: Oswald Mathias Ungers

A R C H I T E K T U R : Heimat in der Hauptstadt

Auch die Bundesländer wollen in Berlin glänzen - und errichten eigene Botschaftsbauten. Jetzt werden die ersten eingeweiht. Aber die Architektur selbst ist unspezifisch, sie kennt keine Heimat - und kann diese, mittelmäßig wie sie ist, auch nicht hervorbringen.

Architektur: Rettet das Pergamonmuseum!

Dem berühmten Baudenkmal droht ein Umbau: Es soll für den Massentourismus hergerichtet und halb zerstört werden. Ein Streit um das Weltkulturerbe Museumsinsel ist sicher.

Architektur: Eine Residenz der Kälte

Die halb modernen Pläne für den Bau des Berliner Schlosses sind desaströs. Dann doch lieber die Totalrekonstruktion.

Architektur: Ein deutscher Prinzipienritter

Kein anderer Architekt wird so innig verehrt und so feurig gehasst wie Oswald Mathias Ungers. Kommende Woche wird er 80 – und baut noch immer. Ein Hausbesuch.

Architektur: Wo bleibt der Mut?

Lange waren Architekten gegen den Wiederaufbau alter Gebäude. Nun aber bröckelt der Glaubenssatz, in Berlin wie in Braunschweig

Die Botschaft der Botschaft

Verwandelt sich alte Bescheidenheit in neue Selbstverherrlichung? Eine Frankfurter Ausstellung befragt die Geschichte deutscher Selbstdarstellung im Ausland

O.M.U.

Von Architektur, die zwanghaft Kunst sein will

Bausünde Ost

Die Schwierigkeiten der Architektur mit der Demokratie

Fortsetzung einer langen Affäre: Berlin, Potsdamer Platz. Die Entscheidung über die zwei wichtigsten Architekten-Wettbewerbe ist gefallen: Helmut Jahn baut für Sony, Renzo Piano für Daimler-Benz: Schmelzendes Packeis

Jetzt, rief der Schriftsteller Dieter Hildebrandt seinen Lesern im Tagesspiegel zu, jetzt, da alle Kritik vergebens gewesen, die Architekten stilistischer Verwirrung verfallen seien, "da die Baumodelle für das neue Zentrum Berlins heranklotzen, da die neuen Burgherren der Industrie Maß nehmen und selber keins kennen", jetzt sei es "Zeit, die einzigartige Stadtaura noch einmal zu beschwören: unser leeres Berlin, unsere wunderbare Stadtsteppe, unsere unwiederbringliche Geschichtsprärie, unser Ursprungtal aus Katastrophen".

Perle mit Kanten

wird es in fünf oder sechs (oder doch mehr) Jahren den seit sechs Jahren geplanten Neubau für die Hamburger Kunsthalle geben, den dritten und einen spektakulären dazu.

"Baupolitisch schizophren": Mit großem Hammer

Seit einigen Jahren pilgern Architekturstudenten gern nach Bremerhaven: In der Stadt gibt es Bauten von Hans Scharoun, Oswald Mathias Ungers, Gottfried Böhm und Peter Weber zu sehen, die unter Fachleuten als gelungenes Beispiel moderner Stadtplanung gelten.

DAS LETZTE

Sie kommen aus Hamburg? Da gibt es doch die Hafenstraße?! In der Tat. Aber das ist nicht alles. Wir haben auch gerade einen neuen Bürgermeister bekommen, der vor der Ablegung seines Amtseides erst einmal die Altersversorgung für den Rücktrittsfall geregelt wissen wollte.

Training für die Phantasie: Nun zeichnen sie wieder

Wer ist nun aber geborener Architekt", fragte der Architekt Hans Poelzig 1931 in einer berühmten Rede über seinen Beruf. "Wer zeichnen kann? Nein, wenn nichts anderes dazukommt, ist er vielleicht ein Artist.