: London

Wird Europa kolonisiert?

Nicht von de Gaulle, sondern von einem seiner leidenschaftlichsten Gegner – dem ehemaligen französischen Ministerpräsidenten René Pleven – stammt folgender Ausspruch: „Wenn sich die Regierungen nicht voll am Fortschritt und an der Technik beteiligen, dann besteht die Gefahr, daß Europa der 51.

Weltpolitik 1961

Eine Schar von hervorragenden Sachkennern berichtet über die weltpolitischen Ereignisse eines Jahres. Das Buch ist in drei große Abschnitte gegliedert: die großen Blöcke, die Dritte Welt, die Verstrickung der Politik der großen Mächte mit der Dritten Welt.

Südarabien:: Treuebruch Londons?

Eine Regierungsdelegation aus der Südarabischen Föderation erkundigte sich diese Woche in London, wie die Wüsten-Fürstentümer vor ägyptischen oder jemenitischen Übergriffen geschützt werden sollen, wenn England seinen Stützpunkt Aden geräumt hat.

Lästige Stützpunkte

Das Weißbuch, das die künftige britische Militärpolitik festlegen wird, soll Ende dieses Monats erscheinen. Es ist seit langem der Gegenstand von widersprüchlichen Spekulationen.

Stellvertreter des großen Bruders

Zwanzig Jahre nach der Stunde Null geht ein Ruf durchs Land; Studenten haben ihn erhoben, junge Studenten und wohl auch ein paar ältere – wenige ältere freilich –, denn es gehört nicht zum Wesen der gerade Arrivierten, nach der Vergangenheit zu fragen, wenigstens nicht nach der jüngsten.

Nicht nur Gegensätze

Vergleiche zwischen den Herrschaftssystemen der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten sind häufig angestellt worden. Soweit sie von den amerikanischen Verhältnissen ausgingen, standen sie allerdings meist unter dem Einfluß des Schemas „Totalitarismus – Demokratie“ mit seiner bekannten Tendenz, das sowjetische System als Gegentyp der in ihrer Verfassungstheorie gesehenen amerikanischen Regierungsform zu betrachten.

Nigeria – Das Ende eines Experiments?

In der Westafrikanischen Föderation Nigeria, dein demokratischen „Musterländle“ des Schwarzen Kontinents, hat am Sonntag das Militär die Macht übernommen.

Der Pharao und sein Pressezar

Als der Angeklagte den Gerichtssaal betrat, sah er sich in einer Kulisse, die dem Regime entspricht: Vor ihm die Richter – nicht in der schwarzen Robe professioneller Gesetzeshüter, sondern in der khakifarbenen Uniform ägyptischer Offiziere.

Von ZEIT zu ZEIT

McBundy zum Abschied vom Weifjen Haus. Die Winier Routine Tagung des Atlanfikpakt Rates in Paris begann in Abwesenheit des erkrankten britischen Aufjenministers Michael Stewart.

Hokuspokus, noch ein Hochhaus

Als die Baubeschränkungen der Kriegsund Nachkriegsjahre endlich aufgehoben wurden, 1954, ging eines schönen Tages ein Mann durch die City von London.

Gute Schulen billig bauen

m Jahre 1951 erschien in London eine Veröffentlichung des Erziehungsministeriums, die sich mit den Kosten für Schulneubauten befaßt. Sie wurde jetzt, durch das Max Planck Institut für Bildungsforschung, in Deutschland veröffentlicht.

NATO vor einem Krisenjahr

„Das Jahr 1966 werde für die NATO ein kritisches Jahr werden", prophezeite der frühere amerikanische NATO Botschafter Thomas Finletter.

Die neue Schallplatte

Arnold Schönberg: „Gurre-Lieder“; Borkh, Töpper, Fehenberger,Fiedler, Schachtschneider, Sinfonie-Orchester und Chor des Bayerischen Rundfunks, Leitung: Rafael Kubelik; Deutsche Grammophon Gesellschaft 138984/85, 50,– DM.

Von ZEIT zu ZEIT

Stewart langer als vorgesehen in New York iest und verursachten eine Verschiebung des London Besuchs Gerhard Schröders.

ZEIT-Berichte aus der Forschung

Das Thalidomid, die Droge, die als Schlaf- und Beruhigungsmittel (Contergan) in schlechten Ruf geraten ist, weil ihre Anwendung zu Mißbildungen bei Neugeborenen geführt hat, könnte sich auf dem Gebiet der Organtransplantationen als ein hilfreiches Präparat erweisen.

Weltausstellungen

Eine Weltausstellung soll, so sagte Prinz Albert bei der Eröffnung der ersten Weltausstellung 1851 in London, ein „treues Zeugnis und ein lebendiges Bild der menschlichen Entwicklung“ geben.

Beschreibung einer Wahl

Zum sechsten Male seit 1945 haben Politikwissenschaftler und Soziologen des Oxforder Nuffield College das ebenso farbige wie flüchtige Panorama einer British General Election im die Fachwelt und die Nachwelt fixiert.

Mit dem Leben quitt

Vor fünfunddreißig Jahren hat sich Wladimir Majakowskij, des neuen Rußlands namhaftester Dichter, erschossen. Seit fünfunddreißig Jahren läßt er uns, die „Genossen Nachkommen“, darüber nicht zur Ruhe kommen.

Sturmtrupp gegen Labour

Die britischen Parlamentsferien haben begonnen, aber Edward Heath und die 21 Männer seines Schattenkabinetts werden im August und September jene Offensive fortsetzen, die der neue Parteiführer sogleich nach seiner Wahl im Unterhaus eröffnet hat.

Porträt: Monroe E. Spaght: Der doppelte Öl-Doktor

Als in der Londoner City und in den Wirtschaftsredaktionen bekannt wurde, daß der 56jährige Kalifornier Monroe E. Spaght (er wurde im Jahre 1909 in Eureka geboren) zu einem der sieben Manager-Direktoren der Royal Dutch Petroleum Company, besser unter dem Namen „Shell“ bekannt, ernannt wurde, glaubte man, daß es in gewissen Kreisen, etwa beim „Beaverbrook Konzern“ zu nationalistischen Protesten, zu Anklagen wegen des wachsenden amerikanischen Einflusses in der britischen Industrie kommen würde.

Das Bündnis mit der Demagogie

Seit es die Emanzipationsbewegung gibt, haben wir den politischen Antisemitismus. In den Jahrzehnten vor dem Emanzipationsgesetz bekämpft er die Möglichkeit der staatsbürgerlichen Gleichstellung der Juden; seit sie in der Verfassung verankert ist, greift er diesen politisch-rechtlichen Status an und verlangt Ausnahmegesetze.

„Der beste Führer der Opposition“

Die konservative Fraktion hat sich – wenn auch nur mit einer knappen Mehrheit – für Edward Heath entschieden und nicht für Reginald Maudling.

Nächste Seite