: Pier Paolo Pasolini

Venezianisches Mißgeschick

Die Rebellion am Lido fand zwar statt. Aber in ihr waren fatalerweise entgegengesetzte Kräfte wirksam, solche, die zum Großen tendierten, zur Zusammenfassung, zur Solidarität, zur Internationalität – und andere, die zu Partikularismus und Zersplitterung führten.

Aus den Hauptstädten der Welt: Rom – Auflösung der Literaturfamilie

Kapitel literarischen Lebens, das man bisher für glücklich und fruchtbar gehalten hatte, plötzlich zu Ende gegangen. Unter Protesten, Anschulsolidesten und Selbstbezichtigungen platzten die solidesten Einrichtungen des Literaturbetriebes, die Literaturpreise Premio Strega und Premio Viareggio: Die Preisgekrönten wiesen die Auszeichnungen als "demütigend und unannehmbar" zurück, die Preisrichter verließen die Jury, die Mäzene verschlossen die Geldbeutel.

FILMTIPS

"La Chinoise", von Jean-Luc Godard. Filmische Reflexionen über die bürgerliche maoistische Jugendbewegung in Frankreich, die vor allem eines mitteilen: das Eingeständnis des älteren Filmemachers Jean-Luc Godard, wie schwierig es für ihn und für uns geworden ist, ein junges Mädchen zu verstehen, das die Gesellschaft, in der es lebt, nicht nur notfalls durch Gewalt verändern will, sondern sagt, es helfe nur Gewalt, wo Gewalt herrscht.

Festival mit Prinzipien

Es gibt Filme, die aussehen, als hätte ein Festival sie in Auftrag gegeben. Ein Film für Cannes – war etwa "Ein Mann und eine Frau".

FILMTIPS

"Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" (Who’s Afraid Of Virginia Woolf?). Der Bühnenregisseur Mike Nichols hat Edward Albees böses Ehe-Drama für die Kinoleinwand kaum gemildert: In einem düsteren Schwarz-Weiß-Film agiert Hollywoods Glamour-Paar Elizabeth Taylor und Richard Burton nicht für die Kasse, sondern um schauspielerische Ehren, und bietet dabei eine überdurchschnittliche Leistung.

FILMTIPS

Bereits besprochen: "Abschied von gestern (Anita G.)", von Alexander Kluge. "Alexander Newskij", von Sergej M. Eisenstein. "Der Glanz des Hauses Amberson", von Orson Welles.

FILMTIPS

Bereits besprochen: "Abschied von gestern (Anita G.)", von Alexander Kluge. "Alexander Newskij", von Sergej M. Eisenstein. "Der Glanz des Hauses Amberson", von Orson Welles.

FILMTIPS

Bereits besprochen: "Abschied von gestern (Anita G.)", von Alexander Kluge. "Alexander Newskij", von Sergej M. Eisenstein. "Der Glanz des Hauses Amberson", von Orson Welles.

FILMTIPS

Bereits besprochen: "Abschied von gestern (Anita G.)", von Alexander Kluge. "Alexander Newskij", von Sergej M. Eisenstein. "Der Glanz des Hauses Amberson", von Orson Welles.

FILMTIPS

"Der Würgeengel" (El Angel exterminador). Der Erfolg seiner "Viridiana" erlaubte es Luis Buñuel 1962, nach vielen Jahren wieder einen Film ganz nach seinem Geschmack, das heißt, im surrealistischen, zu machen.

FILMTIPS

"Abschied von gestern". Alexander Kluges erster Spielfilm liefert dem Jungen Deutschen Film der Stunde Null ein ästhetisch relevantes Muster, weil die Geschichte des Mädchens Anita G.

FILMTIPS

"Abschied von gestern." Alexander Kluges in Venedig mit dem Silbernen Löwen ausgezeichneter erster Spielfilm. Er erzählt die Geschichte des Mädchens Anita G.

Der Teufel liebt Nudistenfilmchen

Herausgegeben im Auftrag der "Kirchlichen Hauptstelle für Bild- und Filmarbeit" von der "Katholischen Filmkommission für Deutschland" erscheint seit 1947 im Verlag Haus Altenberg zu Düsseldorf, zur Zeit redigiert von Wilhelm Bettecken und Elisabeth Uhländer, Woche um Woche auf lose zusammengelegten, anspruchslos-karg hergerichteten und kleinbedruckten Blättchen die mächtigste Filmzeitschrift der Bundesrepublik – der vielzitierte und oft geschmähte katholische film-dienst.

Film

"Die größte Geschichte aller Zeiten" (USA; Verleih: United Artists): Dies ist nun innerhalb kurzer Zeit schon der zweite Christus-Film, der unlängst seine glanzvolle "kontinentale Erstaufführung" erlebte: Auf die Verfilmung des Matthäus-Evangeliums durch den italienischen Literaten und Regisseur Pier Paolo Pasolini folgte die aufwendige Hollywood-Version des Neuen Testaments, verfertigt in vieljähriger Arbeit von dem Routinier George Stevens ("Shane").

Film: Matthäus – gegen Pasolini verteidigt

Man darf davon ausgehen, daß es Pier Paolo Pasolini, als er den Plan faßte, das Matthäus-Evangelium zu verfilmen, nicht darum zu tun war, den soundsovielten kommerziellen Christus-Film zu machen, und ebensowenig darum, ein religiöses Bekenntnis abzulegen.

Zweierlei Versuche, eine Literatursituation zu ändern

Es gibt eine Reihe italienischer Autoren, deren starke Wirkung auf das Ausland in Italien selbst als Überschätzung registriert wird; Autoren wie Dino Buzzati, Ignazio Silone, natürlich auch Moravia – und Elio Vittorini, soweit es ich um sein literarisches Werk handelt.

Film

"Accattone" (Italien; Verleih: neue filmform Heiner Braun): In den Vorspanndaten von fünf der zwölf Filme des Regisseurs Mauro Bolognini konnte man den Lyriker und Romancier Pier Paolo Pasolini als Mit- oder Alleinautor der Drehbücher entdecken.

Eine ungewöhnlich magere Bilanz in Venedig

Das Filmfestival von Venedig, das bekanntlich den Anspruch erhebt, allein die Förderung der Filmkunst zu erstreben, konnte in diesem Jahr nur einen dürftigen Erfolg verzeichnen.

Ein Krampf um Rom

Die Dame war für den Preis – Raubüberfall eines Schriftstellers – Die Rache der Anna Banti Bewältigung italienischer Vergangenheit