: Pharmakologie

Das letzte Rezept

Die Industrie zog die Wunderarznei DMSO aus dem Handel – Zu viele Pharmaka, zu wenig Pharmakologie

Wie sicher sind unsere Arzneimittel?: Viel Spielraum für die Lobby

Was Professor Hans Herken, Berliner Ordinarius für Pharmakologie, auf dem diesjährigen Internistentag in Wiesbaden äußerte, dürfte vielen seiner Kollegen und den Vertretern der pharmazeutischen Industrie wie die Ankündigung sozialistischer Planwirtschaft geklungen haben.

Pharmakologie: Mittel gegen die Heroin-Sucht

Gegen Ende dieses Jahres werden vielerorts in den USA Drogensüchtige in Kliniken unter kontrollierten Bedingungen eine bislang noch kaum am Menschen erprobte Gruppe von Arzneimitteln erhalten, Narcotica-Antagonisten.

Jeder zweite macht sich selbständig

Im ersten Studienabschnitt bekommt der Pharmazie-Student eine wissenschaftliche Grundausbildung. Im zweiten Abschnitt büffelt er Kernfächer: Pharmazeutische Chemie, pharmazeutische Technologie, pharmazeutische Biologie und Pharmakologie für Naturwissenschaftler.

Pharmakologie: Pillen gegen den Feind

Westliche Staaten treiben die Entwicklung von Arzneimitteln als Waffen voran. Jetzt warnen Ärzte vor einer Militarisierung der Medizin.

arzneimittel: Schrecken der Pillendreher

Der Bremer Pharmakologe Peter Schönhöfer kämpft für eine bessere Arzneimittelversorgung. Er glaubt, jährlich würden vier Milliarden Euro für überflüssige Arzneimittel verschleudert. Daher gibt der emeritierte Direktor des Bremer Instituts für Klinische Pharmakologie mit 67 Jahren das pharmakritische „arznei-telegramm“ mit heraus. Die Industrie hat ihn schon mehrfach verklagt – erfolglos

Nur wenige Wissenschaftler erforschen die Arzneimitteltherapie. Zu ihnen gehört Ursula Gundert-Remy: Theoretikerin im klinischen Einsatz

Die Wandtafel in der Lobby des Göttinger Universitätsklinikums ist mit Zetteln gespickt. Neben den Einladungen zu politischen Gruppen, Zimmerangeboten und den Verlockungen gemeinsam gestalteter Wochenenden findet sich eine Suchanzeige für Probanden: Jungen kerngesunden Männern wird ein Honorar von 500 Mark geboten, wenn sie sich einige Tage für einen Arzneimitteltest zur Verfügung stellen.