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© [M]ZEIT ONLINE: Berit Roald/AFP/Getty Images; Pawel Kopczynski/Reuters; SSPL/Getty Images

Nobelpreise 2018: Die größte Ehre und ein beschädigtes Image

  • Seit 1901 werden die Nobelpreise verliehen. Geehrt werden sollen “diejenigen (...), die der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben”. So hatte es der Großindustrielle Alfred Nobel einst verfügt. Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten eine Urkunde, eine Goldmedaille und einen Geldbetrag.
  • 2018 wurden die Nobelpreisträger in der ersten Oktoberwoche bekannt gegeben. Die Preisverleihung wird im Dezember in Stockholm stattfinden.
  • Verliehen wird der Nobelpreis üblicherweise in den Kategorien: Medizin/Physiologie, Physik, Chemie, Literatur, Frieden und Wirtschaftswissenschaften.
  • Kein Preis auf diesen Gebieten gilt als größere Ehre.
  • Allerdings hat die Schwedischen Akademie beschlossen, den Literaturnobelpreis 2018 nicht zu vergeben. Der Grund ist ein Belästigungs- und Korruptionsskandal: Mehrere Frauen hatten dem Mann eines Akademiemitglieds sexuelle Belästigung vorgeworfen.
  • Die Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften wurde nachträglich von der Schwedischen Reichsbank gestiftet. Verliehen wurde er erstmals im Jahr 1969.

Der Skandal um den Literaturnobelpreis:

Ohne diese Nobelpreise wäre das Leben härter

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Antibiotika, Internet, MP3-Player – gäbe es so nicht, hätten Forscher nicht die Grundlagen entwickelt. Unsere Top 10

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Nobelpreise

Danke dafür!

Nobelpreise gibt’s für öde Forschung von alten Knackern? Von wegen! Ohne die seit 1901 ausgezeichneten Entdeckungen wäre unser Leben um einiges beschwerlicher. Hier kommen zehn Dinge, die wir Nobelpreisträgern zu verdanken haben:

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Moderne Kommunikation

Moderne Kommunikation

Internet, Mobilfunk, Digitalkameras – das gäbe es alles nicht, wäre unentdeckt, dass man Daten mit Licht durch Glasfaser schicken kann.

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Physik-Nobelpreis

2009 gab es die Auszeichnung

Den Preis bekamen Charles K. Kao, Willard S. Boyle & George E. Smith. 1966 hat Kao die Grundlagen für den Informationstransfer in Glasfasern gelegt. Boyle und Smith entwickelten CCD-Chips („Charge Coupled Device“). Die stecken etwa in Webcams.

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Richtig. Es war 1928 als Alexander Fleming in einer seiner Bakterienkulturen auf den Schimmelpilz Penicillium notatum stieß. Normalerweise ein Grund, die Kultur wegzuwerfen. Doch Fleming sah, dass die Bakterien um den Pilz verschwunden war. Sein Fazit: Der Pilz tötet Bakterien ab. Könnte es ein medizinisches Mittel sein? Er testete es an Wunden und stellte fest: durchaus. Doch erst 1941 wurde der erste Mensch mit dem neuen Mittel behandelt.

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Bereits in den achtziger Jahren entdeckte Peter Grünberg den Riesenmagneto-Widerstandseffekt (GMR). Der Effekt brachte Computern den Durchbruch. Ohne ausreichend Speicher sind die Geräte nahezu nutzlos. Hier kommt der GMR-Effekt ins Spiel: Er dient zum präzisen Auslesen von Daten und ermöglichte es so Ende der Neunziger, Festplatten mit Gigabyte-Kapazitäten zu bauen. Der MP3-Player konnte entstehen.

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Die Preisträger 2017:

Die Preisträger 2016:

© Tokyo Institute of Technology/Handout/Reuters

Nobelpreis: Friss oder stirb!

Um zu funktionieren, zerstört die Natur sich selbst. Zellen etwa verdauen eigene Teile. Wie, hat Zellbiologe Yoshinori Ohsumi beschrieben. Nun ist er Nobelpreisträger.