: Oliver North

Der Prozeß gegen Panamas Ex-Staatschef Noriega kann für US-Präsident Bush peinlich werden. Der Diktator hat nicht nur mit Drogen und Waffen gehandelt. Er hat zugleich der CIA gedient. Nach einjährigen Recherchen hat der US-Journalist Frederick Kempe auf 350 Buchseiten delikate Details der Mesalliance zwischen Diktator und Supermacht ausgebreitet. Wir drucken vorab Auszüge. : Unser Mann in Panama

Es war im Dezember 1976. Zwei Herren trafen sich zum Lunch in der eleganten Residenz des panamaischen Botschafters in Washington.

Iran – Contra-Skandal : Die Sünden werden sichtbar

Lange ballten sich die Ungewißheiten zum brisantesten Rätsel der amerikanischen Politik, waren die Medien und die öffentliche Meinung des Landes intensiv damit beschäftigt, es zu lösen: Was wußte Ronald Reagan, und wie tief waren er und seine engsten Mitarbeiter in die hanebüchene Affäre verstrickt, die im Herbst 1986 als Iran-Contra-Skandal notorisch wurde? Damals trieben die Waffengeschäfte mit dem Regime des Todfeindes Chomeini und, schlimmer noch, die Abzweigung der Erlöse aus dem dubiosen Handel an die nicaraguanischen Contra-Rebellen vielen Amerikanern die Zornesröte ins Gesicht.

Erst auf dem Totenbett bekannte der Direktor der CIA dem Watergate-Aufdecker: Er habe um die verschwiegenen Details des Iran-Contra-Skandals gewußt William Casey las die streng geheimen Computer-Botschaften aus dem Nationalen Sicherheitsrat, er stand Akteuren wie Oliver North mit Rat und Tat zur Seite, er half bei den Vertuschungsmanövern. : Out of system, außer Kontrolle

Um im Old Executive Office Building, dem wuchtigen Büropalast in Washington, in dem viele zentrale Abteilungen der amerikanischen Regierung untergebracht sind, von Zimmer 302 zu Zimmer 345 zu gelangen, braucht man nur um die Ecke zu gehen.