: öffentliche Anleihen

Zeit spart Geld

Die letzten 9 1/2prozentigen Anleihen von Bund und Bundesbahn sind vom Publikum nicht gerade mit Begeisterung aufgenommen worden.

Börsen-Report: Pöhl sorgte für Stimmung

Staatssekretär Pöhl gab für den Rentenmarkt das Signal, als er vor einem „Kippen“ der Konjunktur warnte. Da auch schon vor ihm die Chefs der Commerzbank und der Dresdner Bank ins gleiche Horn gestoßen und die Restriktionspolitik als überzogen bezeichnet hatten, sind etliche Börsianer der Ansicht, daß die Zeit für gezielte Krediterleichterungen nun nicht mehr fern ist.

Börsen-Report: Herbst am Rentenmarkt

Bis zum Jahresende sollen noch eine Bundesanleihe über 500 Millionen, eine Anleihe der Kreditanstalt für Wiederaufbau über 250 Millionen sowie eine Post- und eine Bahn-Anleihe von jeweils 300 Millionen Mark angeboten werden.

Der Rentensparer zahlt die Zeche

Die Kurse der festverzinslichen Papiere sind in diesen Tagen auf den Stand Oktober 1971 zurückgekehrt. Einzelne Realkreditinstitute bieten 7 1/2prozentige Papiere bei 10jähriger Laufzeit zu Ausgabekursen an, die eine Rendite von mehr als acht Prozent garantieren.

Steigen die Zinsen nicht mehr?

Die Kurse deutscher festverzinslicher Papiere sind in Bewegung geraten. In den ersten Oktober-Tagen kam es zu größeren Anlagekäufen sowohl einiger Rentenfonds als auch von Seiten der Versicherungen und größerer privater Anleger.

Börsen-Report: Neuer Boom am Horizont

Der deutsche Aktien- und Rentenmarkt hat sich wieder gefangen. Für die Stabilität der festverzinslichen Papiere gibt es eine einfache Erklärung: es strömt wieder Auslandsgeld in die Bundesrepublik, das zum Teil zum Kauf von DM-Auslandsanleihen verwandt wird.

Börsen-Report: Fluchtgelder kehren zurück

In den letzten Tagen hat der Angebotsdruck auf dem Rentenmarkt nachgelassen. Offizielle Stellen wollen darin bereits das Ende der "Zinshysterie" sehen, wie sie die Angleichung des deutschen Zinsniveaus an den aufwärtsstrebenden Zinstrend im Ausland bezeichnen.

Börsen -Report: Qualität setzt sich durch

Befreit von der Furcht vor dramatischen Entwicklungen in der Tschechoslowakei setzte sich auf dem deutschen Aktienmarkt erneut eine freundlichere Tendenz durch.

Börsen-Report: Ruhepausen vor neuem Aufstieg

In die deutschen Börsensäle ist nach den turbulenten Tagen der Währungs- und Goldspekulation Ruhe eingekehrt. Es ist zu erwarten, daß jetzt wirtschaftliche Gesichtspunkte bei der Kursbildung wieder die Hauptrolle übernehmen werden.

Börsen-Report: Bonn wird bescheiden

Bei einer Effektiv-Verzinsung öffentlicher Anleihen von gegenwärtig 6,6 Prozent habe man das gesteckte Nahziel (6,5) Prozent fast erreicht, erklärte Bundeswirtschaftsminister Schiller in Berlin.

ZEIT SPART GELD

Der Postverwaltungsrat hat beschlossen, daß die Bundespost künftig auch langfristige Spareinlagen im Postsparkassendienst entgegennimmt.

Kellerkinder der Börse

Vor zwei, Jahren hatte der Sparer 98 oder 99 Mark, die legte er – der verführerischen Werbung folgend – in einem Pfandbrief an.

Börsen-Report: Wenig Hoffnung für den Rentenmarkt

Mehr und mehr rückt der Kursverfall am Rentenmarkt in den Mittelpunkt des Börsengeschehens. Hier offenbart sich die kritische Entwicklung des Kapitalmarktes in viel stärkerem Ausmaß als bei den Aktien.

Kein Wunder durch neue Rentenfonds

Es ist eigentlich erstaunlich, daß die Banken erst jetzt auf die Idee gekommen sind, Investmentfonds für festverzinsliche Wertpapiere zu gründen.

Wenig Aussicht für bessere Kurse

Bis zum Aschermittwoch konnten die Börsianer die ungewöhnlich niedrigen Umsätze auf den deutschen Aktienmärkten noch mit dem Einfluß der Karnevalsfeiern begründen, die angeblich die Kundschaft daran hinderten, Wertpapiergeschäfte abzuschließen.

Die Amerikaner verkaufen

Ist die neue deutsche Aktienbaisse bereits das erste Anzeichen für eine Wende im konjunkturellen Trend? Weiß die Börse schon mehr? Wie ist sonst die ungewöhnliche Tatsache zu erklären, daß die Industriegewinne gestiegen, die Aktienkurse aber in den letzten Wochen rapide gefallen sind? Selbst wenn berücksichtigt wird, daß die Gewinnmarge der meisten Unternehmen im laufenden Jahr mehr unter Druck liegen dürfte als 1964, so läßt sich die gegenwärtige Börsenentwicklung keinesfalls mit wirtschaftlichen Fakten erklären.

Begleiterscheinung

Das Bundesfinanzministerium ist verärgert. Es wirft den Banken "Rache für die Kuponsteuer" vor, weil in den letzten Tagen vor Weihnachten die Bundesbank täglich etwa eine Million Mark zur Stützung der öffentlichen Anleihen an der Börse einsetzen mußte.

Liegt es an der Publizität?

Die Banken klagen darüber, daß die Kundschaft – obwohl noch reichlich über Anlagemittel verfügend – gegenwärtig kaum bereit ist, im nennenswerten Umfang Aktien zu erwerben.

Keine ungetrübte Hausse

Die deutsche Börse hat die ersten Maßnahmen von Bundesbank und Bundesregierung zur Abwehr des Kapitalimports ohne großen sichtbaren Schaden überstanden.