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Rechtsextremismus: Rechte Gewalt in Deutschland

  • Seit 1990 wurden in Deutschland mindestens 169 Menschen Opfer rechtsextremistisch motivierter Morde. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Recherche des Tagesspiegels und von ZEIT ONLINE. Nur knapp die Hälfte der Fälle wird demnach von den Behörden als politische Gewalt anerkannt.
  • Nachdem am 26. August in Chemnitz ein 35 Jahre alter Deutscher getötet worden war, kam es in der Stadt zu fremdenfeindlichen Protesten und Übergriffen.
  • In Köthen in Sachsen-Anhalt kam es im September zu einem rechten Trauermarsch, nachdem es zuvor zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern auf einem Spielplatz gekommen war. Einer der Männer starb nach dem Streit an Herzversagen.
  • Rechtsextreme Gruppierungen in Deutschland erstarken, Aggressionen gegen Flüchtlinge und Asylbewerber nehmen zu. Die Justiz ermittelt aber nur wenige Täter.
  • Auch Politiker und Journalisten werden bedroht, beleidigt, verprügelt.
  • Im Sommer 2015 sollen acht Tatverdächtige der rechtsradikalen Gruppe Freital mehrere Anschläge, unter anderem gegen Asylbewerberheime, verübt haben. Die Angeklagten wurden am 7. März 2018 zu Freiheitsstrafen zwischen vier und zehn Jahren verurteilt.
  • Im Juli endete der NSU-Prozess in München. Beate Zschäpe wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.
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Demokratie: Wie viel damals ist schon wieder?

Die Demokratie ist nicht erst dann in Gefahr, wenn Autoritäre die Macht ergreifen. Ihre Erosion beginnt mit Tabubrüchen. Das lehren die Jahre von Weimar.

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Blog Störungsmelder

Rechtsextremismus: Spaziergänge fürs Vaterland

Im Kampf gegen die Bedeutungslosigkeit gibt sich die NPD als Kümmerer. Mit einer Art Bürgerwehr streifen Aktivisten durch die Straßen. Die Aktionen sorgen für Befremden.

© Maria Sturm für ZEIT ONLINE

Frankfurt (Oder): Die Grenze

In Frankfurt an der Oder verbreitet eine Gruppe Syrer Angst. Der linke Bürgermeister reagiert mit einem Tabubruch. Das Bild von der weltoffenen Oststadt bekommt Risse.

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"Revolution Chemnitz": Zum Umsturz bereit

In Chats planten acht mutmaßliche Rechtsterroristen aus Sachsen Mordanschläge. Den NSU bezeichneten sie als "Kindergartenvorschulgruppe". Wie ernsthaft waren die Pläne?

Chemnitz: Warum so hemmungslos, so laut?

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Die Ausschreitungen in Chemnitz befeuern Vorurteile über den Osten. Hier schreiben neun Autoren über ihre Sicht auf die verwirrende Lage und über ihre Hoffnungen.

© Ernesto Uhlmann

Chemnitz: Auf der anderen Seite

Vor vier Wochen wurde in Chemnitz ein Mann getötet. Seitdem ziehen rechte Gruppen durch die Stadt. Aber wie geht es dem Rest der Bewohner? Ein Besuch