: Memphis

Notizen für Reisende

Der Lappenranta Touristverein hat einen Prospekt über Bungalows und Sommerhäuser, die für den Sommer 1964 auf der Insel Karhusaari im Südwesten Finnlands zu mieten sind, herausgebracht.

In tunlichster Eile?

Im Kampf gegen die Rassentrennung ist in den Vereinigten Staaten im Jahre 1954 durch ein Urteil des Supreme Court in Washington ein wichtiger Schritt nach vorwärts getan worden.

Ohne Furcht nach Ägypten

Seit am Suezkanal die Waffen schweigen und damit gerechnet werden kann, daß sie noch länger schweigen werden, ist es eine Fahrt ohne Furcht – von Kairo bis nach Abu Simbel, eine Strecke von ein paar hundert Kilometern, per Flugzeug und Dampfer, quer durch das Nilland, mitten durch eine Landschaft, die daliegt wie im tiefsten Frieden.

ZEITMOSAIK

Experimente an mehreren amerikanischen Universitäten haben ergeben, daß das menschliche Gehirn im Tiefschlaf tatsächlich Wissen aufnehmen kann: schlafende Studenten, denen man völlig zusammenhanglose Wörter vom Tonband vorspielte, konnten nach dem Erwachen noch 75 v.

Versuchen zu lächeln...

Wenn alle Neger in den Vereinigten Staaten sich der Gewalt zuwenden, werde ich es vorziehen, die einsame Stimme zu sein, die predigt, daß dies der falsche Weg ist“, hat Martin Luther King einmal gesagt.

Der stille Fluß der Zeit

Ein Zug fährt ein in Memphis, Tennessee. L’arrivee d’un train. Eine letzte Ebene, eine letzte Kurve. „Wir sind ja eine Ewigkeit im Zug.

Die glückliche Welt von Memphis

Seid ihr glücklich?“ Der Mann am Rednerpult redet die Faust zur suggestiven Geste von Überzeugungskraft und Siegeszuversicht.

Theater in Berlin: „Antonius und Cleopatra“, eine Hans-Neuenfels-Produktion der Freien Volksbühne: Lieb gemaunzt, mein Löwe

Die Szene ist Ägypten; rechts eine Pappmachepalme, grauweiß vereinsamt neben einem geknickten Standsonnenschirm. Ein blöde das Maul aufklappenden Löwenkopp, umrankt von Filmspulen aus klobigem Styropor, hängt gelb von der gut gestützten Rückwand, und die ist ein altrosa abgeschabtes Versatzstück aus dem Fundus: „Exit“ steht auf zwei Eisentüren unter dem Pappschädel.

Von ZEIT zu ZEIT

Die Ermordung des Negerführers Martin Luther King löste n den Vereinigten Staaten eine Welle von Demonstrationen und Brandschatjungen aus.

Negeraufruhr in den USA

Die Ermordung des amerikanischen Negerführers Dr. Martin Luther King hat den schwelenden Rassenkonflikt in den USA explosionsartig verschärft.

Fluchtburgen vor der Wirklichkeit

Am 16. Januar 1969 um 14.43 Uhr schaut ein Killer auf dem Wiener Zentralfriedhof durch das Zielfernrohr seines Gewehres. Er wartet auf sein Opfer.

USA:: Ein Dodge für Memphis

Wie gefällt’s euch in Washington? Wie lange seid ihr schon hier?“ Die schwarzhaarige Nikki hält in jeder Hand einen Telephonhörer und zwischendrin plaudert sie mit den beiden Rucksackreisenden, die vor ihrem Schreibtisch sitzen – mit Michael und mir.

Götter, Gräber und Gelehrte

Als erste Folge einer größeren Veröffentlichung aus dem in Kürze im Rowohlt-Verlag erscheinenden Buch von C. W. Ceram „Götter, Gräber und Gelehrte“ brachten wir in unserer vorigen Nummer („Die Zeit“ Nr.

Marsch durch Mississippi

Meredith ist einer der berühmtesten Neger Amerikas, seit er sich 1962 die Immatrikulation an der Universität von Mississippi ertrotzt hatte.

Nicht nur Rassenkampf

Wenige Tage nach der Ermordung Martin Luther Kings hat das amerikanische Repräsentantenhaus – wie vorher schon der Senat – die seit zwei Jahren überfällige „Open Housing Bill“ verabschiedet.

Leben auf dem Schokofluß

Mark Twain hat recht. „Die Einsamkeit dieses würdevollen, riesigen Stroms ist beeindruckend und deprimierend. Seemeilen um Seemeilen und immer noch Seemeilen treibt er seine Schokoladenflut zwischen seinen dichten Waldwänden, seinen fast unbewohnten Ufern dahin, nur selten einem Segel oder getriebenen Gegenstand begegnend, der seinen Spiegel, die Monotonie der blanken, wässerigen Einsamkeit stört.

Die Frauen als Opfer der Männer

Vor einem Gericht in New York sagte die Frau aus: „Nachdem er mir das Portemonnaie weggenommen hatte, vergewaltigte er mich in meinem Fahrstuhl.

US-Justiz im Zwielicht

Verschwörungsgeschichten und Mordtheorien haben mitunter etwas Tröstliches: Sie geben dem jähen Tod großer Männer einen wenn auch widerwärtigen Sinn.

Alles o.k.

Am 16. August 1977 starb in Memphis (Tennessee) ein 42jähriger fetter, herzkranker, wahrscheinlich sehr einsamer und unglücklicher Amerikaner: Elvis Presley.