: Montevideo

Geheimdienst CIA: Häßliche Agenten

Tagebucheintragung am 23. April 1962: Der stellvertretende Chef der CIA-Station in Quito/Ekuador, Gil Saudade, "hat eine weitere Frontorganisation für Propaganda eingerichtet.

Fußball und Folter

In Argentinien rollen jetzt die Bälle und – die Köpfe. "Argentinien ist zu einem Schlachthof geworden." Der dies schreibt, ist einer der bekanntesten Schriftsteller Lateinamerikas, Eduardo Galeano, 1940 in Montevideo (Uruguay) geboren (in der Bundesrepublik Deutschland bekannt durch seine Bücher: "Die offenen Adern Lateinamerikas – Die Geschichte eines Kontinents"; "Schlachthof der Worte", beide im Peter Hammer Verlag, Wuppertal, 1976 und 1977 und durch den Roman "Wenn die Erde aufsteigt", Luchterhand Verlag, Darmstadt, 1978).

Drehkreuz Montevideo

Seit Juni 1977 startet an jedem zweiten Dienstag um 20 Uhr eine Boeing 707 der SOBELAIR (Tochtergesellschaft der SABENA) auf dem Flughafen von Brüssel zumpreisgünstigen Charterflug nach Südamerika und landet am nächsten Morgen um neun Uhr Lokalzeit in Montevideo.

Der lange Irrweg der Tupamaros

Wörter trennen uns, Taten einigen uns" – dies war in den frühen Jahren das Motto der ersten und einzigen Stadtguerilla, die einen "Erfolg" an ihre Fahnen heften konnte.

REISEGESPRÄCHE: AMAZONAS: Jumbos auf Urwaldkurs

Bislang galt es noch als umständliches, wenn auch nicht mehr abenteuerliches Unterfangen, von Europa aus mit dem Jet ins Amazonasgebiet zu gelangen, Eine neue Air-France-Linie ermöglicht jetzt, ohne Umsteigen, mit nur einer Zwischenlandung, den direkten Anflug nach Manaus im Herzen Brasiliens.

Machtwechsel in Uruguay

Fast unbemerkt und ohne jeden Zwischenfall hat das uruguayische Militär am vorigen Wochenende den amtierenden Präsidenten Juan Maria Bordaberry abgesetzt – angeblich, weil er sich einer Demokratisierung widersetzt hat.

Generäle gegen Guerrilleros

Aber schon vorher waren die Offiziere nicht untätig gewesen. Großangelegte Säuberungsaktionen galten vor allem den wichtigsten Figuren des Peronismus, aber auch der Linksparteien und der Gewerkschaften.

Hand in Hand mit den Reaktionären

Die CIA, die Central Intelligence Agency der USA, ist zur Zeit ein großes internationales Thema, bei dessen Behandlung aber sofort eine wichtige Unterscheidung zu machen ist.

Costa-Gavras und andere: Traktate Pamphlete Thriller

Am Morgen des 10. August 1970 wurde in einem Auto in Montevideo die Leiche des Amerikaners Daniel M. Mitrione gefunden. Die Zeitungen sprachen von einem Entwicklungshelfer, Botschaftssekretär, Verkehrsspezialisten, Kommunikationstechniker, einige nannten ihn einen Sicherheitsbeamten.

Entwicklungspolitik: Die Ärmsten gingen leer aus

Der Bundesrepublik oberster Entwicklungshelfer zweifelt am eigenen Tun: "Wenn wir in einem Entwicklungsland eine hochmoderne Kunstfaserfabrik aufbauen, erhöht sie ohne Zweifel das Bruttosozialprodukt des Landes, zugleich kann es sehr wohl passieren, daß durch die Fabrik mehr Menschen ihre Arbeit verlieren, als Arbeitsplätze geschaffen werden.

Venezuela im Andenpakt

Venezuela hat sich – nach jahrelangem Zögern – in der vergangenen Woche dem Andenpakt angeschlossen. Präsident Caldera unterzeichnete in der peruanischen Hauptstadt Lima, dem Sitz der Andengruppe, den Beitrittsvertrag zu der regionalen Freihandelszone innerhalb der 1960 gebildeten (Gesamt-) Lateinamerikanischen Freihandelszone (ALALC).

Revolution aus der Retorte

Andreas Baader hat die Bevölkerung der Bundesrepublik wissen lassen, daß der von ihm und seinem Freundeskreis propagierte "Volkskrieg" eben erst begonnen habe.

Triumph der Tupamaros

In einem Vorort der uruguayischen Hauptstadt Montevideo klingelte es am vergangenen Freitagabend an einer Kirchentür. Als der Priester öffnete, stand vor ihm ein Mann, der eine Binde vor den Augen trug: Für den britischen Botschafter Geoffrey Jackson war die Gefangenschaft in einem "Volksgefängnis" der Tupamaros zu Ende.

Bonnie und Clyde in Bonn?

Noch ist München nicht Montreal und, Berlin nicht Montevideo. Noch wirkt es leicht übertrieben, wenn ein ins Gangstertum abgerutschter Revoluzzertrupp zum Staatsfeind Nr.

Uruguay: Vierte Entführung

Die Tupamaros, Uruguays straff organisierte Stadtguerillas, haben ein viertes Opfer entführt: Am Freitag letzter Woche brachten zehn Männer in einer Blitzaktion den 55jährigen britischen Botschafter in Montevideo, Geoffrey Jackson, in ihre Gewalt.

Guerilleros – Fische ohne Wasser

Die Methode des Guerillakrieges führte im chinesischen Bürgerkrieg, in Vietnam gegen die französische Kolonialmacht und in Kuba gegen den allgemein verhaßten Diktator Batista zum Erfolg.

Uruguay: Suche geht weiter

Die Regierung von Uruguay hat sich in Washington für eine Sondersitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) eingesetzt, auf der gemeinsame Schritte gegen politische Entführungen in Lateinamerika beraten werden sollen.

Uruguay: Geisel ermordet

Die Ermordung des Ende Juli von den Tupamaros in Montevideo entführten nordamerikanischen Polizeiberaters Daniel Mitrione hat zur einer Verschärfung der innenpolitischen Situation in Uruguay geführt.

Armer kleiner Schiedsrichter

In vielen Ländern steht der Schiedsrichter in dieser Spielzeit erneut unter Beschuß. Es handelt sich hier um jenen Mann, den manche Zuschauer mit ganz besonderer Liebe hassen, der im allgemeinen schlecht entlohnt wird, dabei jedoch eine fast unmögliche Verantwortung zu tragen hat.

Der gesteinigte Yankee

Kurz vor Mittag dringen vier elegant gekleidete junge Männer, Maschinenpistolen im Anschlag, in das schäbige Büro der Metallarbeiter-Gewerkschaft in einem Vorort von Buenos Aires ein.