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Rechtsextremismus: Rechte Gewalt in Deutschland

  • Seit 1990 wurden in Deutschland mindestens 169 Menschen Opfer rechtsextremistisch motivierter Morde. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Recherche des Tagesspiegels und von ZEIT ONLINE. Nur knapp die Hälfte der Fälle wird demnach von den Behörden als politische Gewalt anerkannt.
  • Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) wurde Anfang Juni mit einer Schusswunde im Kopf auf der Terrasse seines Hauses gefunden. Der Tatverdächtige Stephan E. ist dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen. Er hat den Mord gestanden.
  • In Köthen in Sachsen-Anhalt kam es im September 2018 zu einem rechten Trauermarsch, nachdem es zuvor zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern auf einem Spielplatz gekommen war. Einer der Männer starb nach dem Streit an Herzversagen.
  • Nachdem am 26. August 2018 in Chemnitz ein 35 Jahre alter Deutscher getötet worden war, kam es in der Stadt zu fremdenfeindlichen Protesten und Übergriffen.
  • Im Juli 2018 endete der NSU-Prozess in München. Beate Zschäpe wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.
  • Im Sommer 2015 sollen acht Tatverdächtige der rechtsradikalen Gruppe Freital mehrere Anschläge, unter anderem gegen Asylbewerberheime, verübt haben. Die Angeklagten wurden am 7. März 2018 zu Freiheitsstrafen zwischen vier und zehn Jahren verurteilt.
  • Rechtsextreme Gruppierungen in Deutschland erstarken, Aggressionen gegen Flüchtlinge und Asylbewerber nehmen zu. Die Justiz ermittelt aber nur wenige Täter.