: Peter Glotz

H U M A N I S M U S : Im Treibsand

Der neue Mensch? Eine theologische Tagung in Ahaus fragt nach der Krise des Humanismus im Bio-Zeitalter. Für viele Biologen, Genomforscher und ihre philosophierende Eskorte ist die Gentechnik eine fröhliche Wissenschaft. Sie ermögliche nämlich einen neuen Zug auf dem Schachbrett der Evolution, und so könne man das Spiel der menschlichen Selbstveränderung ein schönes Stück weitertreiben

R E Z E N S I O N : Ron Sommer ist nicht zu fassen

Peter Glotz verspricht eine Biografie des Telekom-Chefs - und liefert ein Sammelsurium eigener Ansichten. Weil er so viel mitgemacht hat mit der Post, der Telekom und Ron Sommer, begleitet er deren Tun mit "Empathie", wie er ausdrücklich schreibt und was er offenkundig als hilfreich beim Schreiben empfunden hat. Mehr Distanz hätte gewiss die größere Hilfe geleistet

Brutstätten für Neurosen

In den Jahren 1978 und 1979 tagte in Berlin eine Kommission, eingesetzt vom damaligen Wissenschaftssenator Peter Glotz, die ein Konzept für eine „Dritte Hochschule“ in der Stadt erarbeiten sollte.

Ein Viertel der Jungwähler in Hessen hat den etablierten Parteien den Rücken gekehrt. Seit Jahren wächst das Mißtrauen gegen die Berufspolitiker. Wird die Republik unregierbar, weil sich die Jugend verweigert?: Monolog mit der Jugend

Es begann mit einer simplen Rechnung: „Bei den knappen Mehrheitsverhältnissen zwischen Konservativen und Sozial-Liberalen ist es für die Linke auf die Dauer eine tödliche Gefahr,“ schrieb Peter Glotz Anfang 1979, „wenn 20 oder 30 Prozent einer ganzen Generation sich daran gewöhnen, ‚alternativ‘ oder gar nicht zu wählen.

Worte der Woche

„Versöhnung mit den Hinterbliebenen und Nachkommen der Opfer ist nur möglich, wenn wir unsere Geschichte annehmen, wie sie wirklich war; wenn wir uns als Deutsche bekennen: zu unserer Scham, zu unserer Veranwortung vor der Geschichte.

Nicht zu versäumende Lektionen

Von Karl Otto Conrady Über die Lesebücher an deutschen Schulen ist in den vergangenen Jahren nicht viel Gutes berichtet worden.

Worte der Woche

„Die Bürger gehen zu Recht davon aus, daß sich unsere Partei- und Staatsführung durch eine solche Negativleistung des Bundeskanzlers nicht von ihrem Kurs für eine Koalition der Vernunft abbringen läßt.

Worte der Woche

„Wer ja sagt zu dem Kontakt mit den Menschen, der muß ja sagen auch zu dem Gespräch mit der politischen Führung, ohne daß wir eine Minute vergessen, mit wem wir sprechen: eben nicht mit einer frei gewählten Regierung und auch mit einem Regime, das immerhin zweitausend unserer Landsleute als politische Gefangene drüben in der DDR in Gefängnissen und Konzentrationslagern hält.

Worte der Woche

Es gibt einen Typ von deutschen Richtern, der kann sich nicht vorstellen, daß der Richter ein Fehlurteil fällt. Das ist ein bißchen noch das Gefühl, ich bin ein Richter von Gottes Gnaden.

Der Geist denkt rechts

Als General William Henry Harrison während der Präsidentschaftskampagne 1840 gefragt wurde, was er zu bestimmten politischen Fragen denke, antwortete der alte Haudegen entrüstet: „Was ich denke? Hierher, Komitee – was denke ich über die Dinge, nach denen die Herren mich fragen?“ Mit jenem thinking committee zitierte er Berater herbei, die der Vollblutpolitiker für ihr Denken bezahlte – eine Einrichtung, die sich seither weltweit verbreitet und zur Institution „wissenschaftlicher Politikberatung“ gemausert hat.