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Pränataldiagnostik: Wird der Bluttest auf Down-Syndrom zur Kassenleistung?

  • Schon vor der Geburt lässt sich mithilfe eines Bluttests recht sicher feststellen, ob das ungeborene Kind beispielsweise das Down-Syndrom (Trisomie 21) hat. Die Untersuchung könnte bald zu einer Regelleistung der Krankenkassen werden. Damit wäre diese Methode der Pränataldiagnostik für Risikoschwangere künftig kostenlos.
  • Befürworter sagen: Die Tests seien eine risikoarme Alternative zu bisherigen Methoden und sollten deshalb nicht nur Selbstzahlern zugutekommen. Kritiker entgegnen: Mit den Diagnosen steige womöglich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche. Das Lebensrecht behinderter Menschen wäre bedroht, sollten die Kassen die Kosten übernehmen.
  • Am 22. März gab der Gemeinsame Bundesausschusses (G-BA) eine Stellungnahme ab: Ab Mitte 2020 sollen die gesetzlichen Krankenkassen den Test in bestimmten Fällen bezahlen, beispielsweise wenn es besondere Risiken oder Auffälligkeiten in der Schwangerschaft gibt.
  • Am 11. April diskutiert der Bundestag in einer Orientierungsdebatte nochmals darüber. Die abschließende Entscheidung soll voraussichtlich im Spätsommer fallen, dann muss noch das Bundesgesundheitsministerium darüber befinden.
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