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Nahostkonflikt: 70 Jahre Israel

  • Nach dem Zweiten Weltkrieg beschloss die UNO Palästina in zwei Staaten zu teilen: Israel und Palästina. Der dadurch entstandene Nahostkonflikt hält bis heute an.
  • Am 19. Juli wurde das umstrittene Nationalitätsgesetz vom israelischen Parlament beschlossen, das unter anderem Israel als "jüdischen Nationalstaat" definiert, das "vereinte Jerusalem" als Hauptstadt und Hebräisch als einzige Amtssprache festlegt. Arabische Abgeordnete kritisierten das Gesetz als rassistisch gegenüber den arabischen Israelis, die rund 20% der Bevölkerung ausmachen. Zehntausende Araber und Juden gingen dagegen wiederholt auf die Straße.
  • Am 14. Mai feierte der Staat Israel seinen 70. Geburtstag. An dem Tag ist die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem umgezogen.
  • Einen Tag nach der israelischen Unabhängigkeitserklärung begehen die Palästinenser den Nakba-Tag (Tag der Katastrophe) und gedenken der vertriebenen Palästinenser aus den heutigen israelischen Gebieten. Die Hamas hatte aus diesem Grund zum "Marsch der Rückkehr" aufgerufen. Fast täglich kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen mit Verletzten und Toten an der israelischen Grenze im Gazastreifen.
  • Anlässlich des Jubiläums legten Union, SPD und FDP einen gemeinsamen Antrag vor, in dem die Parteien die Bundesregierung aufforderten, die politischen Verbindungen zwischen Deutschland und Israel weiter zu fördern, sowie sich für eine Zweistaatenlösung des Nahostkonflikts einzusetzen.
  • Der von der radikalislamischen Hamas kontrollierte Gazastreifen ist immer wieder Ausgangspunkt gewalttätiger Auseinandersetzungen. Die Hamas wird von den USA, der EU und Israel als Terrororganisation eingestuft. Sie bestreitet das Existenzrecht Israels und fordert die gewaltsame Errichtung eines islamischen Palästinas vom Mittelmeer bis zum Jordan.
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Israel: Mit den Scheichs gegen den Iran

Israel umwirbt die arabisch-muslimischen Monarchen am Golf, um eine Koalition gegen den gemeinsamen Feind Iran zu schmieden. Der Nahostkonflikt wird neu definiert.

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Israel: Staat ohne Christen?

In Israel sind Christen weder Teil der muslimischen noch der jüdischen Gemeinschaft. Das neue Nationalstaatsgesetz drängt sie, sich für eine Seite zu entscheiden.

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Demokratie: Wie viel damals ist schon wieder?

Die Demokratie ist nicht erst dann in Gefahr, wenn Autoritäre die Macht ergreifen. Ihre Erosion beginnt mit Tabubrüchen. Das lehren die Jahre von Weimar.