: Martin Bormann

Drittes Reich: Geschichten von niederen Dämonen

Seine Vornamen waren Reinhard Tristan Eugen – Reinhard hieß er nach dem Willen der Mutter: "Stark im Ratgeben", benannt nach einer Heldenfigur aus einem Werk ihres Mannes, der als Sänger und Musiklehrer ein privates Konservatorium betrieb und mit einigen Opern, darunter "Amen" (1895 in Köln uraufgeführt) mäßigen Erfolg erzielt hatte; sein Vater zollte mit "Tristan" dem wagnerianischen Zeitgeist Tribut; das musikalische Werk des Bayreuther Meisters wurde in der Familie besonders verehrt.

Der Nürnberger Prozeß: Rache aus Recht

Alles noch einmal: Wie Göring prahlte ("Die Suppenhühner" – gemeint waren die Zeugen der Anklage – "dürfen noch einmal gackern, den Amerikanern ein Ei legen, und dann kommen auch sie in den großen Topf"); was Hans Frank, Mordchef im "Generalgouvernement", und Generaloberst Alfred Jodl lasen (Franz Werfel der eine, der andere Wilhelm Raabe); wie Streicher zur Hinrichtung geführt wurde (in Unterhosen und "Heil Hitler" schreiend); was Kaltenbrunner unter dem Galgen rief ("Deutschland, Glück auf!") und Seiß-Inquart ("Mit unserer Haltung helfen wir, die Zukunft unseres Volkes wiederaufzubauen.

Der fall Martin Bormann: Das Ende einer Phantom-Jagd

Nun sind sie alle blamiert: BND-Chef und General a. D. Reinhard Gehlen, der Hitlers Sekretär Martin Bormann als sowjetischen Meisterspion und Deutschland-Berater entlarvte – Eichmann-Jäger Simon Wiesenthal, der den "Reichsleiter" zum "Vizekönig".

Nazis in Argentinien: Ehe Eichmann kam

Vor wenigen Jahren noch lief manch deutschem Wanderer im abgelegenen Bergland Südargentiniens ein untertäniger Schauder über den Rücken, begegnete ihm ein Greis mit grauem Schnauz und österreichisch getöntem Gruß.

Was Gehlen verschwieg

Weiße Flecken in den Memoiren des ehemaligen BND-Chefs – Ein Gespräch mit dem Geheimdienstexperten Hermann Zolling

So starb Adolf Hitler

Am 9. Mai 1945 verfolgte (Wassilij Iwanowitsch) Gorbuschin (vom Abwehrdienst der 3. Stoßarmee in Berlin) eine komplizierte, unklare Fährte.

Namen der Woche

Christian Barnard (44), südafrikanischer Herzspezialist, hat in der Groote-Schuur-Klinik in Kapstadt zum zweitenmal ein Herz verpflanzt.

Lebt Martin Bormann weiter?

Lew Besymenski: Auf den Spuren von Martin Bormann. Aurora Verlag, Zürich. (Auslieferung in der Bundesrepublik Röderberg Verlag, Frankfurt).

Modernes Leben vor 20 Jahren

Bekanntmachung: Internationaler Militär-Gerichtshof. – Martin Bormann ist angeklagt, Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben, wie sie in der Anklageschrift, die bei diesem Gerichtshof niedergelegt ist, aufgezählt sind.

Namen der Woche

Vaclav David, tschechoslowakischer Außenminster, war Gast der französischen Regierung. Paris wird zum beliebten Reiseziel der osteuropäischen Politiker: Im Juli kam als erster der rumänische Regierungschef Maurer dann sein Stellvertreter Bidreanu.

Bleiben die Mörder unter uns?

Eine scheinbar absurde Frage: Was geschieht, wenn eines Tages Adolf Hitler wieder auftauchen sollte? Offiziell ist er tot. Vor dem Amtsgericht Berchtesgaden sagte im Oktober 1956 sein Fahrer Kempka aus: "Er hatte sich am 30.

"Ich habe das Gute gewollt"

Selten war der Umgangston in einem Gerichtssaal so höflich und zuvorkommend wie im Schwurgerichtssaal zu Limburg. Konziliant erklärt der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Dr.