkeit – für Männer. Was sie sonst nur auf den Frisiertischen der Frauen gesehen haben, wird ihnen jetzt selber zugedacht: Moisture- und Condition-Lotion, Augen- und Gesichtsmasken, nach den Rasierwässerchen nunmehr After-Shave-Cream, "der in die Haut eindringt, kleine Fältchen glättet und das Gesicht kühlt"; ferner ein sogenannter "beard-softener", der nach Bartbesänftiger klingt und das männliche Attribut erweichen soll, und schließlich Puder.

Gewagte Kosmetik

Vor knapp einem Jahr berichteten zwei amerikanische Ärzte, Dr. Christopher Papa und Dr. Albert Kligman, sie hätten die Kopfhaut von 21 kahlköpfigen Patienten mit einer Lösung des männlichen Sexualhormons „Testosteron“ eingerieben und nach einiger Zeit bei 15 dieser Versuchspersonen einen – freilich nur sehr sparsamen – Anflug von Haarwuchs festgestellt.

Einkaufen im fernen Land

Berlin, Friedrichstraße – Der Besucher aus Westdeutschland, der dem volkspolizeilichen Kontroll-Labyrinth glücklich entronnen ist und aus der beklemmenden Düsternis der Bahnhofshalle ins Helle unter Ostberliner Himmel tritt, um erst einmal zu verschnaufen und sich zu vergewissern, traut seinen Augen nicht: Schräg gegenüber auf der anderen Seite der Spree lächelt ihm von einer häßlich-grauen Brandmauer neben dem Friedrichstadtpalast eine aus Kindheitstagen wohlvertraute Reklamefigur entgegen, die "Waschfrau Johanna".

Impressionistische Lippen

Die Kosmetikfirma, von der hier gesprochen wird, hat sich, wie sie sagt, lange "Gedanken darüber gemacht, daß seit Jahrzehnten an einem der farbbetontesten Kosmetikartikel, dem Lippenstift, keine entscheidende Änderung vergenommen wurde".

Kunden fehlen nicht, aber Verkäuferinnen

Der Vorschlag des verbraucherpolitischen Ausschusses der CDU, den Ladenschluß am Freitag auf 21 Uhr zu verlegen und dafür den "langen Samstag" künftig fallenzulassen, hat erwartungsgemäß großen Wirbel gemacht und die Gemüter erregt.

Wer kauft schon die Katze im Sack?

Der bundesdeutsche Bürger gibt jährlich 150 DM für Zigaretten aus, 60 DM für Auslandsreisen, etwa die Hälfte für Kosmetik und 19 DM für Toto und Lotto.

Jahrmarkt mit dreitausend Nelken

Es war wahrscheinlich Image im Spiel oder auch, in deutscher Schreibweise verballhornt, Imitsch – vielmehr: es sollte ein Image kosmetisch verschönert werden.

Ein Musical auf dem Kopf

Man braucht gar nicht mehr ins Kino zu gehen. Wer von der Popularität der großen Stars wissen möchte, gehe zu einer Friseusenversammlung.

In Deutschland rollt die „Schönheitswelle“

Das Thema der Dosen und Döschen, der Salben und Wässer auf dem Toilettentisch der gepflegten Frau ebenso wie des gepflegten Mannes ist auch in der Bundesrepublik nicht mehr nur ein Boudoir- oder Badezimmergeheimnis.

Unfröhliche Frauen

Die Lehren aus einem Wettbewerb und einer Protestaktion junger deutscher Maler in München

Die Frauen in der modernen Kunst

Zwei Ereignisse sehr verschiedener Art gaben dieser Tage dem Münchner Kunstleben besordere Akzente. Madame Helena Rubinstein, die 84jährige Königin der Kosmetik, erschien ats New York als Stifterin eines ihren Namen tragenden Preises für junge deutsche Maler.

Locke des Stars in der Tüte

Sind Teennager „eine Erfindung interessierter Wirtschaftskreise"? Wer die „Paten" der Clubs kennt — beispielsweise die Hut, die Kosmetik, die Miederindustrie —, wird ohne Bedenken mit ja antworten.

Für Männer

Vor einigen Tagen schrieb mir eine Frau: "Sorgfältige Marktanalysen haben ergeben, daß es auch für die Männer zu einer sozialen Notwendigkeit werden wird, sich in gesteigertem.