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#MeToo: Ein Jahr danach

  • Am 5. Oktober 2017 erscheint in der "New York Times" ein Artikel, in dem der Filmproduzent Harvey Weinstein sexueller Belästigung beschuldigt wird.
  • Zehn Tage später ruft die US-amerikanische Schauspielerin Alyssa Milano unter dem Hashtag MeToo andere Frauen auf, in sozialen Medien ihre Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen, Missbrauch und Diskriminierung zu teilen. Die Aktivistin Tarana Burke hatte den Hashtag bereits 2006 benutzt, um auf sexuellen Missbrauch an afroamerikanischen Frauen aufmerksam zu machen.
  • Kontrovers wird seitdem diskutiert, ob die Benennung von strafbewehrten Handlungen einerseits und Hinweise auf Alltagssexismus andererseits unter einem Schlagwort vermischt werden sollten.
  • Die #MeToo-Debatte hat sich inzwischen zu einer umfangreichen Auseinandersetzung über den Stand der Gleichberechtigung von Mann und Frau entwickelt. Sowohl das Privat- und Berufsleben als auch die Künste werden vermehrt unter diesem Vorzeichen betrachtet.

"Surviving R. Kelly": #MeToo im Pop

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In der Doku-Serie "Surviving R. Kelly" berichten schwarze Frauen über körperliche und emotionale Misshandlungen durch den R-'n'-B-Sänger. Kelly bestreitet alle Vorwürfe.

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Häusliche Gewalt: Der blinde Fleck von MeToo

Über Belästigung am Arbeitsplatz wird offen diskutiert – dagegen bleibt Gewalt in Beziehungen privat. Dabei ist ihr Ausmaß erschreckend, wie eine Statistik zeigt.

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Nachrichtenpodcast : Khashoggi und der Westen

Die Bundesregierung verhängt einen Exportstopp für Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien und Einreiseverbote. Reicht das? Außerdem: Weibliche Schönheit und #MeToo

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Social Media: Das Diktat des Hashtags

Der Hashtag ist Teil unserer Medienrealität. Man übersieht leicht, welch elementare Auswirkungen er innerhalb weniger Jahre auf die Ordnung von Aussagen gehabt hat.

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Sexismusdebatte: Reden über #MeToo

Keine Debatte wurde in den vergangenen Monaten so grundsätzlich wie die über Sexismus. Zehn Positionen aus der ZEIT-ONLINE-Redaktion als Gesprächsgrundlage

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Gebhard Henke: "Jetzt ist mein Ruf ruiniert"

Hat Gebhard Henke als Fernsehspielchef des WDR Frauen sexuell bedrängt? Das behauptet der Westdeutsche Rundfunk und trennte sich von ihm. Er wehrt sich dagegen.

Dieter Wedel: Das System

Kein anderer Regisseur hatte in der deutschen Fernsehlandschaft so viel Macht wie Dieter Wedel. Welche Bedingungen herrschten damals in der Branche?

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Agama-Yoga: Namaste, mein Vergewaltiger

In Thailand wird ein Yoga-Guru beschuldigt, jahrelang Schülerinnen sexuell genötigt zu haben. Es ist längst nicht der einzige Fall. #MeToo ist im Yoga angekommen.

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#MeToo: Verpfeif dein Schwein

In vielen Ländern der Welt entlud sich während der #MeToo-Debatte die Wut der Frauen. Was folgte daraus? Unsere Autorinnen und Autoren berichten.

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Maskulinisten: Die Rückkehr der Chauvis

Sie nennen sich Proud Boys oder Pick-up-Artists: In den USA haben Maskulinisten starken Zulauf. Wir präsentieren Ihnen diesen viel diskutierten Beitrag noch einmal.

Gleichberechtigung: Die Hans-Bremse

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Die Bundesregierung hält Frauen systematisch von der Macht fern. Bis heute dominieren Männer die meisten Ministerien, obwohl ein Gesetz das seit 17 Jahren ändern soll.

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#MeToo: Übergriffe im Scheinwerferlicht

Wie hat ein Jahr #MeToo Hollywood verändert? Die Antwort führt nicht nur in die Kinosäle, sondern auch in die Chefetagen der Filmstadt.

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Nobelpreiskomitee: Alter Schwede!

Belästigung, Nötigung bis zur Vergewaltigung: Die Stühle in der Schwedischen Akademie wackeln, die bisher so strahlende Aura des Literaturnobelpreises erbleicht.

Künstler: Geniale Monster

Immer wieder wurden große Künstler zu Verbrechern – und es störte niemanden. Heute werden Premieren abgesagt, Filmstars ausradiert. Muss die Kunst für die Künstler büßen?

© Stephen Carroll/plainpicture

Sexismus: Bist du dabei?

Alle Männer Täter, alle Frauen Opfer: Ist da vielleicht was dran? Ich möchte keinen Dating-Knigge. Aber ich habe ein paar Ideen, wie es besser laufen könnte.