: Kraftwerk Union

Klaus-Peter Schmid:: Provinz in den Köpfen

Für ein solches Verhalten gibt es nur ein Wort: Affront. Über zwei Jahre hatten die Manager der zu Siemens gehörenden Kraftwerk Union (KWU) und der halbstaatlichen französischen Framatome verhandelt.

Ab in die Wüste

Vermutlich zum ersten Mal in seinem Leben hatte eine Journalistin Klaus Barthelt in Verlegenheit gebracht – und der seit fünfzehn Jahren amtierende Vorstandsvorsitzende der Kraftwerk Union (KWU), des größten deutschen Kernkraftwerkbauers, hatte es nicht einmal gemerkt.

Träumen vom Milliardengeschäft

Noch bevor Forschungsminister Heinz Riesenhuber nach Moskau reiste, um dort das erste deutsch-sowjetische Nuklearabkommen perfekt zu machen, schwärmte er von der gemeinsamen Atomzukunft beider Staaten: "Mit unserer weltweit führenden Sicherheitstechnik wollen wir mithelfen, daß sich Tschernobyl nicht wiederholt.

MANAGER UND MÄRKTE

Was macht man mit einer Milliarde Mark? Dieses Problem wird alsbald der Münchner Bankier August von Finck zu lösen haben, der sich von einer rund 25 Prozent umfassenden Beteiligung an dem Essener Baukonzern Hochtief trennen möchte.

Sowjetunion: Die importierte Sicherheit

Was sich in der Bild-Version fast schon wie ein perfektes Geschäft ausnimmt, ist für die Siemens-Tochter Kraftwerk Union allenfalls ein Hoffnungsschimmer: Westliche Unternehmen sollen möglicherweise helfen, sowjetische Kernkraftwerke sicherer zu machen.

Auf der Suche nach der Zukunft

Klaus Barthelt, der Vorstandsvorsitzende der Kraftwerk Union (KWU), sprach von "drei bedrückenden Dingen": Die Auslastung der Werke in Mülheim und Berlin sei viel zu gering; weil der Stromverbrauch kaum zunehme, würden die E-Werke sich mit Investitionen zurückhalten; und schließlich hemme die Finanzschwäche vieler potentieller Abnehmerländer die Ausfuhr.

Brasilien: Die Preise noch fest im Griff

Brasiliens Verbraucher sind in einem wahren Kaufrausch. Sie glauben, daß sie nie wieder so billig einkaufen können wie im Augenblick, und deshalb plündern sie sogar ihre Sparkonten.

Konkurrenz für die Kader

Die Vertreter der Kraftwerk Union (KWU) konnten ihre Enttäuschung nicht verhehlen. Soeben hatten sie erfahren, daß das von langer Hand vorbereitete Kernkraftgeschäft über vier bis fünf Milliarden Mark, in das sie beträchtliche Vorleistungen eingebracht hatten, nicht in den siebenten Fünfjahresplan (1986 – 1990) der Volksrepublik China aufgenommen worden war.

MANAGER UND MÄRKTE

Norbert Henke, Vorstandsvorsitzender des Bremer Vulkan-Werften-Verbundes, hat alle Hände voll zu tun, um sich des Klatsches um sein Unternehmen zu erwehren.

Energiepolitik: Atommüll für China

Unser Atomgeschäft mit China ist wie ein langsamer Klimmzug, und jeder Sportler weiß, je langsamer, desto anstrengender." Mit diesem Seufzer skizziert man bei der Kraftwerk Union (KWU) in Offenbach die chinesischdeutsche Vereinbarung.

Manager und Märkte

Bundeskanzler Helmut Schmidt und der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Reimut Jochimsen haben einen anstrengenden Tag vor sich.

Argentinien: Natururan, weil’s billiger ist

Eigentlich wollte die Kraftwerk Union AG (KWU) diesen Reaktortyp gar nicht mehr anbieten. Bei dem zu Siemens gehörenden Unternehmen gab es im Entwicklungszentrum Erlangen auch nur noch einen Mann, der sich mit der „Natururan-Linie“ beschäftigte, mit Atomkraftwerken, die im Unterschied zu den heute weltweit dominierenden Leichtwasserreaktoren nicht mit angereichertem, sondern natürlichem Uran arbeiten und schweres Wasser als Moderator verwenden.

MANAGER UND MÄRKTE

Olympia: Vertriebschef geht · Rollei: Heil in der Nische Financial Times: Einen Tag früher

Teuer – aber "made in Germany"

Flaggschiff der deutschen Industrie in Übersee" nannte die International Herald Tribüne den deutschen Großanlagenbau. Doch dieses Flaggschiff fährt keineswegs nur in ruhigen Gewässern, es muß immer wieder heftige Gefechte mit der Konkurrenz bestehen – und von Zeit zu Zeit auch mit nervtötenden Flauten fertig werden.

Firmen und Fakten

An der Reihe ist jetzt die Schließung der Braustätte in Bochum (Schlegel-Brauerei), die nach Angabe des DUB/Schultheiss-Vorstandes seit 1972 Verluste produziert hat.

Entläßt das Atom seine Kinder?

Das Wort "Fadenriß" gehört derzeit zum Lieblingsvokabular von Klaus Barthelt, Vorstandsvorsitzender der – Siemens-Tochder Kraftwerk Union, größter deutscher Produzent von schlüsselfertigen Kernkraftwerken im Inland wie im Ausland.

AEG-Telefunken: Verkaufen, Verwerten, Verschrotten

Walter Cipa ist ein Arbeitstier. Er arbeitet gern und hart. Und bei der Suche nach den Gründen für seinen Aufstieg bot er einmal folgende Lösung an: "Ich habe meinen Vorgesetzten immer freudig die Arbeit abgenommen.

Elektroindustrie: Managers Lust - Managers Leid

Was der eine gewonnen hat, hat der andere verloren: Während Siemens, das Spitzenunternehmen der deutschen Elektroindustrie, das letzte Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuß von 467 Millionen abschloß, hat Walter Cipa, Vorstandsvorsitzender von AEG-Telefunken seit 1976, einen Bilanzverlust zwischen 300 und 400 Millionen; vermutlich dürfte er sogar um etliches höher liegen.

Besser unter der Erde

Bonner Studie: Unterirdische Anlagen teurer aber sicherer / Von Wolf gang Hoff mann

Fehlstart in die Zukunft

Mitte der sechziger Jahre zweifelte niemand in der Bundesrepublik daran, daß der Kernenergie die Zukunft gehört. Der damalige Forschungsminister Gerhard Stoltenberg war überzeugt, daß die Westdeutschen schon 1985 ihren Strombedarf zu vierzig Prozent aus der Kernkraft decken würden.