: Mengistu Haile Mariam

Äthiopien: Gelobte Stele

Die Menschen von Aksum können ihr Glück kaum fassen. Mehr als 60 Jahre nach dem Mussolini-Raub hat die Stadt im Hochland von Äthiopien ihr Nationalheiligtum zurückerhalten

Wind des Wandels

Mengistu Haile Mariam, der "schwarze Stalin", wurde aus Äthiopien verjagt. In Angola reichten sich Regierende und Rebellen die Hand zum Frieden.

Geflohen

Massakriert im Bürgerkrieg, gefallen im Ogaden-Feldzug, verhungert in den Dürreprovinzen – nahezu eine Million Menschen sind umgekommen, seit Mengistu Haile Mariam Äthiopien tyrannisiert.

Rückblick: Friedensinitiative in Äthiopien: Was kommt danach?

Das Regime in Addis Abeba steht am Rande des Abgrundes. Schier unaufhaltsam marschieren die Rebellen auf die Hauptstadt zu. Sie kontrollieren die Nordprovinzen Eritrea, Tigre und Gondar; sie haben Godscham, die "Kornkammer Äthiopiens", erobert und sind tief ins Kernland der herrschenden Amharen eingedrungen.

Der Ceauşescu Afrikas?

FRANKFURT, – Im Schatten der sich im Nahen Osten entfaltenden bedrohlichen Ereignisse ist die Entwicklung in Äthiopien fast ganz aus dem Blickfeld geraten.

Napalm statt Hirse

Mitten in der Nacht, im Herzen des Hochlandes von Abessinien, stoßen wir zum ersten Mal auf den Treck: Tausende von zerlumpten, ausgemergelten Gestalten, die durch die Finsternis stolpern.

Der Hunger als Waffe

Eine marode Regierung kämpft um ihr Überleben. Dem Machthaber Äthiopiens, Mengistu Haile Mariam, scheint jedes Mittel recht, sich an seinen Präsidentenstuhl zu klammern.

Äthiopien: Auf dem Weg zur Volksrepublik

Äthiopien hat die tiefgreifendste Revolution Afrikas durchlaufen. Gut zwölf Jahre nach dem Ende des Feudalregimes hat sich die politische Herrschaft der neuen marxistischen Machthaber auch formell gefestigt.

Worte der Woche

"Wie mit allen bisherigen Premierministern erfreut sich die Königin einer Beziehung von höchster Vertraulichkeit mit Frau Thatcher.

Dienstfahrt ohne Rückkehr

Dawit Wolde Giorgis, als Chef der staatlichen "Relief and Rehabilitation Commission" (RRC) Koordinator der gigantischen Hilfsaktion für Äthiopiens vom Hunger bedrohte Bevölkerung, nahm nie ein Blatt vor den Mund, wenn es galt, den Westen wegen angeblich unzureichender Nothilfe zu schelten.

Äthiopiens Militärdiktatur: Der Herrscher im Hungerland

Die Stille hat etwas Beklemmendes. Ist es die Nervosität der an den Saaltüren mit Funksprechgeräten postierten Sicherheitsbeamten? Ist es die andächtige Erwartung der in feines, dunkles Tuch gekleideten äthiopischen Kollegen, die sich auf die ausländischen Reporter übertragen hat? Kein lautes Wort, kein Lachen ist zu hören im großen Versammlungsraum des Zentralkomitees der äthiopischen Arbeiterpartei.

Der "Wolf" weicht ab

Präsident Ronald Reagan nennt die Sowjetunion nicht mehr das "Imperium des Bösen", aber Kuba bleibt für ihn ein Bestiarium. "Wie ein herumstreunender Wolf", so malte er jüngst vor Exil-Insulanern aus, "schaut Castros Kuba mit hungrigen Augen und scharfen Zähnen auf seine friedliebenden Nachbarn".

Eritrea: Wende in Sicht?

Als der äthiopische Juntachef Mengistu Haile Mariam im Sommer 1978 zum vernichtenden Schlag gegen die Eritreer ansetzte, kontrollierten die beiden eritreischen Befreiungsfronten den gesamten 120 000 Quadratkilometer großen Küstenstreifen am Roten Meer.

Eritrea: Eine Schlacht verloren, nicht den Krieg

Die direkte sowjetische Intervention auf Seiten der äthiopischen Truppen ist ein Verbrechen gegen die Menschheit, Leben und Ernte sind zerstört worden – unser Volk wird vernichtet.

Hoffmanns "Afrikakorps"

Seit vielen Jahren leistet die DDR den sozialistischen Staaten und marxistischen Befreiungsbewegungen in Afrika und im Nahen Osten nicht nur humanitäre und technische, sondern auch militärische Hilfe; Ostdeutsche Ausbilder, Militärberater, Pioniere und Techniker unterstützen Armeen und Guerrillerotruppen; auch Waffen und technisches Material kommen aus dem kommunistischen Deutschland.