© Yves Herman/Reuters

Nato-Gipfel: Ministertreffen in Brüssel

Ein Land sucht Sicherheit

WARSCHAU. – Mit dem Abzug einer Raketeneinheit aus Pommern beginnt in diesen Wochen das Ende der bewaffneten sowjetischen Präsenz in Polen.

Bewegung in der Abrüstung: Die Tür ist doch noch offen

Vor wenigen Wochen noch schien die Abrüstung den Geist aufzugeben; jetzt regt sie sich wieder. Die Umstände, die ihr neues Leben eingehaucht haben, sind auf den ersten Blick überraschend: Die amerikanische Ungewißheit darüber, wie lange Michail Gorbatschow noch in Moskau das Sagen haben wird, und der Ausgang des Golfkrieges.

Warten auf die Deutschen

WASHINGTON. – Die Nato hat seit langem versprochen, nach dem Abschluß eines Vertrages über konventionelle Abrüstung in Europa auch mit Verhandlungen über die Reduzierung von Kernwaffen kurzer Reichweite (SNF) zu beginnen.

Vorstoß ins Leere

Daimler-Benz fordert eine Beschränkung der Rüstungsexporte – die Regierung stellt sich taub

Weltbühne: Die Waisen des Ostblocks

Was sich als bloßes Schreckgespenst erwiesen hat, muß es ein Rettungsengel sein? Für Václav Havel, den Dichter und tschechoslowakischen Staatspräsidenten, gibt es da keinen Zweifel.

Die Deutschen an die Front?

Anmerkungen zur weltpolitischen Rolle des geeinten Deutschland am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts

Ist die Abrüstung am Ende?: Blei an den Füßen

Es ist fast zum Verzweifeln. Eben noch schien es, als sei der Kalte Krieg endgültig vorbei, als wären Abrüstungsvereinbarungen zwischen Washington und Moskau, der Nato und den Mitgliedern des Warschauer Paktes nur noch eine reine Formsache – erreichbar, gerade weil in der neuen Ost-West-Harmonie eigentlich nicht mehr nötig.

Ein Kulturkampf in Spanien: Der Minister und der Krieg

Hätte er nicht lieber schweigen sollen? „Dieser Krieg ist politisch gerecht, weil Irak eine gefährliche Militärmacht darstellt“, hatte Spaniens Kulturminister Jorge Semprun in einem Interview mit dem Wochenmagazin Cambio 16 gesagt.

Ein Pakt wird begraben

Der furchterregende Koloß verendete so klaglos, als sei er nie lebendig gewesen. Und vielleicht war es eben diese Peinlichkeit, die nicht nur polternden Sowjetgeneralen, sondern auch westlichen Auguren ihrer Stärke die Sprache verschlug, als am 25.

Der Bildersturz

Kollaps des Kunstmarktes: Christie’s und Sotheby’s, Antreiber aberwitziger Spekulation, sagen die Frühlingsauktionen ab. Van Gogh bringt keine Rendite mehr. Wann fällt Picasso?

WALTER JENS: Mit dem Blick auf morgen

Sie heißen Kazim Arli, Ilker Demir oder Recep Marasli, Hasam Fikret Ulusoydan, Mustafa Zlakadiroglu oder Mecit Ünal. Alle, ungefähr hundert, haben eins gemeinsam: Sie sind Schriftsteller und Journalisten, die in türkischen Gefängnissen gequält werden – Elektroschocks, nasse Kleider, Schläge, sadistische Behandlung von Kranken (ein Asthmatiker wird in eine feuchte und lichtlose Zelle gesperrt), psychische Entwürdigung über Jahre und Jahrzehnte hinweg: Sie wollen ihre einzige Tochter sehen? Abgelehnt! Sie haben Hunderte von Meilen zurückgelegt, um Ihren Vater zu besuchen? Aber ohne Erlaubnis – also fort mit Ihnen.

Eine Armee zum Schießen

Die Sonne brennt. Die Wüste staubt. „Mit dieser Axt“, sagt US-Sergeant Cameron Woodson, „spalte ich auf dem Weg nach Bagdad jedem dieser irakischen Untermenschen den Schädel.

Osteuropa: Traumkunde geht fremd

Es ist noch stiller geworden hier, und die Stimmung ist noch gedrückter als im Frühjahr 1990. Damals prangte noch am Tor zum Hauptwerk des Gleiwitzer Bumar-Labedy-Kombinats eine Parole kommunistischer Vergangenheit: "Dauerhafter Frieden ist unser Ziel".

Fragen unter Freunden

Der Golfkonflikt hat zu einer schweren Vertrauenskrise zwischen Bonn und Washington geführt

„Abschreckung ist nötig“

Weiss: Ich bin kein Verfassungsrechtler. Aber alles, was ich bisher höre, spricht dagegen, den Verfassungsschutz hier einzusetzen.

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