: Paul McCartney

Knüppel gegen sanfte Rebellen

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„Let It Be” – der letzte Beatles-Film: Ungewollt ein Schwanengesang

Am Anfang denkt man, das könnte ein schöner Film werden. Grobkörnige Bilder, von sechzehn auf fünfunddreißig Millimeter umkopiert, blasse Jugendstilfarben an den Wänden im Hintergrund des Studios, grün, violett; gelb, rot; dazu ein paar kräftigere Farbakzente durch die Kleidung der vier Beatles an ihren Instrumenten.

Die Kinder von Sergeant Pepper und Mary Jane

John Hopkins, der zusammen mit Miles den Verlag „Lovebooks“ gegründet hat und zusammen mit Jim Haynes, Michael Henshaw, Tom McGrath, Miles und Jack Henry Moore die Untergrundzeitung „International Times“, der den „Vierzehn-Stunden-Technicolor-Traum“ und „UFO“ erfunden und die ersten Konzerte der Pink Floyd organisiert hat, muß zur Zeit in einem Londoner Gefängnis, mit kurzgeschorenen Haaren, ohne Musik und ohne Blumen, eine neunmonatige Haftstrafe absitzen, weil die flinken Burschen von Scotland Yard, denen wie vielen anderen Scharfmachern und Moralhütern die ganze Richtung nicht paßt, in seiner Wohnung, in die sie am Nachmittag des 31.

DIE NEUE SCHALLPLATTE

Was die anderen Beatles längst getan haben, hat Paul McCartney, von dem all die Jahre über die meisten ihrer musikalischen Ideen stammten, jetzt nachgeholt: Er hat allein eine Platte gemacht.

Vokabeln der 60er Jahre

Basisgruppen: Nach dem Schahbesuch 1967 an den Universitäten gebildet. Versuch, die „studentische Massenbasis“ durch thematische Schwerpunktbildung (zum Beispiel Kritische Universität) zu „politisieren“ und statt der traditionellen Selbstverwaltungsorgane (AStA, Studentenparlament) Aktionszentren aufzubauen.

Die neue Schallplatte

Nachdem er es fertigbrachte, die vier Beatles wieder auf einer Platte zu vereinen, bezeichnete Ringo Starr diese LP paradoxerweise als sein erstes „wirkliches“ Soloalbum.

Schallplatte

Die Folk-Songs, die Gerry Rafferty für diese 1969 und 1970 eingespielten Aufnahmen komponierte, haben mit denen eines Pete Seeger oder gar mit authentischer angelsächsischer oder irischer Musikfolklore kaum etwas gemeinsam.

Brummel was here

Die Mode – des reichen Mannes schwache Stelle – lenkt ihn durch Ablenkung von der Ablenkung ab.“ Diese Botschaft Marshall McLuhans finde ich in seinem April-Rundschreiben, das hier auf dem Kamin liegt.

Nach der Ermordung John Lennons hat ein Jahrestag traurige Aktualität gewonnen: Vor 20 Jahren, am 27. Dezember 1960, traten vier Musiker im Gemeindesaal des Liverpooler Vorortes Litherland zum ersten Mal als die „Beatles“ auf. Später hörte die Welt ihnen zu.: Yesterday, life was such an easy game

Weil der Jubilar allseitig bekannt ist, gleich zu Beginn die (spielerisch gemeinte) Frage nach den Gratulanten. Glaubt man jüngsten Umfrageergebnissen des Allensbacher Instituts für Demoskopie und ergänzt sie mit eigener Anschauung, dann müßte der typische Beatles-Sympathisant bundesrepublikanischer Herkunft ungefähr diese Merkmale aufweisen: Twen mit höherer, eventuell abgebrochener Schul- beziehungsweise Hochschulbildung; Parkaträger und auch sonst dezent unkonform; makrobiotischen Speiseplänen im besonderen und Aussteigerträumen im allgemeinen nicht abgeneigt; friedliebend und monogam; stern-Leser und konsumkritisch.

Neue Tendenzen in der amerikanischen Pop-Musik: Zurück zu den glücklichen Sechzigern

Das englische Musikblatt „Melody Maker“ zitierte unlängst in seiner Berichterstattung über die 300 000 Dollar teure Werbekampagne der Firma CBS für ihren neuen „Superstar“ Bruce Springsteen den Ausspruch eines jungen Taxifahrers aus Los Angeles, der dem Reporter der Zeitschrift anvertraute: „Ob ich ihn mag? Hören Sie mal, ich glaube an den Vater, den Sohn, den Heiligen Geist und Bruce Springsteen.

© Harry Benson/Express/Getty Images

Zum 30. Todestag: Wer war John Lennon?

Der Kult um seine Person ist ein tragischer Fall nachgetragener Liebe. Vor 30 Jahren wurde John Lennon umgebracht, der oberste Beatle, Agitator, Privatier und Klassiker.