: Lissabon

Erst die Wirtschaft, dann die Politik

LISSABON. – Sechs Jahre nach dem Beitritt sieht die Mehrheit der Portugiesen in der Europäischen Gemeinschaft hauptsächlich eine Geldquelle, eine moderne Version des „Onkels aus Amerika“, der jeden Monat einen Scheck schickt.

Wach auf, Christoforo!

In den Jahren 1477 bis 1479 benutzten die zwischen Lissabon und Guinea verkehrenden Schiffe einen geheimgehaltenen Umweg auf hoher See, um den spanischen Kaperschiffen zu entgehen.

Kurzportrait: Anibal Cavaco Silva: Technokrat mit Charisma

Als Anibal Cavaco Silva vor vier Jahren zum ersten Mal die absolute Mehrheit im portugiesischen Parlament gewann, bestaunte man den ehrgeizigen Wirtschaftsprofessor aus Lissabon als kühnen Senkrechtstarter, der im ideologisch gefärbten Getümmel der Innenpolitik rasch an Glanz verlieren würde.

Ein Engel kommt nach Babylon

Die erste Geschichte handelt von einem Mann, der mit einer Kamera von Ort zu Ort reist, um Bilder aufzunehmen: von Städten, Landschaften, Meeren, Flüssen, Häusern und Menschen.

Sanssouci oder: Wie entsorgt man Geschichte?

So werden Sie also doch noch reingelegt? So gönnt man Ihnen noch immer keine Ruhe? So muß die Nachwelt partout Ihren letzten Willen haben? Der gewiß Ihr letzter nicht war, denn Sie haben ihn überlebt, überlegt und vielleicht bloß vergessen in den dreieinhalb Jahrzehnten danach.

Kreuzen auf neuem Kurs

Arabische, israelische und nordafrikanische Häfen werden gemieden. Dafür wird es in den kommenden Wochen zwischen Venedig, Palermo, Barcelona, Lissabon und Genua von Kreuzfahrtschiffen aller Klassen nur so wimmeln.

Mondsüchtig

Gegen Ende des Jahres ziehen wir uns gern für eine Weile aus dem anstrengenden Alltag zurück. Doch wohin? Die Antworten, die in diesen Tagen die Runde machen, bleiben unbefriedigend.

Verleger aus Verlegenheit

Bereits zum zweiten Mal wurde dem Photoreisebuchverleger und seiner Lebensgefährtin Jackie Blackwood ein Kodak-Photobuchpreis, die höchste Trophäe verlegter Photographie in Deutschland, verliehen; nach der Auszeichnung für das Photoreisebuch "Lissabon-Hongkong – mit der Eisenbahn" im Jahr 1988 diesmal für das neueste Werk, "Bilder aus Irland".

Herz und Schmerz

Um es gleich zu sagen – es war Zufall und nicht intime Kennerschaft der Stadt Lissabon, die uns zu den Fado-Sängern führte. Beim Abendspaziergang im Bairro Alto sahen wir im Vorbeigehen einen Gitarrenspieler in einer Spelunke.

Die Erde vom Himmel aus betrachtet

Bei den Dreharbeiten zu Wim Wenders’ Film „Bis ans Ende der Welt“ in Australien: Bilder einer Landschaft, Aufzeichnungen aus einem Gespräch, Notizen zu einem Portrait

Hans Magnus Enzensberger: Portugiesische Grübeleien

Selber schuld, wer seinen Augen traut, sagte der Monsignore. Tatsachen sind etwas Schönes, aber den Portugiesen ist mit ihrer Hilfe nicht beizukommen. Ein schwieriges Terrain. Nach wie vor viel Frömmigkeit, wenn auch von der abergläubischen Sorte.

Felix Rohatyn: Bilanzen liest er wie Literatur

Seine Besucherliste liest sich wie ein europäisches „Wer ist Wer“ der Politik. Ob es Jacques Delors ist, Präsident der Europäischen Gemeinschaft und Parlamentarier aus Paris, ob es Wirtschaftler aus Bonn sind – ein Treffen mit Felix Rohatyn erscheint fast immer oben auf dem Programm der europäischen Delegationen, die in die USA reisen.

Portugal: Lissabon für 900 Escudos

Lissabon schwingt sich – angeblich – über sieben Hügel. Aber diese magische Zahl ist im heutigen Häusermeer nicht mehr auszumachen.

Der Fall John

Wie der erste Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz am 20. Juli 1954 in die Hände der Russen fiel

Wogende Weihnacht

Immer größer wird die Zahl derer, die Weihnachten nicht in den heimischen vier Wänden feiern und das neue Jahr auf dem eigenen Balkon begrüßen möchten. Entsprechend umfangreich; sind die Festtagsangebote der Reiseveranstalter auch in diesem Jähr.

Rechtsruck in Portugal

Das Triumphgefühl war ihm deutlich anzusehen, mit dem sich Francisco Sa Carneiro am vergangenen Sonntagabend den Delegierten des sozialdemokratischen Parteikongresses präsentierte.

Erfolg für Mario Soares

Der portugiesische Ministerpräsident Mario Soares, Chef einer sozialistischen Minderheitsregierung, hat eine politische Hürde genommen.

Portugal: Triumph für Soares

Montagabend, Allerheiligen, 17 Uhr, Start mit dem Wagen aus Montemor-o-Novo nach Lissabon: Rund einhundert Kilometer in einer einzigen Autoschlange – der übliche Verkehr auf den Strecken von und nach Lissabon.

Volksheld im Abseits

Offiziers-Aktiongegen Staatspräsident Spinola – aber der Berg der wirtschaftlichen Probleme wächst

In wenigen Tagen erfolgt der offizielle Durchstich des neuen Hamburger Elbtunnels im Zuge der Europa-Autobahn von Stockholm nach Lissabon. Am 20. Dezember dieses Jahres soll das „Jahrhundert-Bauwerk“ (Hamburgs Bausenator Cäsar Meister) dann dem Verkehr übergeben werden.: Manchmal half nur noch beten

Hamburgs ,,Unterwelt“ ist sich einig: „Wenn’s nach uns ginge, müßte er gehen.“ Gehen soll Willy Brandt. Zwar wollen die Hamburger ihren Chef-Genossen nicht in die Wüste solchen, wohl aber zu Fuß durch ihren neuen Elbtunnel.