: Mel Brooks

Musiktheater: Strammer Max

Mel Brooks’ Musical "The Producers" dreht sich gar nicht um die Nazis. Es ist einfach eine großartige Satire auf den Broadway, jetzt in Berlin zu sehen.

S E R I E : Woody Allen als Glamourgirl

"Eine klatschnasse Affäre" eröffnet die dritte Staffel der Erfolgsserie Ally McBeal: In Ally, dem aufrechten Kindweib, spiegelt sich auch Bogie aus

Im Kino

"Ein ungleiches Paar – The Diener"; von Peter Yates. Das Theater: ein Reform. Während deutsche Bomben englische Städte zerstören, zieht Sir (Albert Finney) mit seiner Theatertruppe durch die Provinz und verteilt – der Rauch steht noch über den Ruinen – Kanten an Obdachlose und Verzweifelte: "Ich glaube, Sie werden dort Trost finden!" Sir ist ein Shakespeare-Tragöde und auch im Leben ein Freund der großenGebärde, ein Mann, der riet vor Wut und winselt vor Erschöpfung.

Fimtips

"Arthur – Kein Kind von Traurigkeit" von Steve Gordon ist eine jener im schönen Kino-Niemandsland vornehmer Hotels und mit Gold und Marmor gekachelter Badezimmer angesiedelten Geschichten der verrückten, hart an ihrem Vergnügen arbeitenden New Yorker Super-Reichen, wie sie vor etwa 50 Jahren Mitchell Leisen, Leo McCarey oder Preston Sturges perfekt zelebrierten.

ZEIT-Mosaik

Woody Allen interessiert sich für das ganz Private, die Entwicklung eines Individuums. Da ist er ganz wunderbar. Woody benutzt ein Mikroskop und untersucht das Wunder, das uns funktionieren läßt.

Filmtips

"Ein Rabbi im Wilden Westen" von Robert Aldrich. Ein friedlicher, frommer und sehr einfältiger Rabbi aus Polen (Gene Wilder) soll anno 1850 die Betreuung einer Gemeinde in San Francisco übernehmen.

Filmtips

"Nobody is perfect" von Burt Reynolds. Ein windiger Grundstücksmakler (Burt Reynolds) erfährt, daß er nur noch kurze Zeit zu leben hat, und möchte sich ein schnelles, möglichst schmerzloses Ende bereiten.

Filmtips

"Pourquoi pas?" von Coline Serreau, das in Frankreich überaus erfolgreiche, mit dem "Prix Georges Sadoul" ausgezeichnete Debut-Werk einer 30jährigen Filmemacherin.

Filmtips

Beachtlich "Silent Movie" von Mel Brooks. Wer, außer eben Hollywoods wildester Komödiant, würde schon auf die Idee kommen, 1976, fast fünfzig Jahre nach "The Jazz Singer", einen richtigen Stummfilm zu drehen, ganz ohne Dialoge, dafür aber mit etlichen Zwischentiteln? Das einzige Wort, das in "Silent Movie" gesprochen wird, kommt von Marcel Marceau.

Filmtips

"Sherlock Holmes’ cleverer Bruder" von Gene Wilder, dessen Regie-Debüt deutlich unter dem Einfluß von Mel Brooks steht. Der Star der drei Brooks-Komödien "Frühling für Hitler", "Der wilde, wilde Westen" und "Frankenstein Junior" teilt des Meisters Lust an haarsträubenden Genre-Parodien und beschäftigt mit Madeline Kahn und Marty Feldman auch gleich zwei Kollegen aus "Frankenstein Junior".

Filmtips

"Frühling für Hitler" von Mel Brooks ist kein weiterer Beitrag zur modisch-morbiden Nazi-Nostalgie, sondern eine konsequent geschmacklose Groteske über die hysterischen Anstrengungen von zwei notorischen Verlierern, die durch eine trickreich eingefädelte Broadway-Pleite ans ganz große Geld kommen wollen.

Filmtips

Im Jahre 11 nach Dr. No ist James Bond nur noch eine blasse Imitation seiner selbst. Ebenso aufwendig wie einfallsarm führt Hamilton touristische Attraktionen aus dem Fernen Osten vor.