© Ina Fassbender/Reuters

Rechtsextremismus: Rechte Gewalt in Deutschland

  • Seit 1990 wurden in Deutschland mindestens 169 Menschen Opfer rechtsextremistisch motivierter Morde. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Recherche des Tagesspiegels und von ZEIT ONLINE. Nur knapp die Hälfte der Fälle wird demnach von den Behörden als politische Gewalt anerkannt.
  • Nachdem am 26. August 2018 in Chemnitz ein 35 Jahre alter Deutscher getötet worden war, kam es in der Stadt zu fremdenfeindlichen Protesten und Übergriffen.
  • In Köthen in Sachsen-Anhalt kam es im September zu einem rechten Trauermarsch, nachdem es zuvor zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern auf einem Spielplatz gekommen war. Einer der Männer starb nach dem Streit an Herzversagen.
  • Rechtsextreme Gruppierungen in Deutschland erstarken, Aggressionen gegen Flüchtlinge und Asylbewerber nehmen zu. Die Justiz ermittelt aber nur wenige Täter.
  • Auch Politiker und Journalisten werden bedroht, beleidigt, verprügelt.
  • Im Sommer 2015 sollen acht Tatverdächtige der rechtsradikalen Gruppe Freital mehrere Anschläge, unter anderem gegen Asylbewerberheime, verübt haben. Die Angeklagten wurden am 7. März 2018 zu Freiheitsstrafen zwischen vier und zehn Jahren verurteilt.
  • Im Juli endete der NSU-Prozess in München. Beate Zschäpe wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.
© Thomas Victor für DIE ZEIT

Bernd Merbitz: "Ich geh zu den Bullen"

Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz erlebte die DDR, die Pogrome von Hoyerswerda, den Terroristen Al-Bakr. Ein Gespräch über Verbrechen in zwei Staaten

© Paul Zinken/dpa, Ronny Hartmann/Getty, Alexander Koerner/Getty

Rechtsextremismus: AfD-Mitarbeiter am rechten Rand

Wegen Kontakten zu Rechtsextremen muss die AfD eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz fürchten. ZEIT-ONLINE-Recherchen zeigen weitere Verstrickungen in das Milieu.

© ZEIT ONLINE

Sachsen: Döbeln nervt, also lass mal was tun

Im sächsischen Döbeln gibt es das Kulturzentrum Treibhaus, einen Ort der Gegenkultur. Seit 20 Jahren arbeiten Menschen dort gegen Rechtsradikale. Wie lange noch?

© Hardy Krüger

Pegida: Auf den Spuren der NPD

Bislang veranstaltete die NPD Trauermärsche für deutsche Kriegsopfer. Jetzt hat die angebliche Bürgerbewegung Pegida übernommen – mit Unterstützung der alten Kader.

© Steffi Loos/AFP/Getty Images

AfD: Partei unter der Lupe

Die AfD wird zum Prüffall. Warum berichtet der Verfassungsschutz darüber so transparent? Und kann das der Partei auch nützen? Die wichtigsten Fragen und Antworten

© Michael Heck

Rechtsextremismus: Nazis rein

Eine Frage lautet: "Bin ich ein Nazi, weil ich Rassist bin?" Dabei suggeriert sie, dass das Schlimmste, was einem widerfahren kann, sei, als Nazi etikettiert zu werden.