: Leonhard Frank

Elmar Faber: Ich, ein Barbar?

Elmar Faber stritt über Autorenrechte und mit windigen Investoren um die Zukunft seines Verlags. Auszüge aus seiner Autobiografie, die zur Leipziger Buchmesse erscheint.

Kerle in vermintem Gelände

Deutsches Theater: Armin Petras und Fritz Kater begleiten 3 von 5 Millionen auf ihrem Weg von der Weimarer in die Berliner Republik

Wie der Hochhuth einmal zu den Würzbürgern kommen wollte: Wessis in Würzburg

Würzburg ist Würzburg. Würzburg muß wohl immer so bleiben, wie es ist. Heinrich von Kleist am 14. September 1800 in einem Brief an Wilhelmine von Zenge über seinen Besuch in den Würzburger Leihbibliotheken: "Höre, was ich dort fand, und ich werde Dir ferner nichts mehr über den Ton von Würzburg zu sagen brauchen.

Nordrhein-Westfalen: Ihr größter Sohn

Dichter und Denker hatten und haben oft ein schwieriges Verhältnis zu ihren Heimatstädten. Wie die glorreiche Stadt Athen mit Sokrates verfuhr, ist bekannt.

Fernseh- Vorschau: Aufsteiger, Absteiger

Wozu sind soziale Schranken gut? Haben sie einen Sinn? Wenn sie keinen haben, warum gibt es sie? Zu Schillers Zeiten gehörte es sich, dagegen zu rebellieren.

Ist der Sozialismus am Ende?

1. Es ist selten zureichend, aus dem Speisezettel der Hungrigen auf ihren guten oder schlechten Geschmack zu schließen. Der Kapitalismus hätte den Sozialismus besiegt, wenn Persönlichkeiten wie Michail Gorbatschow nur im kapitalistischen System an die Spitze des Staates kommen könnten und politische Reformprozesse nur in den westlichen Systemen möglich wären.

Wieder Gefängnis für Ossietzky?

Berlin, 10. Mai 1932. Ein Dienstag. Noch ein gutes halbes Jahr Galgenfrist für die erste deutsche Republik. Es ist sonnig und klar.

Ich hatt’ einen Mord-Kameraden...

Bei den Blockaden, die schon hinter uns liegen, ist viel vorgelesen worden. Für Mutlangen hatte Günter Grass die "Kassandra" von Christa Wolf vorgeschlagen, Peter Härtling hat aus seinem neuen Roman "Das Windrad" gelesen, den man auch als Lektüre für Jugendliche empfehlen sollte, weil die Jungen darin auch Kritisches über sich selbst finden werden.

Vor sechzig Jahren nahm sich Wilhelm Lehmbruck das Leben: Bildhauer des Expressionismus

Vor sechzig Jahren, am 25. März 1919, nahm sich der Bildhauer und Graphiker Lehmbruck in Berlin das Leben. Er war 38 Jahre alt, auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn, neu gewähltes Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, Jurymitglied der Freien Secession Berlin, bekannt mit Max Beckmann, Kirchner, Ernst Barlach, Heckel und Belling, befreundet mit Fritz von Unruh, Ludwig Rubiner, Leonhard Frank, Hans Bethge, Ehrenstein und Däubler.

Unser Seller-Teller

Als Nicht-Schweizer und Angehöriger einer entmilitarisierten Generation fühlt man sich kaum befugt, dieses Buch weiterzuempfehlen; die Schlüsse, die Frisch aus dreißig Jahre alten Erinnerungen an seine Zeit als Kanonier der Schweizer Armee zieht, skeptische Schlüsse hinsichtlich ihrer inneren Struktur und ihrer Tüchtigkeit und Moral, muß er mit seinen Landsleuten ausmachen.

Die Stärke des Erstaunens

Wer Joseph Wittlin nicht kennt, kennt die polnische Literatur nicht oder kennt sie nur oberflächlich. Der dreiundsiebzig Jahre alte und heute in Amerika lebende Lyriker und Erzähler gehört seit über vierzig Jahren zu ihren Klassikern.

Wenig Kunst und viel Leben

Hermann Kesten hat sich über Gottfried Benn mehrfach ungerecht und töricht geäußert. Aber darf man deshalb so ungerecht und töricht über Hermann Kesten schreiben, wie dies in letzter Zeit manche Kritiker in der Bundesrepublik und in der Schweiz tun? Sein Verhalten in der berüchtigten Mailänder Uwe-Johnson-Affäre Ende 1961 hatte zur Folge, daß viele an der Integrität dieses integren Mannes zweifelten und tatsächlich zweifeln mußten.

Bildung in der Sowjetunion (6): Schlechte Aussichten für Missionare

Ich habe von meiner Studienreise mehrere russische Lesebücher für den Englisch- und Deutschunterricht mitgebracht und sorgfältig durchgearbeitet; Abgesehen von gewissen Interpretationen läßt sich wenig dagegen einwenden; sie sind abwechslungsreich, vielseitig und in fehlerlosem Deutsch abgefaßt.

Würzburg, dein Lied will ich singen

Nein, das Werbeamt zu Würzburg irrt. Es gab Dichter, deren längst geschriebenes Wort noch heute die Atmosphäre dieser Stadt begreifbar macht: Walther von der Vogelweide – der vielleicht neben dem Dom begraben liegt – mit Versen, die genau auf Würzburg geschrieben zu sein scheinen, auch wenn sie oft einen anderen Anlaß hatten.

Zeitmosaik

Von der CDU-Fraktion wurde im Würzburger Stadtrat ein Antrag der SPD abgelehnt, eine Straße nach dem in Würzburg geborenen Dichter und Schriftsteller Leonhard Frank zu benennen, der am 18.

Die Menschen kennen und doch lieben

Die Deutschen, arm an großen Romanciers, tun offenbar alles, um die wenigen, die sie haben, totzuschweigen. Sieht man einmal von den Lebenden ab, so gibt es wohl nur zwei bedeutende deutsche Romanciers, die in Deutschland populär sind: Theodor Fontane und Thomas Mann.