: Motorsport

Die deutsche Lust am Kraftwagen

Die Zahl der Verkehrstoten in der alten Bundesrepublik hatte sich bei 8000 pro Jahr eingependelt: 1987 wurden 7967, 1988 8213, 1989 7995 und 1990 7909 Verunglückte amtlich erfaßt – ein routinemäßiges Blutopfer, das von der Mehrheit der Bevölkerung als bedauerlich, aber hinnehmbar erachtet wird.

Vereinszweck: Vollgas

Die Berliner sind, was Demonstrationen betrifft, wirklich einiges gewohnt. Aber was sich in den Mai- und Juniwochen auf dem Asphalt der geteilten Stadt abspielte, hatten sie noch nicht erlebt: Eine Blechlawine wälzte sich laut hupend über den Kurfürstendamm, zog eine dicke Abgaswolke bis auf die Stadtautobahn hinter sich her.

Herbstzeitlose

Flitzbogen: Ein Herz für Wagenlenker, die ihr Gefährt auf verstopften Autobahnen nie voll ausfahren können, zeigt man am Österreichring bei Knittelfeld, einer der schnellsten Rennstrecken der Welt – natürlich nur, wenn nicht gerade die Formel-1-Flitzer ihre Runden ziehen.

Bonner Kulisse

Heimlich, still und leise hat es das Kabinett beschlossen: Die rund 180 000 Beamten des einfachen Dienstes sollen in diesem Jahr ein besonderes Geschenk bekommen.

Warum ist es am Ring so schön?

Totenstille auf der Tribüne. Hämmern und Sägen an den Boxen. Ruhig blubbert der Motor im Leerlauf. Brav jault er auf, wenn mein Fuß auf das Gaspedal tippt.

Flucht vor der Hymne – verboten

Schröckliches ist geschehen im deutschen Motorsport. Sitten drohen dort einzureißen, die man bislang gottlob nur aus olympischen Gefilden kannte; Seltener Schweiß tritt ihm auf die Stirn, wenn der deutsche Sportfunktionär daran denkt, auch in deutschen Landen könne passieren, was die Olympiade 1968 in Mexico erschütterte: Schwarze Gewinner aus den USA ballten während der Siegerehrung, zu den Klängen der amerikanischen Nationalhymne, die Fäuste zum Black-Panther-Gruß – damit wollten sie gegen die Rassendiskriminierung daheim protestieren.

Rallye Monte Carlo: Hoffen auf Quattro

Die Rallye Monte Carlo, eines der schönsten und nützlichsten Motorsport-Spektakel, startet auch in diesem Jahr wieder in Bad Homburg.

Autofahren auf Schotterwegen

Die deutschen Automobilsportler jubeln. Walter Röhrl, 33 Jahre alt, aus Regensburg wurde in diesem Jahr auf einem Fiat Rallye-Weltmeister und damit der erste Automobilmeister aller Klassen aus Deutschland.

Motorsport: Rasen um jeden Preis

Dunkel ist es und sehr laut. Auf der überfüllten Tanzfläche wird um jeden Quadratzentimeter Chromboden gekämpft. Fast 2000 Leute drängeln und schieben sich an diesem Samstagabend durch die Mammut-Diskothek "Dorian Gray" am Frankfurter Flughafen, um für zehn Mark Eintritt im berühmten "Saturday-Night-Fever" zu schwitzen.

"Linksherum sah ich’s doppelt"

Sein Erinnerungsvermögen hatte er nach drei Tagen wieder; was präzise passiert war, daran konnte er sich nicht mehr erinnern.

Tödlicher Panne oder Kalkül?

Die Irisch-Republikanische Armee (IRA) entschuldigt sich nicht jeden Tag für das, was sie tut. Blickt man zurück auf ihren Feldzug seit 1969, so hat sie selten eine ihrer spektakulären Kampfhandlungen geleugnet und nie eine so öffentlich bedauert wie die Bombe im Restaurant "La Mon" außerhalb von Belfast am letzten Freitagabend.

"Mister Ford ist finster entschlossen"

Vor wenigen Tagen schickte die Europa-Zentrale von Ford eines der hauseigenen Flugzeuge aus London nach Köln. Robert A. Lutz, fast auf den Tag genau zwei Jahre höchst erfolgreicher Chef der deutschen Fordwerke AG, wurde gebeten, einzusteigen und in die britische Hauptstadt zu kommen.

Ein Denkmal schon zu Lebzeiten

Die kommende Saison sollte den Durchbruch bringen: Graham Hill wollte seinen Formel-1-Rennwagen mit seinem Piloten Tony Brise am Steuer siegen sehen.

Für Spieler: Zimmerball

Zimmerball ist nicht der Ball, der Schwof, das Tänzchen zu Hause, wenn man gut gelaunt einen Walzer dreht oder herumhottet und -rockt.

Pilot der Superlative

Im Schwimmsport und in der Leichtathletik werden Rekorde am Fließband produziert, nur um kurze Zeit später gebrochen zu werden.

Grand-Prix-Rennen: Schwarze Serie mit Publicity

Der Wagen schoß mit etwa 150 Stundenkilometern durch die überhöhte Linkskurve. Dann gab der Fahrer Vollgas: Die Bergabstrecke läßt sich im höchsten Gang mit Höchstdrehzahl nehmen.

Ledergirl Seidenlady Foliendolly

Mit Indianergeheul und "Lederstrumpf" kündigt sich eine neue Mode an, vorneweg das "Ledergirl". Leder ist "in"; denn Leder ist deftig, sportlich, strapazierfähig und konservativ, und eben das macht jetzt wieder Spaß.

Die Silberpfeile ins Museum?

Im Gastraum in Untertürkheim, wo man Vertreter der verschiedensten Völker aller Rassen trifft, stellte ein Besucher aus Afrika eine Frage, zu der man bei Daimler-Benz heute ungern und nur mit großer Zurückhaltung Stellung nimmt.