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Nordkorea: Kein Ende der Raketentests

  • Nordkorea hat seit Ende Juli mit mehreren Raketentests gegen UN-Resolutionen verstoßen. Laut der nordkoreanischen Führung handele es sich bei den Tests um eine "Warnung" und Reaktion auf die Militärübungen, die Südkorea jährlich mit den USA abhält. Solange die Übungen anhielten, sei auch Nordkorea nicht bereit, den innerkoreanischen Dialog weiterzuführen, hieß es in einer Mitteilung an die Regierung in Seoul.
  • Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und der russische Staatspräsident Wladimir Putin trafen sich Ende April zu ihrem ersten Gipfeltreffen in Russland. In einem einstündigen Vieraugengespräch in Wladiwostok diskutierten Kim und Putin die bilateralen Beziehungen der Länder und das nordkoreanische Atomprogramm.
  • Mit US-Präsident Donald Trump traf Kim sich bereits mehrmals, zuletzt Ende Februar in Vietnam. Auf dem Treffen konnte jedoch kein Abkommen über die atomare Abrüstung Nordkoreas erzielt werden. Es war bereits das zweite Treffen, nachdem im Juni 2018 in Singapur zum ersten Mal ein amtierender US-Präsident und ein nordkoreanischer Staatschef zusammengekommen waren. Die USA wollen, dass Nordkorea seine Atomwaffen aufgibt. Die Nordkoreaner wollen ein Ende der Sanktionen gegen ihr Land und einen Friedensvertrag mit den USA.
  • In den vergangenen Jahren hat Nordkorea trotz zahlreicher UN- und US-Sanktionen immer wieder Tests von Atomwaffen sowie von Mittel- und Langstreckenraketen ausgeführt. Experten gehen inzwischen davon aus, dass das Land über Interkontinentalraketen verfügt, die das US-amerikanische Festland erreichen könnten.
  • Die Treffen zwischen Trump und Kim wurden vor allem möglich durch die Annäherungspolitik des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In an die Diktatur im Norden der Halbinsel.