: Matthias Horx

Stress: Das Ende der Entschleunigung

Die Arbeitswelt wird immer schneller, jeder Dritte fühlt sich gestresst. Die Nachfrage nach Coaching steigt. Doch ein Ende dieses Trends ist in Sicht.

Ernährung: Der Regional-Verzehr

Deutsche Verbraucher legen zunehmend Wert auf Lebensmittel aus ihrer Umgebung. Doch der Begriff "regional" ist eine recht willkürliche Angelegenheit. Von Georg Etscheit

lobbyismus: Geld für gute Worte

Gehaltszahlungen, Einladungen und sanfter Druck: Unternehmen aller Branchen üben die fürsorgliche Belagerung von Politikern und Beamten – und formulieren die Gesetze mit

Maskenball im Hochgebirge

Wie ein Tourismusstratege aus dem Tiroler Skiort Ischgl die Alpen in den größten Freizeitpark der Welt verwandeln will

Zeitlese

Daß es uns dreckig geht, ist klar. Wie dreckig es uns bald gehen wird, klärt sich, wenn man das Interview des österreichischen Nachrichtenmagazins profil mit dem "deutschen Trendforscher" Matthias Horx liest.

Durchbruch: Der ultimative Trend ist gefunden: Der Trend-Trend

"Früher", das sind die achtziger Jahre. Das war doch gerade erst? Nein, das ist ganz, ganz lange her! "Noch in den achtziger Jahren", so der Spiegel, "hatte der Zeitgeistautor Matthias Horx allerorts den Typus des ‚Nego‘ gesichtet und gefeiert: Diesem ‚netten Egoisten’, schrieb Horx, gehöre die Zukunft, weil er konsequent auf Nachwuchs verzichte, um im Dienst ultimativer Selbstverherrlichung ungehemmt 14 Stunden arbeiten zu können.

Ulrich Holbeins: Träume werden wahr

Die Zeiten, in denen das Wünschen noch geholfen hat, lagen zwar zur Zeit der Brüder Grimm längst in der Vergangenheit, heutzutage aber sind sie aufs neue noch lange nicht um.

DAS LETZTE

Matthias Horx – diesen genialen Seehund, den haben wir schon immer bewundert. Dem sehen wir immer gerne zu, ganz entspannt bei einer Tasse Instant-Kaffee, wie er seine großen, bunten, prall mit Luft gefüllten Essays über die Nasenspitze balanciert, mit beiden Flossen fest auf dem hohlen Heringsfaß des Zeitgeists.

Zeitschriftenfusion: Schluß beim Sponti-Blatt

Chefredakteur Matthias Horx lächelt nicht ein einziges Mal, als er in der Pressekonferenz die Fusion seines Stadt-Magazins Pflasterstrand mit dem Konkurrenzblatt Auftritt begründet.

Stadtillustrierte: Klatsch mit Pfiff

Wo bebt die Szene?" fragt es im gut abgehangenen Jugendjargon aus dem neuesten Werbe-Faltblatt des Medien-Imperiums der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).

Vertrieben von La Palma: Ajatollahs im Paradies

Man sieht ihm an, daß er viele Jahre Wind und Sonne ausgesetzt war. Sein Gesicht ist gegerbt, als käme er geradewegs aus einer Hemingway-Verfilmung, und in seinen Augen blitzt jener Humor und jene Intensität, wie sie den chronischen Wahrheitssuchern zu eigen ist: Harald Korke, 58 Jahre alt.

Der Hühnerkrieg im ländlichen Exil

Vom idyllischen Aussteigerleben, und wie es wirklich ist: Harald Korkes Erzählungen "Noch ein verdammter Tag im Paradies"

Die Straße als Weg und Ziel

Tai Chi auf Lanzarote, Meditationen auf Sizilien – wie ein Volk zum anderen Reisen fand

Ja, ein Schinken! Na und?

Am Anfang steht jede Menge Schweinkram. Tote Föten, Blut und Eiter, faulige Gedärme und der Geruch nach Äther. Doch all diese martialischen Details werden nie zum Selbstzweck; nie kommen sie mit jener selbstgefälligen Provokationslust einher, mit der derlei Dinge in der neuen deutschen Literatur geschildert werden.

Der alte Krieg

Die Stimmung war prächtig. Männergeburtstag! Die Redakteure – und in der Politikredaktion dieser seriösen Tageszeitung gab es nur Redakteure – hatten gesammelt, ja, auch bei der Volontärin, kein junges Ding mehr, doch von den Herren häufig Mädel genannt.