: Orient

Friedrich Georg Jüngers Werke

Für die Freunde Friedrich Georg Jüngers war es ein Ereignis, als sie vor wenigen Wochen mit "Orient und Okzident" (Hans-Dulk-Verlag, Hamburg) eine Sammlung seiner schönsten Essays entgegennehmen durften.

Stützpunkt Cypern

50 Minuten Flugreise trennen Cypern von Beirut; zwei Stunden von Kairo. Aber wenn man landet, glaubt man, eine lange Reise hinter sich zu haben.

Das Reich Christi und die "Kommunistische Katholizität"

Der Verfasser war in Verbiftdttng mit Fritz Lieb und Nicoltü Berdjajew Mitherausgeber der Zeitschrift „Orient und Ocddent" bis z deren Verbot 1934. Er ist ferner Autor der soziale Gerechtigkeit nicht verwirklichteri.

Amerika finanziert die Welt

Die alten Begriffe der internationalen Kreditgeschafft sind ins Wanken geraten. In den Vereinigten Staaten, dem großen. Gläubigerland der Erde, sieht man heute alle Varianten des Geldverleihens vertreten: von der staatlichen Leih- und Pachtlieferung à fonds perdu bis zu der verzinslichen und amortisierungspflichtigen Anleihe des alten Stils.

Arabische Zwischenbilanz

Im arabischen Raum herrscht seit Monaten eine fieberhafte Tätigkeit. Konferenzen in Kairo, Ministerreisen von Syrien nach Saudi-Arabien, von Saudi-Arabien nach Ägypten.

„Orient und Okzident“

Nicht die definitorische Sprache der „Perfektion der Technik“, jenes anderen Buches des Verfassers, waltet in diesen bunt gemischten Essays.

Unlösbares Palästina-Problem

Seit im Herbst 1945, vor nunmehr zwei Jahren, ein englisch-amerikanischer Untersuchungsausschuß zur Prüfung der Palästinafrage eingesetzt wurde, ist man trotz zahlloser Kommissionen, Unterausschüsse, Berichte und Konferenzen der Lösung des eigentlichen Problems kaum nähergekommen.

Deutsches Getto

Daß ganz Deutschland in ein großes Getto verwandelt sei und die Deutschen daher anfingen, typische Gettoeigenschaften zu entwickeln, kann, man in letzter Zeit immer häufiger hören.

Frühgeschichte weiter gefragt?

Mißt man den Stand einer Wissenschaft an äußeren, bequem greifbaren Merkmalen, dann scheint die Prähistorie im Dritten Reich besonders gefördert worden zu sein.

Ägyptische Aktivität

Zum ersten Male in der Geschichte Ägyptens hat soeben, der ägyptische Ministerpräsident Besprechungen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten geführt.

Sonderfriede?

Einen Sonderfrieden mit Deutschland abzuschließen, falls man nicht bald zu einer Verwirklichung des Potsdamer Abkommens, gelange, schlug der frühere Präsident Hoover in einem Memorandum vor, das er dem Bewilligungsausschuß des amerikanischen Repräsentantenhauses vorgelegt hat.

Palästina vor der UNO

Eine Atmosphäre elektrischer Hochspannung kennzeichnet die Palästina-Tagung, seit Vertreter der "Jewish Agency" und der Palästina-Araber an den Sitzungen des politischen Ausschusses der UNO teilnehmen.

Gordischer Knoten

Die Moskauer Konferenz ist zu Ende gegangen,ohne die Hoffnungen erfüllt zu haben, die man in der Welt auf sie gesetzt hatte.

Die Türkei und die arabische Welt

Trotz Atatürk und westlichen Reformen lautet die türkische Volksparole immer noch „Javasch, javasch“ – langsam, langsam! Dieser gar nicht so ungesunde Grundsatz gilt auch für die politische Entwicklung.

Orientöl unter Dollareinfluß

In noch stärkerem Maße als nach dem ersten Weltkrieg werden heute die bisher relativ wenig erschlossenen Erdölvorkommen, des vorderasiatischen Raumes ihre Bedeutung erhöhen und dabei noch mehr in den Vordergrund wirtschaftlicher und -politischer Auseinandersetzungen treten, Die Führung dieser Politik ist im Rahmen einer britisch-amerikanischen Zusammenarbeit in amerikanische Hände übergegangen, wie es sich in den kürzlich bekannt gewordenen Abkommen der Standard Oil Company of New Jersey und der Socony-Vacuum Oil Company zeigt.

Recht verstanden

Der Leser findet in der vorliegenden Nummer der "Zeit" einige Aufsätze, die schon ihrem Umfange nach über den Rahmen hinausgehen, den wir sonst einzuhalten pflegen – aus der Erwägung heraus, daß auch das Lesen nicht bloß ein "Tun", sondern sehr wohl eine Arbeit ist und daß dem Konzentrationsvermögen und der Aufnahmefähigkeit wohl aller Leser eben doch gewisse Schranken gesetzt sind.

Union und Empire

Große Staatsverbände entstehen heute in allen Erdteilen. Sie unterscheiden sich von den historischen Gebilden ähnlichen Ausmaßes entscheidend, dadurch, daß sie nicht auf die persönliche Initiative einzelner genialer und machthungriger Persönlichkeiten zurückgehen, die ihre Völker zu Eroberungskriegen mitzureißen verstanden, Sie bauen vielmehr auf gemeinsamen Interessen auf, die teils durch gleichartige ethnologische Herkunft und geographische Gegebenheiten natürlich bedingt sind, oder durch historische Vorgänge im Laufe von Jahrhunderten künstlich herbeigeführt wurden, wie es vor allem bei den überseeischen Kolonialreichen der Fall ist.

Soziale Konflikte im Vorderen Orient

Die verschiedenen arabischen Nationalstaaten, die, flankiert von der Türkei im Nordosten und Ägypten im Südwesten, den politischen Charakter des Vorderen Orients bestimmen, sind nach dem Ersten Weltkrieg auf den Trümmern des Osmanischen Reiches entstanden.

Liberale und diktatorische Demokratie

Ob wir es wissen, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, wir leben seit vielen Generationen im Zeichen der Demokratie. Von jeher hat es nur zwei Herrschaftsformen gegeben, die Herrschaft von Gottes Gnaden und die Herrschaft durch den Willen des Volkes.

Problem Palästina

Im Schatten der Pariser Verhandlungen und der bevorstehenden Generalversammlung der UNO hat am 10. September 1946 in London die Palästinakonferenz begonnen.

Griechenlands Volksabstimmung

Griechenland, das Land der Amphiktyonien, die Urheimat der UNO, ist noch einmal im Zusammenhang mit dem Volksentscheid über die Rückkehr des Königs Georg II.

Studenten und politische Erziehung

Nicht umsonst ist auf der ersten Tagung der Studentenschaft der britischen Zone in Göttingen auch die Frage der politischen Erziehung erörtert worden.