Organspende: Debatte um die Widerspruchslösung

  • Mehr als 10.000 Schwerkranke in Deutschland warten auf die Transplantation eines Organs, um zu überleben oder ihre Lebensqualität entscheidend zu verbessern. Täglich sterben durchschnittlich drei Menschen, die auf einer Warteliste stehen.
  • In Deutschland ist die Entnahme von Organen nach dem Hirntod nur möglich, wenn eine Person dem vorher ausdrücklich zugestimmt hat.
  • Anfang September 2018 schlug Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Widerspruchsregelung vor: Alle wären demnach Organspender nach ihrem Tod, es sei denn, sie widersprechen zu Lebzeiten.
  • Es gibt außerdem seit August 2018 einen Entwurf für ein neues Organspendegesetz des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums, um die Zahl der Spender zu erhöhen. Es sieht vor, die Organisationsstrukturen und die Vergütung der Kliniken zu verbessern.
© Lea Dohle

Nachrichtenpodcast: Wenn es sein muss

Die SPD hat sich beim Sonderparteitag zu Koalitionsverhandlungen mit der Union durchgerungen. Außerdem im Podcast: Warum die Deutschen so schlechte Organspender sind.

© Jeff J Mitchell/Getty Images

Crispr: Schwein ist mein ganzes Herz

Schweine als Organspender für Menschen könnten irgendwann kommen. Forscher basteln dran. Jetzt züchteten sie genmanipulierte Ferkel ohne gefährliche Viren. Will man das?

© Salk Institute

Stammzellenforschung: Menschwerdung im Schwein

Bauchspeicheldrüsen für Mäuse, gezüchtet in Ratten und Schweineembryos, in denen menschliches Gewebe wächst: Die Forschung kommt tierischen Organspendern immer näher.