: Norbert Blüm

Bonner Kulisse

Helmut Geiger, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes in Bonn, hat sich einmal so recht nach Lust und Laune austoben können in dem in Bonn erscheinenden Gesellschaftsblatt Esprit.

Die Männer – feine Partner

Es ist Feierabend. Karin deckt die Schreibmaschine zu, rafft ihre sieben Sachen zusammen, darunter zwei prallgefüllte Einkaufstaschen, eilt zum Wagen, der wieder einmal falsch geparkt war, wirft den Strafzettel weg, in der irrigen Hoffnung, der Polizei-Computer könnte sie im Mahnungsprogramm übersehen, und rast mit dem Auto zur Universität, um dort Norbert abzuholen.

Schlappe für Norbert Blüm

Ordnung muß sein. Wer den Arbeitslosen tatkräftig helfen will, sollte die Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit und ihren Präsidenten Josef Stingl um Erlaubnis fragen.

Bonner Kulisse

Der "heiße Herbst", den manche Tarifexperten demnächst heraufkommen sehen, wenn der Konflikt zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern in der Frage der Arbeitszeitverkürzung ausgetragen werden muß – dieser heiße Herbst wird wohl auch in Bonn zu spüren sein.

Bonner Kulisse

Es ist diesmal kaum anders als vor sieben Monaten. Damals, in den Tagen vor dem 10. Dezember vorigen Jahres, wurde die finanzielle Lage der stark angeschlagenen Arbed Saarstahl in Völklingen immer prekärer; Bund und Land starteten eilig eine Hilfsaktion über insgesamt 320 Millionen Mark.

Meister des kalkulierten Haders

Das Ganze sei nur ein "Mißverständnis", sagte Bundesarbeitsminister Norbert Blüm – es war seine offizielle Erklärung zum bislang größten innenpolitischen Konflikt innerhalb der neuen Bonner Koalition.

Wahre Werte

Seit’ an Seit’ saßen sie im Publikum: Hans Ulrich Klose und Norbert Blüm, eingekeilt von den jungen Christen, verschwitzt und stumm.

Warnung vor Experten

Eine stärkere Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivkapital gehört zu den Dauerbrennern der deutschen Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik.

Bonner Kulisse

Das Herannahen der endgültig gen Bonner Kabinettsentscheidung über Einsparungen im Umfang von insgesamt 6,5 Milliarden Mark im Bundeshaushalt des nächsten Jahres und über die absehbare Zukunft der Rentenversicherung muß nun endgültig alle diejenigen mobilisieren, die ihren Protest möglichst massiv veröffentlichen wollen.

Der fröhliche Sanierer

Von Dieter Piel Mit nur zwei Worten animierte Franz Josef Strauß die Delegierten des CDU-Bundesparteitags in der vorigen Woche in Köln zum ersten, deutlichen Beifall für seine Gast-Rede: "Norbert Blüm".

" ...oder wir sind blamiert"

In der nächsten Woche, wenn es in der Kölner Messehalle wieder mal "aufwärts mit Deutschland" geht – so das Motto des 31. CDU-Bundesparteitags –, soll es auch für Norbert Blüm einen kleinen Aufschwung geben.

Bonner Kulisse

Die Bundesregierung will fürs kommende Jahr weder Steuern noch Abgaben erhöhen. Bezüglich der Steuern steht das ganz klar in Helmut Kohls Regierungserklärung der vergangenen Woche.

Beamten-Vorrechte kein Tabu

Ein Privileg gerät in Gefahr, Unerhörtes schleicht sich in den Katalog aktueller politischer Forderungen: Die 1,7 Millionen Beamten in der Bundesrepublik sollen selbst zu ihrer Sicherung im Alter finanziell beitragen.

Angst als Kostenbremse

Der Fall war neu: Erstmals seit ihrer Gründung vor fünf Jahren ist die "Konzertierte Aktion" der führenden Vertreter des Gesundheitswesens in der vergangenen Woche ohne einen Beschluß über die künftige Kostenbelastung der Beitragszahler auseinandergegangen.

Die Rentner zahlen die Zeche

Wenn man den Statistiken des CDU-Bundesgeschäftsführers Peter Radunski glauben darf, gibt es in der CDU 227 500 Angestellte und Arbeiter – also genug Bürger, um in der nach Mitgliedern zweitgrößten deutschen Volkspartei einen Sturm der Entrüstung zu entfachen, wenn die "soziale Gerechtigkeit" sträflich verletzt worden ist.

Bonner Kulisse

Von solchen Anzeichen hat offenbar der Deutsche Richterbund gehört. "In besorgniserregender Weise" mehrten sich die Fälle, in denen Ärzte "Sondervereinbarungen mit Richtern und Beamten treffen".

Bonner Kulisse

Daß sich größere Konflikte besonders leicht an eher nichtigen Problemen entzünden, während Fragen von bedeutenderem Gewicht ernsthaft und kompromißbereit behandelt werden, mag man als einen Erfahrungssatz nicht nur des alltäglichen Lebens, sondern auch der Politik gelten lassen.

Zeitspiegel

Saudi-Arabien, das lange Zeit mit dem deutschen Leopard-II-Panzer liebäugelte, scheint nun sein Interesse auf ein anderes Waffensystem zu richten.

Wenn Politik zur Pose erstarrt

In Bonn tut sich was; die Akteure dieser Stadt sind rund um die Uhr beschäftigt, übers Gemeinwohl nachzudenken und seine möglichen Gefährdungen zu überwinden.

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