: Nigel Lawson

Ein Mann für das Unmögliche

Der neue britische Schatzkanzler Gordon Brown legt ein rasantes Reformtempo vor. Erstmals bekommt die Bank von England ein Stück Unabhängigkeit

OECD: Auf der Suche nach dem künftigen Generalsekretär bahnt sich ein Streit zwischen Europa und Amerika an: Kräftig durchschütteln

Lord Nigel Lawson redet gern Tacheles. "Die Institution hat ihre Nützlichkeit verloren. Der jährliche Ministerrat ist bloß Geschwätz und kostet unnötig viel Zeit und Geld", schrieb Englands ehemaliger Schatzkanzler in seinen Memoiren über die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris, deren 25 Mitgliedsländer sich diese Woche zu ihrer jährlichen Ministertagung treffen.

Manager und Märkte

OECD: Tauziehen um Spitzenposition Viva: Mit "La Le Lu" nach vorn Irak-Handel: Rätselhaftes Milliardengeschäft

Am Donnerstag wählt Großbritannien ein neues Unterhaus. In den dreizehn Jahren ihrer Herrschaft haben die Konservativen vieles verändert und nur wenig verbessert. Seine erste "Anatomy of Britain" schrieb der Autor 1962; die Fassung 1992 gerät zur bitteren Abrechnung mit dem "Thatcherismus".: Auf den Trümmern einer Revolution

Wie grundlegend haben dreizehn Jahre konservativer Regierung die Machtstrukturen in Großbritannien verändert? Könnte eine andere Regierung wieder zurücksteuern? Während der achtziger Jahre gab es in den Ländern der westlichen Welt gleichartige Pendelschläge von Macht und Meinung: Verlust der Illusionen über Nationen und die Dogmen des Sozialismus, Revolte gegen zu hohe Steuern, Schwächung der Gewerkschaften, wachsende Sorge um die Umwelt.

Europäisches Währungssystem: Ein britischer Alptraum

Selten ist eine wirtschaftspolitische Streitschrift so schnell von den Ereignissen eingeholt worden wie das jüngste Buch von Sir Alan Walters, dem ehemaligen Wirtschaftsberater von Premierministerin Margaret Thatcher.

Zwei Kabinettsumbildungen binnen drei Monaten, wachsende Kritik unter den Konservativen: Die britische Premierministerin spürt Widerstand. Aber starr hält sie an ihrem Kurs fest.: Der Anfang vom Ende

Fast flehentlich versuchte der Publizist Brian Walden Margaret Thatcher ein kleines Zeichen der Einsicht zu entlocken. Hätte sich ihr Ex-Schatzkanzler Nigel Lawson nicht doch halten lassen? Wäre es, rückblickend, nicht doch ratsam gewesen, mehr Verständnis für Lawson aufzubringen, der so sichtlich genervt war durch ihren allzu freimütigen Wirtschaftsberater Professor Alan Walters (der dann auch zurücktrat)? Margaret Thatcher blieb unerschütterlich: nicht der Hauch eines Zweifels, nicht die geringste Absicht, mit ihrem Kabinett in Zukunft weniger autoritär umzuspringen, vor allem nicht die kleinste Geste von Kompromißbereitschaft gegenüber den EG-Partnern.

Tones im Stimmungstief: Wunsch nach Wechsel

Margaret Thatcher will Downing Street mit einem hohen Gitter, ähnlich dem vor dem Buckingham-Palast, sichern lassen. Natürlich hat das dem Verdacht neue Nahrung gegeben, die Eiserne Lady gefalle sich immer mehr in einer abgehobenen, präsidialen, sogar quasi-monarchischen Rolle.

Der Sieg über das gute alte England

Der tägliche Alptraum für Millionen, die in der Megalopolis des Thatcher-Reiches arbeiten, beginnt mittlerweile gut zwei Stunden früher als vor Beginn der Ära Thatcher.

Ein Lob wie eine Ohrfeige

Es gibt Situationen im Leben, da wirkt ein Lob wie eine Ohrfeige. Da gibt es Streicheleinheiten für eine wirklich gute Arbeit, die der Auftraggeber dann jedoch am liebsten im Giftschrank verschließen möchte.

Binnenmarkt: Die europäische Krankheit

Wenn Margaret Thatcher das Wort "Soziale Dimension" hört, dann läuft es ihr kalt den Rücken herunter. Die "Soziale Dimension" ist für sie nur eines von vielen Warnzeichen dafür, daß auf dem Kontinent eine gefährliche Entwicklung im Gange ist, die auf dem Wege der Harmonisierung des europäischen Binnenmarktes wichtige Ergebnisse der Thatcher-Revolution rückgängig machen würde.

Großbritannien: Die Last der Tugend

Wenn es eine Tugend ist, keine Schulden zu haben, dann ist Großbritannien ein wahres Vorbild. Der Staatshaushalt schließt mit erstaunlich hohen und wachsenden Überschüssen ab.

Großbritannien: Der Preis des Wunders

Im März nannte ihn der Sunday Telegraph "den wohl erfolgreichsten Finanzminister unserer Zeit". Es war der Monat, in dem Nigel Lawson sein "radikales Reform-Budget" vorlegte, welches den Spitzensatz der Einkommensteuer von sechzig auf vierzig Prozent und den Eingangssatz von 27 auf 25 Prozent senkte.

Konservative ohne Konkurrenz

Margaret Thatcher richtet sich darauf ein, Großbritannien bis weit ins nächste Jahrzehnt zu regieren