: Peter Palitzsch

© Hermann und Clärchen Baus

Westlinke und die DDR: Die Akte Feik

Als Kommissar Thanner an der Seite von Schimanski wurde Eberhard Feik in den Achtzigern zum Fernsehstar. Doch wie nah kam er der Stasi? Ein deutsch-deutscher Krimi

Uferlos

Zeitlese

Unsere Vorstellungen vom Theater und wie es darin zugeht, müssen revidiert werden. Viel zu viele Schauspieler, die auf der Straße stehen? Kein Mut der Regisseure, auch mal neue Leute auszuprobieren? Alles auf der Bühne und dahinter hat nur mit Beziehungen und unfeinem Händel zu tun? Aber, aber.

Der Jude von Frankfurt

Der Teufel ist los in Frankfurt am Main. Er ist Jude und hat keinen Namen. Keiner kennt ihn, aber manche haben ihn im Westend gesehen, als er alte Villen abriß und Hochhäuser an ihre Stelle setzte.

Vaterfigur seines Theaters

Wann wird einmal gewürdigt, was ein Intendant, der "nur" Intendant war, geleistet hat? Wann wird ihm, der nie ans Regie- oder Dirigentenpult trat, gedankt für all das, was er initiierte, machte und immer verantwortete? An seinem siebzigsten, bei Walter Erich Schäfer gar an seinem achtzigsten Geburtstag – oder wenn er dann gestorben ist.

Das Frankfurter Kreuz

Bilder einer Theaterkrise: Wie ein Schauspielhaus das Schauspiel seiner Selbstzerstörung inszeniert

Zeit-Mosaik

Wir waren schon immer eine Patrizierstadt, wir waren schon immer was besonderes ... wir haben gelacht über den Pöbel, der den brotverteuernden Bäckern die Backstuben stürmte vor 300 Jahren, wir haben gelacht, als die schwarzweißroten Fahnen so gut zu unserem gotischen Putz paßten, wir haben den Polizeipräsidenten gewähren lassen, der Juden immerhin in plombierten Zügen zur spanisch-portugiesischen Grenze abtransportieren ließ .

Universität der Toten: Müllers Hamletmaschine

Vor neun Jahren, in Peter Palitzschs letzter Spielzeit in Stuttgart, spielte Roggisch den Hamlet. Neun Jahre danach, in Peter Palitzschs letzter Spielzeit in Frankfurt, sitzt er in den Kammerspielen des Frankfurter Theaters – in Gips gegossen, den Schädel offen, neben sich ein Schild: "Hamletmaschine".

Horváth, schon nach dem Ende

Es sollte "Der Kaufmann von Venedig" sein, dann wurde Horváths "Kasimir und Karoline" die letzte Inszenierung von Peter Palitzsch als Mit-Direktor des Frankfurter Schauspiels.

Theater: Palitzsch inszeniert Dorst/Laubes „Goncourt“, Christof Nel inszeniert „Kabale und Liebe“: Geschichtsunterricht, Gefühlsuntericht

Jetzt werden wieder Nachrufe geschrieben, Grabreden gehalten. Anlaß für den neuesten Ausbruch von Verzweiflung (oder Schadenfreude, je nachdem) war die letzte Premiere der Saison: Das Schauspiel Frankfurt zeigte, in der Regie von Peter Palitzsch, „Goncourt oder Die Abschaffung des Todes“, ein Stück, Nicht-Stück, das der Autor Tankred Dorst und der Dramaturg Horst Laube gemeinsam erstellt hatten.

Mit den Gefühlen denken

In der Karriere des Regisseurs Niels-Peter Rudolph ist nichts von dem passiert, was nach volkstümlicher Vorstellung in einer Regisseurskarriere eigentlich passieren müßte: kein spektakuläres Debüt, keine Sensationen, keine Skandale, keine Jubelgesänge von den Kritiken und keine Haßtiraden.

Mit dem Witz der Verzweiflung

Der Kummer hat schon eine lange Geschichte – 1963 bereits beugte sich "Theater heute" über den "Fall O’Casey" und klagte: "Das deutsche Theater geht ausgerechnet an O’Casey vorüber.

Schauspiel Frankfurt: Fortsetzung lohnt

Vor drei Jahren sprach man kaum noch über das Theater von Frankfurt – und wenn, dann nur im Mitleidstone. An den Städtischen Bühnen lag das (vom Intendanten Ulrich Erfurth verwaltete) Schauspiel in den letzten Zügen einer langen Agonie; im Theater am Turm (TAT) probte man so exzessiv die Mitbestimmung, daß für die anderen Proben (an den Texten, die man spielte) kaum noch Kraft blieb.

Im Zeichen des Sparschweins

Der Boulevard gehört nicht mehr den Boulevardiers allein. Da begann Deutschlands ernsthaftestes Theaterensemble, die Berliner Schaubühne, die Saison mit einem Schwank aus der Belle Époque, mit Eugène Labiches "Sparschwein".